Spielbank Wiesbaden: Wie „an jedem verdammten Sonntag“

Zwar ging es am gestrigen Sonntag, dem 9. Januar, in der Wiesbadener Pokerarena nicht um Football, wie im gleichnamigen US-Klassiker mit Al Pacino, sondern um Poker, also um das beliebteste Kartenspiel der Welt. Ist aber manchmal genau so hart wie Football. Das dachte sich gestern auch Albert Ushky, einer der Wiesbadener Stammgäste, als er sich tapfer bis unter die besten zwanzig geschlagen hatte, dann aber unglücklich seinen Platz frei machen musste.

Noch schlimmer erwischte es Marion De Bruin, die schon seit 35 Jahren in Spanien lebt und jedes Jahr im Januar für einen Monat wieder in die Heimat zurück kehrt, um einerseits ihre Mutter zu besuchen, andererseits aber auch das eine oder andere Turnier im Wiesbadener Casino zu spielen. Sie schaffte es zwar gestern bis an den Final-Table, erreichte dort aber nur den unglücklichen Platz des Bubble-Girls.

D. Pereira (4) – No Name (3) – P. Lurk (1) – Gerhard Olschewski (2)
D. Pereira (4) – No Name (3) – P. Lurk (1) – Gerhard Olschewski (2)
Für P. Lurk dagegen war es ein gesegneter Sonntag. Eigentlich hatte er für gestern gar nicht geplant, zu spielen. Aber sein Mitbewohner hatte sich für das € 75 Turnier angemeldet und war kurzfristig wegen Krankheit ausgefallen. P. Lurk überlegte nicht lange und übernahm dessen Turnierplatz. Mit unaufgeregtem aber kontinuierlichem Aufbau seines Stacks erreichte er kurz nach Mitternacht den Final-Tisch als massiver Chipleader. Als dort die Herren nach zähem Kampf und zwei Stunden später nur noch zu viert waren, schlugen die anderen Drei einen Deal nach Chip-Count vor, mit dem P. Lurk einverstanden war. Freudestrahlend nahm der die 1.400 Euro auch im Namen seines erkrankten Mitbewohners in Empfang und kündigte an, dass sie nach dessen Genesung zu zweit auflaufen würden.

So endete für den einen ein verdammter und für manch anderen ein gesegneter Sonntag in der Spielbank Wiesbaden. Am heutigen Montag sind wieder die Profis dran mit einem TH NL 100 Euro BuyIn, 2.000 Starting-Chips, 2 Rebuys (je 2.000 Chips), 1 Add-On (4.000 Chips). Auf www.spielbank-wiesbaden.de kann man die aktuelle Buchungslage verfolgen und, wenn’s eng wird, sich noch schnell per Bankkarte oder Kreditkarte einen Platz sichern – oder vor Ort im Casino, solange der Vorrat reicht.

Spielbank Wiesbaden – mehr Poker geht nicht in Rhein-Main!

Die Gewinner des Turniers vom Sonntag, dem 09.01.2011:

1. P. Lurk (D)1.400,- Deal
2. Gerhard Olschewski (D)780,- Deal
3. NN780,- Deal
4. D. Pereira (D)780,- Deal
5. Werner Diener (D)400,-
6. Bernd Kuhl (D)360,-

In der Poker-Hochburg Wiesbaden wird natürlich nicht nur im Klassischen Spiel begeistert gepokert, sondern auch im Automatenspiel: An den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel lief die Cash-Action bis kurz vor 4:00 Uhr morgens. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht derzeit bei 46.054,85 Euro.

Turniere im Klassischen Spiel: Im Wiesbadener Casino findet im Klassischen Spiel von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:

Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann über www.spielbank-wiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button links unten neben der Jackpot-Anzeige anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht, so auch gestern: An drei voll besetzten Tischen mit Blinds 2/4 (100) wurde bis in die frühen Morgenstunden begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, die aber erst ab einem Pot von 50 Euro eingehalten werden. Und natürlich gilt auch hier wie bei höheren Blinds: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

20:00 Uhr Turnierbeginn
€ 75 Texas Hold’em No-Limit, Freeze-Out
60 Turnierspieler
6 Turniertische
4.500 Preisgeldpool
3 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 2/4 (100)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiter: Demir Halilovic

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 & höher: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100er Pot + „no flop, no drop“