Lotto informiert: Zum Tag des offenen Denkmals: Rentenlotterie Glücksspirale – die starke Säule des Denkmalschutzes

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals, der am Sonntag, 8. September stattfindet, steht unter dem Motto „Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?“. In ganz Deutschland sind interessierte Besucher eingeladen, weit über 7.500 historische Bauwerke zu besichtigen.

Auch in Baden-Württemberg öffnen zahlreiche Denkmale ihre Pforten – darunter auch viele, die in der Vergangenheit von Förderungen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz aus Mitteln der Rentenlotterie Glücksspirale profitiert haben. Viele der Denkmale, die sich am 8. September präsentieren, sind sonst nicht frei zugänglich. Die bundesweite Eröffnungsfeier zum Tag des offenen Denkmals findet in Saarbrücken statt. Bereits am Samstag, 7. September, gibt es eine landesweite Eröffnungsfeier im „Salmen“ in Offenburg.

Mit dem diesjährigen Motto rückt die zentrale Frage im Denkmalschutz in den Mittelpunkt: Welches Bauwerk ist es wert, erhalten zu werden, und warum? Nicht alle historischen Bauten entsprechen den Vorstellungen von Ästhetik, wie etwa nicht mehr genutzte Industrieanlagen. Manche Denkmale rufen sogar Unbehagen hervor – vor allem solche, die an Krieg und Unrecht erinnern. Auch in Baden-Württemberg gibt es dafür viele Beispiele im Denkmalschutz. Dazu zählen etwa die Gedenkstätte zur Erinnerung an das KZ-Arbeitslager Hessental in Schwäbisch Hall oder der so genannte Storchenturm in Königsbach-Stein (Enzkreis), der im 18. Jahrhundert als Amtsgefängnis diente und – mittlerweile ungenutzt – nun als Geschichtsdenkmal erhalten wird.

„Nicht nur ästhetische Gesichtspunkte sind maßgeblich, wenn es darum geht, welche Denkmale erhaltenswert sind. Vor allem die historische Bedeutung ist entscheidend – auch wenn diese nicht immer angenehm ist“, erläuterte Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg. Das Motto des diesjährigen Tags des offenen Denkmals rege zum Nachdenken an und könne ein Anstoß sein, sich auch mit unbequemen Zeitzeugnissen und deren Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei würden auch die Herausforderungen, denen sich die Eigentümer und Denkmalpfleger dieser Objekte stellen müssten, in den Fokus gerückt. „Auch die Eigentümer eher ‚ungeliebter‘ Denkmale legen großes Engagement an den Tag, um diese für zukünftige Generationen zu erhalten.

Wir freuen uns, dass wir mit den Erlösen aus der Rentenlotterie Glücksspirale dazu beitragen, dass diese wichtige Aufgabe wahrgenommen werden kann,“ so die Lotto-Chefin weiter.

Seit 1991 ist die Rentenlotterie Glücksspirale ein stabiler Pfeiler des Denkmalschutzes in Deutschland. Bis zum Jahr 2012 flossen aus Baden-Württemberg über 63 Millionen Euro als Erlöse aus der Glücksspirale an die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Rund 230 Projekte in Baden-Württemberg profitierten bislang von den Fördermitteln der Bundesstiftung, darunter zahlreiche Großprojekte mit landesweiter Strahlkraft wie zum Beispiel das Ulmer Münster, das in den vergangenen Jahren bereits mit über 500.000 Euro gefördert wurde.

Die Glücksspirale wurde erstmals 1970 zur Finanzierung der Olympischen Sommerspiele 1972 veranstaltet. Seitdem unterstützte die Lotterie das Gemeinwohl mit mehr als 1,5 Milliarden Euro. Von den Erträgen der Lotterie profitieren neben Denkmalschutz und Sport auch der Sozialbereich sowie auf Länderebene unterschiedliche gemeinnützige Organisationen. In Baden-Württemberg zählt seit 2013 auch die Denkmalstiftung Baden-Württemberg zu den Fördermittelempfängern.

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