Spielbank Wiesbaden informiert: Lena, Klitschko, Formel 1, volles Turnier und fünf Poker-Cash-Tables.

Die Wiesbadener Pokerarena war am gestrigen Sonntag, dem 30. Mai wieder ein einziger summender Bienenstock: Einhundertundzwanzig (!) Pokerbegeisterte waren fasziniert von der Atmosphäre im großen klassizistischen Spielsaal und dem dichten Gedränge auch an den Roulette- und Black Jack-Tischen. Wer es dort etwas weniger turbulent haben wollte, zog sich an eine der zwanzig TouchBet-Roulette-Stationen zurück.

Für den deutlich erhöhten Lautstärke-Pegel im Pokerbereich gab es gleich mehrere Gründe: Neben dem mit 60 Teilnehmern – wie fast immer – ausverkauften Turnier tummelten sich im Laufe des Abends weitere fast 60 „Cashgamer“. Und allen mangelte es nicht an passenden Gesprächsthemen: Ob es das tagesaktuelle Formel 1 Rennen in der Türkei mit dem umstrittenen Überholmanöver innerhalb des Redbull-Teams war oder der glorreiche Sieg von Lena in Oslo oder Witali Klitschkos grandioser Triumph auf Schalke – es gab genug Gesprächsstoff für jeden.

Erst zum Ende des Turniers sorgten dann auch wieder die gefallenen Hände für reichlich Diskussionsstoff unter den Spielern und ihren mitgereisten Fans. Daniel Rink callte am Final-Table mit Pocket 3ern das All-In seines Gegners, der Pocket B hielt. Noch vor dem Flop entschuldigte sich ein dritter Spieler: „Sorry, aber ich habe die anderen beiden 3er gepasst.“ Na, da war dann was los! Doch mit dem K-5-7-6-4-Board verwandelte sich die bereits verloren geglaubte 3er-Hand sprichwörtlich auf dem letzten Drücker – pardon: River – in eine Strasse und Pocket B war mit seinen Chips auch seinen Platz los.

Nur wenige Spiele später schob Björn Blossey mit D-10 seinen kompletten Stack gegen A-6 von Daniel Rink in die Mitte. Was jetzt folgte, war ein wahres Wechselbad der Gefühle: Auf dem Flop 6-3-10, damit lag Björn mit einem Paar 10er in Führung! Auf dem Turn eine 6 und Daniel zieht mit dem 6er-Drilling vorbei. Die 10 auf dem River aber bringt Björn das Fullhouse und kostet Daniel den Großteil seiner Chips. Den Rest verliert er dann bereits im nächsten Spiel mit einer eher unspektakulären Hand – so die Meinung des Publikums – und kann damit als Drittplatzierter wenige Minuten später Jendrik Faulhaber zu Platz zwei und Björn Blossey zum Turniersieg beglückwünschen. Die Uhr ging mittlerweile auf halb zwei und an fünf Cashtables wurde noch bis in die frühen Morgenstunden begeistert weitergepokert.

1. Björn Blossey (D)1.570,-
2. Jendrik Faulhaber (D)990,-
3. Daniel Rink (D)680,-
4. Changer500,-
5. Dieter Krickhahn (D)400,-
6. NN360,-
Daniel Rink (3), Björn Blossey (1) und Jendrik Faulhauber (2) – irgendetwas scheint mit dem Treppchen nicht zu stimmen!
Daniel Rink (3), Björn Blossey (1) und Jendrik Faulhauber (2) – irgendetwas scheint mit dem Treppchen nicht zu stimmen!
In der Poker-Hochburg Wiesbaden wird natürlich nicht nur im Klassischen Spiel begeistert gepokert, sondern auch im Automatenspiel: An den beiden PokerPro-Tischen im Automatenspiel war die beliebte Twin-Win-Turnierserie auch gestern wieder der Renner und jede Menge Cash-Action ging bis kurz vor vier Uhr morgens über die Bühne.

Turniere im Klassischen Spiel: Im Wiesbadener Casino findet im Klassischen Spiel von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes 6-Tische-Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:

Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann entweder über www.spielbankwiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button rechts über dem Roulettekessel anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht“, wobei an den Turniertagen vier bis fünf Cash-Tables mittlerweile Standard sind, so auch gestern: An fünf voll besetzten Tischen mit Blinds 2/4 (100) wurde bis ca. 3:30 Uhr in der Früh begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, zwei bis drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht bei 25.403,16 Euro.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, aber erst ab einem Pot von 50 Euro. Natürlich gilt auch hier: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

75er Texas Hold’em, No-Limit Freeze-Out
60 Teilnehmer
6 Turniertische
4.500 Preisgeldpool
5 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 2/4 (100)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiter: Andreas Richter

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 & höher: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100erPot + „no flop, no drop“