EPT Kopenhagen: Speer haarscharf im Geld – ISA-GUIDE.de

EPT Kopenhagen: Speer haarscharf im Geld

Tag zwei bei der EPT Scandinavian Open im SAS Radisson Hotel und Casino in Kopenhagen entwickelte sich unerwartet zu einem echten Nervenkrieg. Zwar hatte alle Experten darauf gesetzt, dass es ein vergleichsweise kurzer Turniertag werden könnte, denn das Regelement sah vor, dass lediglich bis zu den 40 Geldrängen heruntergespielt werden sollte. Alternativ standen für die 170 verbliebenen Teilnehmer erneut acht volle Level auf dem Programm. Gerade mal zwei Minuten vor Torschluss, im 16. und definitiv letzten Level des Tages (Blinds 2000/4000, Ante 400), griff Turnierleiter Thomas Kremser zum Mikrofon und schilderte die letzten beiden All-in Hände für die zahlreichen Railbirds live.

Das harte Los des Bubble-Boys traf Claus Tversted aus Dänemark. Der letzte verbliebene Deutsche Haward Speer (Foto links) hatte jede Menge Dusel, als er in jener letzten Hand mit [Ace of spades] [King of clubs] All-in ging und prompt von Trond Erik Eidsvig gecallt wurde, der [Queen of hearts] [Jack of hearts] hielt. Im Flop erschien [Eight of hearts] [Five of diamonds] [Eight of clubs] . Der Turn war [Five of hearts] und am River erschien [Queen of spades] . Speer verlor also diese Hand, sein Dusel bestand darin, dass er dennoch gerade noch als 40. im Geld (Preis: knapp €8.500) landete, weil Tversted zur gleichen Zeit seine Hand mit weniger verbliebenen Chips aus dem Turnier flog.

Zuvor hatte sich das ungewöhnlich intensive Favoritensterben in Kopenhagen ungebrochen fortgesetzt. Markus Golser, Noah Boeken oder auch EPT Dortmund-Gewinner Mike Timex McDonald hatten im Verlauf des Tages trotz sehr guter Ausgangspositionen ihre Plätze räumen müssen.

Das verbliebene Feld rekrutiert sich zu gut und gerne 75 Prozent aus skandinavischen Teilnehmern. Insofern können sich Spieler wie der Holländer Rolf Slotboom, der Russe Alexander Kravchenko, der Kanadier Tommy Pavlicek und der Italiener Luca Pagano (Team PokerStars Pro/Foto links) selbst auf die Schultern klopfen. Sie alle haben den Nervenkrieg überlebt und sind morgen im Feld der 39 verbliebenen Starter, die den Rest der Beute unter sich verteilen. Dem Erstplatzierten winken immerhin knapp €835.000.

Das Turnier wird heute um 14 Uhr mit dem 17. Blindlevel (2.500/5.000, Ante 500) fortgesetzt. Der Average liegt derzeit bei 118.000.
Für alle Pokerfreunde nochmal der Hinweis: Unter Eptlive.com wird die Action live und in Farbe wie gewohnt direkt übertragen.