Macau: Regierung gibt grünes Licht für Texas Hold’em

Nachdem 2006 das chinesische Glücksspielparadies Macau zum ersten Mal bessere Umsatzzahlen als der berühmte Las Vegas Strip verbuchen konnte, geht es nun weiter in Richtung der westlichen Standards. Die ehemalige portugiesische Kolonie ist Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China und gilt als das Monte Carlo des Ostens. Das Potential ist schier grenzenlos. Innerhalb von lediglich zwei Flugstunden könnten über eine Milliarde Menschen anreisen. Erweitert man die Flugzeit auf fünf Stunden, so umfasst das Einzugsgebiet sagenhafte drei Milliarden Menschen. Zahlen, von denen Las Vegas nur träumen kann.

Natürlich wird auch in Asien Poker immer populärer. Im November vergangenen Jahres war die von PokerStars ins Leben gerufene Asia Pacific Poker Tour der erste große Pokerevent auf chinesischem Boden. Der Main Event lockte über 350 Spieler an die Tische und man kann durchaus sagen, dass zu diesem Zeitpunkt Texas Hold’em dort endgültig Fuß fassen konnte.

Damals brauchte es noch eine Ausnahmegenehmigung seitens der Regierung, da das Spiel offiziell als illlegal galt. Weitere Sondergenehmigungen wurden für die elektronischen Pokertische ausgestellt, die in zwei Casinos testweise aufgestellt wurden. Die Regierungsmitglieder müssen überzeugt worden sein, denn laut Angaben der Associated Press ist nun die endgültige Entscheidung gefallen. Demnach ist Texas Hold’em nach seiner Probezeit nun eines von vielen Angeboten auf dem Zocker-Eiland.

Als erstes Casino stellt das Grand Lisboa sein Angebot um und wird reguläre Tische offerieren. Doch die Konkurrenz schläft nicht und sämtliche Casinobetreiber werden folgen. Die Regierung erlaubt den Casinos ein Rake in Höhe von drei bis fünf Prozent zu kassieren. Dies wird sich sicherlich positiv auf die Bilanzen der Casinos auswirken und 2008 wird ein weiteres Jahr der Superlative. Der Jahresabschluss 2007 aller Casinos Macaus konnte einen satten Gewinn von USD 10 Milliarden vorweisen.

Auch US-Betreiber sind inzwischen sehr aktiv in Macau. Egal, ob die Las Vegas Sands Corp., MGM Mirage Inc. oder Wynn Resorts Ltd. – alle strömen in den Osten und bauen, was das Vermögen hergibt. Sheldon Adelson war 2004 einer der Ersten, der dort ein Casino eröffnete. 2007 wurde mit dem Venetian Macau sein erstes Mammutprojekt fertiggestellt. Mit rund 980.000 Quadratmetern ist es nach dem Blumen-Auktionshaus im holländischen Aalsmeer das zweitgrößte Gebäude der Welt. Doch das Venetian ist nur eine der Perlen, die der US-Milliardär am Cotai Strip aufreihen will. Insgesamt rund 20 Resorts mit geschätzten 60.000 Hotelzimmern sollen dort errichtet werden.

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