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Stadtcasino Baden Gruppe strebt drei Casino-Konzessionen an

Die Stadtcasino Baden Gruppe legt ihre Karten auf den Tisch: Bei der bevorstehenden Neukonzessionierungsrunde für die Schweizer Casinos wird die Casinogruppe aus Baden drei Gesuche einreichen und strebt zusätzlich zum Grand Casino Baden auch Konzessionen für Locarno und Solothurn an.

«Wir beweisen in Baden seit 20 Jahren, dass wir ein Spielcasino erfolgreich betreiben können», sagt Jürg Altorfer, Verwaltungsratspräsident der Stadtcasino Baden Gruppe. «Und wir sind der Überzeugung, dass wir mit unserem Casino-Konzept auch andernorts in der Lage sind, einen Mehrwert für die gesamte Region zu schaffen». Zentral sei dabei der «House of Entertainment»-Ansatz. «Wir verstehen das klassische Casino-Geschäft als Kerngeschäft, um das herum wir weitere attraktive Angebote gruppieren.» In Baden sind das beispielsweise die Gastronomie oder der «Club Joy», in dem Konzerte, Comedy- und Club-Abende oder auch Lesungen stattfinden können.

Lokale Einbettung als Stärke

«Unser Konzept ist es, uns an jedem Standort optimal in die lokalen wirtschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten einzugliedern.» Dass dies gelingt, belegt eine Studie zum Stammhaus in Baden, die zum Schluss kommt, dass das Grand Casino Baden eine jährliche Wertschöpfung von knapp 100 Millionen Franken erzielt. Mit rund 250’000 Franken jährlich unterstützt es auch lokale kulturelle Institutionen oder Sportvereine.

Vergleichbare Ausgangslagen an den neuen Standorten

Dieses Konzept will die Stadtcasino Baden Gruppe auch an den geplanten neuen Standorten Solothurn und Locarno umsetzen, die gut zur Gruppenstrategie passen, wie Altorfer findet. «Baden hat 17’000 Einwohnerinnen und Einwohner und liegt im Zentrum einer prosperierenden Wirtschaftsregion. Solothurn hat eine gleich grosse Einwohnerschaft und bildet genauso ein regionales Zentrum. Locarno zählt 15’000 Einwohner und ist praktisch verwachsen mit den wirtschaftlich ebenso starken Nachbargemeinden und der gesamten Region Sopraceneri. Alle drei Standorte haben eine touristische und kulturelle Tradition, in die wir uns einfügen und mit unseren Partnern weiterentwickeln wollen.»

Solothurn: Casino-Standort mit Potential

Während Baden und Locarno bereits heute Casino-Standorte sind, betritt die Stadtcasino Baden AG in Solothurn Neuland. «Wer sich die Karte und die Verteilung der Schweizer Casinos an-schaut, dem bleibt nicht verborgen, dass in der Region zwischen Basel, Bern, Baden und Luzern ein Markt und damit die wirtschaftliche Basis für ein Casino besteht», sagt Altorfer. Entsprechend habe die Gruppe bei den Stadtbehörden vorsondiert und sich der Unterstützung durch die Stadt Solothurn versichert.

«Wir sind seit einigen Wochen im Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadtcasino Baden Gruppe», bestätigt Stadtpräsidentin Stefanie Ingold. Für sie ist es entscheidend, dass mit einem Casino in Solothurn auch weitere Ziele der Stadtentwicklung aufgegriffen werden können. «Wir haben bei den Verantwortlichen der Stadtcasino Gruppe deponiert, dass wir beispielsweise an einer Kombination mit einem Hotelbetrieb sehr interessiert sind. Das haben die Badener sofort aufgenommen.» Altorfer bestätigt entsprechende Überlegungen, wenngleich ein konkreter Standort in Solothurn noch nicht gefunden ist: «Wir haben uns mit den Stadtverantwortlichen über verschiedene Ideen in Bezug auf einen Standort ausgetauscht und sind auch bereits in Gesprä-chen. Entschieden ist allerdings noch nichts.»

Locarno: Neues Casino am bestehenden Standort

In Locarno ist der Standort bereits fixiert. Die Stadtcasino Baden Gruppe möchte ihr Casino dort im bereits bestehenden Casino im Kursaal betreiben. Sie hat dazu mit der Vermieterin, der Kursaal Locarno SA, einen Mietvertrag ab dem Jahr 2025 abgeschlossen. «Wir wurden von der Kursaal Locarno SA kontaktiert und angefragt, ob wir interessiert wären, den Casinobetrieb im Kursaal ab 2025 weiterzuführen», sagt Altorfer.

Auch in Locarno sind die Bande zwischen der Stadtcasino Baden Gruppe und den politischen Verantwortlichen eng. Der Locarner Stadtpräsident Alain Scherrer, gleichzeitig Vize-Verwaltungsrats-präsident der Kursaal Locarno SA: «Ich war sehr positiv beeindruckt von der Her-angehensweise der Stadtcasino Baden Gruppe, die schon bei den ersten Treffen mit uns ein grosses Interesse an der Region Locarno gezeigt hat. Ein Interesse, das sich nicht auf eine reine Geschäftslogik beschränkt, sondern auch eine optimale lokale Integration anstrebt. Ich glaube, dass dieser Ansatz von grundlegender Bedeutung für eine langfristige, solide Beziehung ist, die beiden Partnern Vorteile bringt.»

Baden: Das Stammhaus stärken

Zentral bleibt für die Stadtcasino Baden Gruppe das heutige Stammhaus in Baden. Jürg Altorfer hat die Pläne für die erneute Konzessionsbewerbung vor kurzem dem Stadtrat von Baden präsentiert. Das Grand Casino Baden soll weiterhin als «House of Entertainment» geführt werden, im Hinblick auf die Neukonzessionierung wird aber auch in Baden über Neuerungen und Weiterent-wicklungen nachgedacht. Ein grosses Thema sind dabei insbesondere die Schnittstellen zwischen dem Online Casino jackpots.ch und den Angeboten im klassischen Spielsaal.