Deutsches Automatenmuseum: Die Körperkultur hat’s weit gebracht

Sonderausstellung läuft weiter: Museumsleiter Sascha Wömpener mit der bisherigen Resonanz mehr als zufrieden. Wahrscheinlich Verlängerung bis ins kommende Jahr.

Espelkamp-Gestringen. Die Türen des Deutschen Automatenmuseums – Sammlung Gauselmann auf dem Schlossgelände Benkhausen sind weit geöffnet. Auch die Sonderausstellung „Bist Du noch ganz frisch – Körperkultur aus Automaten“ kann weiterhin besichtigt werden. Möglicherweise wird sie sogar über den vereinbarten Rahmen hinaus bis zum kommenden Jahr verlängert. Das machte Museumsleiter Sascha Wömpener jetzt in einem Gespräch deutlich. Das Museumsteam sei mit dem bisherigen Verlauf und dem Besucherinteresse „mehr als zufrieden“.

Hereinspaziert: Die Ausstellungen sind geöffnet, darauf weisen Museumsleiter Sascha Wömpener und die Museumsmitarbeiterinnen Heike Bohbrink und Jessica Midding hin.

Hereinspaziert: Die Ausstellungen sind geöffnet, darauf weisen Museumsleiter Sascha Wömpener und die Museumsmitarbeiterinnen Heike Bohbrink und Jessica Midding hin.

Bis zu 80 Prozent aller Besucher seien in Führungen durch die Räume gegangen und hätten sich mit großem Interesse die 70 außergewöhnlichen Exponate angeschaut, darunter sind auch Leihgaben von fünf privaten Sammlern. „Wir haben hier eine autarke Präsentation ausgearbeitet, die sich an unterschiedliche Zielgruppen richtet, so der Museumsleiter. Unterteilt ist die Ausstellung in die drei Themenbereiche: Körperpflege, Körpergefühl und Körperbewegung. Die meisten Menschen wüssten gar nicht, wie vielfältig der Einfluss von Automaten auf das Körperbewusstsein der Menschen in den verschiedenen Jahrzehnten war, stellt Wömpener fest.

Gleich zu Beginn wird der Besucher mit einem Handtuch- und Seife-Automat „sanft“ in den Rundgang hineingeführt. Doch schon kurze Zeit später werden sowohl den Herren als auch den Damen die intimen Dinge der Körper-Hygiene vor Augen geführt. „Da wird dann schon mal von der einen oder anderen Gruppen verschämt an diesen Automaten vorbeigegangen oder nur ein verstohlener Blick darauf geworfen“. Ähnliche Reaktionen sind bei den Kondomautomaten zu beobachten, die in früheren Zeiten als solche gar nicht erkennbar waren. Nostalgische Gefühle kommen bei vielen Besuchern schnell hoch, bemerkte Wömpener. „Wir können hier eigentlich alles unter den Oberbegriff ’in Erinnerungen schwelgen’ stellen“, machte er deutlich.

Sehr gut kommen auch die Parfüm-Automaten an und die Jukeboxen, vor allem, wenn man die Besucher auf die unterschiedlichen Tanzstile, wie z.B. Stepptanz, Rock ’n’ Roll, Twist und Discofox aufmerksam macht. „Das überrascht viele“, so Wömpener. Beim „Elektrisierer“ erziele man ein besonderes „Gruppen-Gefühl“. Spätestens an diesem Gerät habe man das Interesse der Besucher voll geweckt.

Die aktuelle Sonderausstellung im Deutschen Automatenmuseum hat sich inzwischen, genauso wie die vorherigen Sonderausstellungen immer weiter herumgesprochen. So melden sich auch Vereine und Organisationen über das Gebiet von Ostwestfalen-Lippe hinaus für Führungen durch das Museum an. Es gibt vor allem mit touristischen Anbietern Kooperationen. Auch auf Messen, wie auf der HanseLife in Bremen, ist das Museum inzwischen vertreten. „In Kürze sind wir auch auf dem Brockumer Markt mit einer Standfläche präsent“, so Wömpener. Das Team vom Deutschen Automatenmuseum bietet allen Interessierten ein perfektes Angebot für Gruppen an mit dem Schloss-Ambiente und der Parkanlage, ein Kaffeetrinken mit hausgemachten Kuchen und eine 60-minütige Museumsführung.

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