Casino Wiesbaden informiert: Beim gestrigen 300,- NLH Montags-Pro-Turnier hielt sich nicht nur die Sonne bedeckt / Die Stunde des Gerd Wandel

Es sah mal wieder alles nach einer Familienfeier aus. Freundliche Begrüßung beim Check-In, schließlich kennen sich die meisten schon lange. Die Lokalmatadoren sparten vor dem Start nicht mit kernigen Sprüchen, weniger etablierte Turnierteilnehmer hielten sich lieber erst mal etwas zurück. Montags ist eben alles etwas anders.

Zur Umverteilung von 16.500,- Euro Startgeld waren 55 Teilnehmer angetreten. 275.000 Chips, zunächst gleichmäßig in Stacks zu 5.000 aufgebaut, warteten auf Action. Die ließ nicht lange auf sich warten. Hier und da ein Schlagabtausch in der Anfangsphase des Turniers ließ die Vorsichtigen noch zurückhaltender werden. Die Maniacs wurden erst ruhiger, nachdem sie ein paar Federn gelassen hatten. Danach hielten sich alle bedeckt, es wurde „anständig“ Poker gespielt. Einsätze, die erkennbar auf den Pot-Odds basierten, wenig Tells, kein Buddy Poker, kein Coffeehousing – zumindest nicht bis zum Hand for Hand. Da war „die 1. Liga“ fast wieder unter sich, lebte förmlich auf und jeder versuchte den Anderen ins Spiel zu locken, vorzugsweise wenn er selbst nicht mehr in der Hand war. Mit A-K wurde zur Geisterstunde der 11. Platz belegt. Irgendwann spielt diese Hand wohl niemand mehr.

Eine gute Stunde war am Final-Table bereits gespielt. Zwei Finalisten hatten den Tisch bereits verlassen müssen, bis dahin das normale Programm. Dann kam die Stunde des Gerd Wandel. Der Wiesbadener Altmeister saß da schon ziemlich abgespielt mit nur noch wenig Chips, als er mit ansehen musste, wie der Chipleaders mit 5-7 suitet einen Weggefährten von GW mit A-10 eliminierte. Mit einem „Klassenziel erreicht, länger im Turnier wie Du“, nahm Gerd Wandel Fahrt auf. Im nächsten Spiel doppelte er mit 7-7 gegen 9-9 seinen Stack mit einem Set auf dem River auf. Zwei Spiele später, GW hielt J-J. Sein Gegner ging mit A-6 All-In, traf im Flop ein As – GW bastelte auf den River erneut ein Set. Der nächste Coup gelang ihm mit K-J gegen B-D. Wieder gewann Lucky Gerd mit dem River, diesmal 19.500 Chips dazu. Stabil bestückt, bot GW gegen 02:00 Uhr seinen drei letzten Gegnern einen Deal an – die lehnten ab…. Als Gerd Wandel, Michael Huettl und der spätere Turniersieger nur noch zu dritt nach einer kurzen Pause wieder Platz nahmen, lohnte sich das spieltechnisch für Michael Huettl nicht. Er musste sich nach einem souverän gespielten Turnier kurz darauf mit dem dritten Platz zufrieden geben. Nach wenigen Spielen im Heads-Up holte der Altmeister zu seinem letzten Schlag aus: Er bot aus der Position des Zweitplatzierten erneut einen Deal an. Der Chipleader nahm das Angebot jetzt an und musste nur noch das formelle Spiel um den ersten Platz gewinnen. Super Poker.

Die Gewinner:

1. NN5.120,-
2. Gerd Wandel3.040,-
3. Michael Hüttl2.080,-
4. NN1.440,-
5. Weidong Wu1.120,-
6. J. Spindler960,-
7. Gazmen Bobaj800,-
8. NN640,-
9. NN480,-
10. NN320,-
Michael Hüttl (3) und Gerd Wandel (2)
Michael Hüttl (3) und Gerd Wandel (2)
Turniere: Im Wiesbadener Casino findet von Sonntag bis Donnerstag täglich ein abgeschlossenes Turnier mit in der Regel maximal 60 Teilnehmern statt:
Wer dabei sein möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden und das geht so: Jedes der wöchentlich fünf Turniere kann entweder über www.spielbankwiesbaden.de von zu Hause aus gebucht werden: Einfach auf der Startseite der Homepage den Button rechts über dem Roulettekessel anklicken, gewünschte(s) Turnier(e) auswählen und das Buy-In per Kreditkarte oder Giro-Pay bezahlen. Oder aber – sofern nicht ausgebucht – bis spätestens 20.00 Uhr des jeweiligen Turniertages direkt in der Spielbank. Mit beiden Anmeldeverfahren kann man sich, wenn gewünscht, auch schon Monate im Voraus einen Turnierplatz sichern. Kommt was dazwischen – auch kein Problem: Dann wird halt umgebucht – nur rechtzeitig Bescheid geben.

Cashgame: Im Klassischen Spiel wird in Wiesbaden an allen sieben Tagen der Woche „gecasht“, wobei an den Turniertagen vier bis fünf Cash-Tables mittlerweile Standard sind, so auch gestern: An drei voll besetzten Tischen mit Blinds 5/10 (250) und 10/10 (500) wurde bis ca. 3:30 Uhr in der Früh begeistert gepokert. Aber auch an den beiden turnierfreien Tagen Freitag und Samstag wird das Cashgame immer stärker, zwei bis drei Tische sind auch hier mittlerweile die Regel. Dazu kommen noch zwei PokerPro-Tische im Automatenspiel mit Blinds 1/2 und 2/4. Der Bad-Beat-Jackpot der beiden PokerPro-Tische steht bei 18.696,- Euro.

Beim Cashgame im Klassischen Spiel wird (außer am Profi-Montag) in der Regel mit Blinds 2/4 gepokert, mit einem Minimum Buy-In von 100 Euro und nur 2 Euro Taxe pro Pot, aber erst ab einem Pot von 50 Euro. Natürlich gilt auch hier: „No flop, no drop“. Günstiger geht’s nicht!

Die Pokernacht in Zahlen:

6 Turniertische
300er Texas Hold’em, No-Limit
Freeze-Out
55 Teilnehmer
16.500,-* Preisgeldpool (* Hiervon fließen 3% in die Over-All-Wertung des Quartals)
2 Cash-Tables im Klassischen Spiel mit Blinds 5/10 (250) und 10/10 (500)
2 Cash-Tables (PokerPro) im Automatenspiel (Blinds 1/2 und 2/4)
Turnierleiter: Kristin Molnár

Das, was beim Pokern in Wiesbaden immer gilt:

Keine Entry-Fee bei allen Turnieren, 100%ige Ausschüttung aller Buy-Ins !!!
Start der Turniere: Check-In: 19:30 Uhr, Start: 20:00 Uhr
Start der Cash-Games:
im Klassischen Spiel ab 17:00 Uhr, Fr + Sa ab 19:30 Uhr
im Automatenspiel täglich ab 12:00 Uhr
Die Blinds: 1/2 (nur PokerPro), 2/4, 5/10 und höher
Günstigste Taxe bei allen CashGames im Klassischen Spiel:
Blinds 2/4: Nur 2,- pro Pot, aber erst ab 50erPot + „no flop, no drop“
Blinds 5/10 + +: Nur 5,- pro Pot, aber erst ab 100erPot + „no flop, no drop“