Anwohner der geplatzten Kasino-Razzia verklagen die Polizei auf Schadenersatz

Die Polizei scheint in der Gemeinde Tao Poon, in der am Wochenende die Kasino Razzia zum Flopp wurde, nicht besonders beliebt zu sein. Mehrere Anwohner fordern jetzt Schadenersatz.

pp Bangkok. Wie bereits Anfang der Woche berichtet, hatte die Polizei am Wochenende vergeblich versucht, ein Kasino in Tao Poon zu stürmen. Anwohner hatten kurzerhand die Ein- und Ausgänge des berüchtigten Spielkasinos blockiert und so den Spielern und den Angestellten die Flucht ermöglicht.

Teilweise sind die Bewohner mit Gewalt gegen die Beamten vorgegangen und haben sie mit Knüppeln bedroht. Einige Anwohner sollen sogar kochendes Wasser über die Beamten gegossen haben. Bei der Stürmung des Kasinos hatten einige Beamte versucht, über die Dächer der umliegenden Häuser in das Kasino vorzudringen.

Dabei sollen sie nicht gerade zimperlich mit dem Eigentum der Anwohner umgegangen sein. Offenbar haben sie einigen Schaden angerichtet, denn fünf Hausbesitzer haben die Behörde bereits verklagt und fordern Schadenersatz.

Ein Hausbesitzer behauptet sogar, dass die Beamten bei der Stürmung seines Gebäudes den schweren Kompressor einer Klimaanlage aus seiner Verankerung gerissen hätten. Der Kompressor soll dann anschließen sogar noch in ein Nachbarhaus gestürzt sein.

Bisher hat die Behörde nicht auf die Zahlungsaufforderung der Anwohner reagiert sondern nur mitgeteilt, dass man sich die angeblich entstandenen Schäden ansehen werde und erst dann über eine etwaige Zahlung verhandeln wird.

Nach wie vor versuchen die Beamten genügend Beweise für eine Verhaftung des Gebäudebesitzers, in dem sich das Kasino befand, zusammen zu tragen.

Der Mann ist den Behörden schon länger bekannt und ein Dorn im Auge. Bereits 2011 hatte das Amt für Anti-Geldwäsche nach einer Razzia in dem Kasino das Vermögen des Inhabers eingefroren. Offenbar lässt sich aber mit illegalem Glücksspiel soviel Geld verdienen, dass sich der Eigentümer davon nicht abschrecken lies und das Kasino erneut öffnete.

Die Beamten sind jetzt nach ihrer Pleite bei der Razzia dabei, die Aufnahmen der Sicherheitskameras zu überprüfen. Sie hoffen, dass sie so die Personen identifizieren können, die durch ihre massive Abwehr die ganze Razzia zum scheitern brachten.

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