Werner Langen: Liberalisierung des Glücksspiels ist der richtige Weg

Jörg Meurer (DAGV, links) und Werner Langen (MdEP, rechts)
Jörg Meurer (DAGV, links) und Werner Langen (MdEP, rechts)
Der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Werner Langen (CDU), hat die von der Landesregierung in Schleswig-Holstein vorgestellten Eckpunkte für eine neue Regelung des deutschen Glücksspielstaatsvertrages ausdrücklich begrüßt. Aus seiner Sicht ist dies auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.
„Die Argumentation der Bundesländer zum Erhalt des Glücksspielmonopols sowie zum Ausschluß ausländischer Anbieter ist widersprüchlich und verlogen“, sagte Langen. Der Europaabgeordnete traf sich mit dem Geschäftsführer des Deutschen Automaten-Großhandels-Verbandes (DAGV), Jörg Meurer, zu einem Meinungsaustausch über die europarechtlichen Aspekte des gewerblichen Automatenspiels und die derzeitige Diskussion einer Liberalisierung des Glücksspielmarktes in Deutschland. Langen kritisierte hierbei, daß der angebliche Schutz vor Spielsucht bloß vorgeschoben wäre. In Wirklichkeit gehe es den Ministerpräsidenten um knallharte wirtschaftliche Interessen. Auch würden seitens der Bundesländer die europarechtswidrigen Regelungen des jetzigen Glücksspielstaatsvertrages unterschätzt.

Langen ist seit 1994 Mitglied des Europäischen Parlaments und dort in den Bereichen Wirtschaft und Währung sowie im Ausschuss für Industrie, Außenhandel, Forschung und Energie tätig. Er ist somit einer der erfahrensten und profiliertesten deutschen Politiker in Brüssel.