Swiss Roulette – Faszinierend, unterhaltend und an Spannung nicht zu überbieten [key:FLAGS_ISA] – ISA-GUIDE.de

Swiss Roulette – Faszinierend, unterhaltend und an Spannung nicht zu überbieten

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Gebannt starrte alles auf die sirrende Roulettekugel, die beinahe endlos ihre Runde im Roulettekessel drehte. Fiel sie in das richtige Zahlenfeld, wäre der Gewinner, ohne einen Franken Mehreinsatz, um 100.000 Franken reicher.

Roulette ist nach wie vor das Markenspiel der Casinos schlechthin. Wenn auch der Einzug der Slotmaschinen in den Spielbanken nicht aufzuhalten ist. Dass man aber Roulette auch anders spielen kann, es vielseitiger und spannender gestalten, noch fairer und unterhaltender anbieten kann, zeigte am 4. Februar 2005 das Grand Casino in Baden in der Schweiz.

Die neue Idee zu dieser Variante des klassischen Roulette hatte Udo Herbst, Mitglied der Geschäftsleitung des Grand Casino Baden (CH). Sein wichtigstes Ziel war es, das klassische Spiel dem Gast als spannendes Erlebnis näher zu bringen. Besonderen Wert legte er dabei auf Unterhaltung, Spaß und das reine Spielvergnügen. „SwissRoul“ ist eine Rouletteinnovation mit 1.000facher Auszahlung, bei der sich der Bankvorteil für Pleinspieler von 2,70% auf ca. 1,70% reduziert und bei der das Roulettespiel durch das parallel laufende SwissRoul-Race noch spannender wird.
Dass er damit den Nagel auf den Kopf getroffen hatte, zeigte sich bei der Eröffnung des Spiels. Fast zögerlich wurden die ersten Einsätze getätigt, Minimum zwei Franken, und die Croupiers zum Ablauf des Spieles mit Fragen überhäuft. Die Croupiers erklärten den Gästen, an Hand von Demonstrationen die einfache Funktion des Spiels.
Beim Swiss Roulette besteht der Kessel aus 38 Fächern (Zero, Doppelzero und 36 Zahlen von 1 bis 36). Doppelzero befindet sich im Kessel zwischen den Zahlen 5 und 10. Als zusätzliche Chance kann eine Viertelchance (1 bis 9, 10 bis 18, 19 bis 27, 28 bis 36) gesetzt werden, die im Verhältnis 3:1 bezahlt wird. Bei Zero und Doppelzero verlieren die Viertelchancen.
Bei jedem Pleingewinn wird neben der 35fachen Auszahlung zusätzlich ein SwissRoul-Race-Jeton in Höhe des Pleineinsatzes ausbezahlt, der zur Teilnahme am Bonusspiel SwissRoul-Race berechtigt. Bei diesem Zusatz kann mit Pleingewinn das 1000fache des ursprünglichen Einsatzes gewonnen werden. Nicht zu Unrecht gilt Roulette als das wohl fairste und spannendste Glücksspiel.
Das Bonusspiel SwissRoul-Race besteht aus vier nacheinander zu überwindenden Stufen. In den ersten beiden Stufen geht es darum, die nächste Gewinnebene zu erreichen (Rot oder Schwarz, danach in die zweite Stufe der Viertelchance) in den darauf folgenden beiden Stufen kommt es zu einer zusätzlichen Gewinnauszahlung. Sie beträgt im Gewinnfall in der 3. Stufe 100 : 1 (Transversale Plein) in der vierten und letzten Stufe 1.000 : 1 (Pleingewinn, sobald die 0 oder 00 fällt). Der SwissRoul-Race-Jeton muss unmittelbar nach der Auszahlung für das nächste Spiel eingesetzt werden und startet in der ersten Stufe. Einsätze im Bonusspiel werden grundsätzlich vom Gast annonciert und vom Croupier platziert. Der SwissRoul-Race-Jeton kann in kleinere Werte gesplittet werden.

Sah man am Anfang noch das Übliche des Roulettespiels, setzen von Cheval, Carre oder andere Setzmöglichkeiten, die angeboten werden, so nahmen die Pleinsätze schnell überhand. Die Gäste sahen ihre zusätzlichen Jetonstücke auf der Rakete (wie sie schnell liebevoll genannt wurde) platziert und begriffen, je mehr Stücke auf Pleins gewonnen wurden, umso mehr Stücke nahmen an dem SwissRoul-Race-Spiel teil.

Schon bald gewannen die ersten Spieler das 100fache ihres Einsatzes, der bei 200 Franken bis hin zu 1000 Franken lag. Es dauerte nicht lange, dann türmten sich die Jetons auf den Pleinzahlen, so dass ein Meer von verschiedenen Farbjetons, die von den Spielern genutzt wurden, das Roulettefeld überdeckte. Farbjetons gab es keine mehr, da alle vergeben waren, somit setzten die Spieler ihre neutralen Stücke mit auf die Zahlen.
„Bitte nun nicht mehr husten“, meinte scherzhaft ein Croupier, „denn sonst stürzen die Berge der Jetons zusammen und wir müssen sie aller erst wieder sortieren.“ Alle Zahlen des Tableaus waren voll bespielt. Wirklich alle?
Der Croupier warf die Roulettekugel an und die Spieler schauten mit prüfenden Blicken ihre Zahlen an, ob sie nichts vergessen hatten. Dann die Ansage als die Kugel fiel: „Eins, rot, ungerade!“ Alles starrte auf die Eins, die umgeben war von Bergen aus Jetons, nur auf ihr befand sich kein Stück. Alle Zahlen des Feldes waren bespielt – nur niemand setzte die Eins. Fast zögerlich, da er es selber nicht fassen konnte einen solchen Schuss gemacht zu haben, strich der Croupiers die verlorenen Jetons ein und meinte dazu: „Die hätten lieber alle auf der Eins sein sollen.“

Das war schnell wieder vergessen und die Gäste freuten sich über ihre Möglichkeiten, immer wieder die Chance bei einem Gewinn an der „Rakete“ mit zu machen. „Zündet sie endlich mal“, meinte einer der Gäste, „wir wollen die 100.000er gewinnen.“
Fast unbemerkt spielte ein Gast mit 100er Frankenstücke und als er plötzlich im Gewinnbereich des 100fachen kam und 10.000 Franken gewann, drängte sich alles um den Tisch. Es war soweit: Ein 100erter hatte das letzte Feld erreicht und nicht wie sonst die kleinen Stücke Fünfer und Zweier.

Gebannt starte alles auf die sirrende Roulettekugel, die beinahe endlos ihre Runde im Roulettekessel drehte. Fiel sie in das richtige Zahlenfeld, wäre der Gewinner, ohne einen Franken Mehreinsatz, um 100.000 Franken reicher. Fast, als ob sie zögern wollte in eine Zahl zu fallen, wurde sie langsamer und langsamer, vorbei an der Doppelzero, wieder vorbei an der Zero. Die Spannung stieg ins Unermessliche. Dann fiel sie in das Fach um die 12 und die Teflonkugel hüpfte munter auf die Zero zu. „Mein Gott“, murmelte eine Spielerin, „die geht in die Zero rein.“ Dann fiel sie. Totenstille am Tisch. Still, als ob sie dahin gehörte, lag sie in der Zahl 26 – Millimeter weg von der Zero. „Verdammt, ich hätte euch so gerne das Geld weggenommen“, sagte der Gast, und fügte sofort hinzu, „ich wusste gar nicht, wie spannend Roulette sein kann. Und seid sicher: ich bin der Erste, der die „Rakete“ zündet und den Ihr auszahlt.“

Bis in die Morgenstunden war das Roulette umlagert und ab und an waren Freuderufe bei einer zusätzlichen Gewinnauszahlung zu hören.

Hier wurde ein Spiel vorgestellt, das mehr ist als ein Roulettespiel. Die Gäste unterhielten sich am Tisch, gaben sich gegenseitig Tipps, wie sie besser ihre Einsätze setzen könnten, um mehr zu gewinnen. Wildfremde Menschen sprachen nun miteinander und das Spiel lebte. Zusätzlich sind die Gewinnchancen erhöht, trotz der Doppel Zero, und der Kontakt für Gäste und Croupiers intensiver und persönlicher. Das Swiss Roulette verbindet dadurch Spieler und Angestellte intensiver durch den zusätzlichen Kontakt des Sonderspiels. Damit wurde eines geschaffen: Persönliche Nähe zum Angestellten sowie den direkten Kontakt zum Spieler. Und das in einer Form vereint, die jede Spielbank anstrebt: Spielspaß, Unterhaltung, Action und Kundennähe.

Diese „Rakete“ des Grand Casino Baden (CH), wird sicherlich ein Selbstläufer werden.

Swiss Roulette im Grand Casino Baden