Las Vegas Reisebericht 2013: Teil 7a & 7b – Messe G2E

Stefan Kruse
Freier Spieleentwickler
E-Mail: mail@stefan-kruse.eu


Die G2E nennt sich größte Glücksspielmesse der Welt und findet mitten im Hotel Venetian statt. Dort gibt es einen eigenen Abschnitt für Messen, Sands Expo genannt. Ich kann aber nicht sagen, ob die Messe jedes Frühjahr in London nicht gleich groß ist. Für mich war es der Grund, dieses Jahr nach Las Vegas zu fliegen, und ich war zwei Tage auf dem Messegelände. Die Eintrittspreise waren gesalzen. 225 Dollar in der Vorverkaufsphase, und 299 Dollar ab 1. August. Wahrscheinlich wollte man Spieler aus den umliegenden Casinos fernhalten, die Messe zu besuchen.

In mehreren Teilen werde ich für Euch einen Messerundgang machen und viele Trends vorstellen. In die Spielsysteme einzelner Spiele werden ich dabei nur selten einsteigen, dies würde den Umfang dieser Dokumentation sprengen.

Alle großen und kleinen US-Firmen waren mit eigenen, teils riesigen Ständen vertreten.

Aber auch einige europäische Firmen haben den Fuß im größten Glücksspielmarkt der Welt in der Tür, und nutzen auch das Tor zu den Märkten in Südamerika: Merkur Gaming und Novomatic.

Gefreut habe ich mich über den gleichen liebevollen Service wie in unseren Spielotheken. Es gab immer wieder Snacks, wenn man an einem Gerät verweilte.

Bei Novomatic gab es wieder die leckeren Mozartkugeln, was eine Unterzuckerung während des Messerundgangs wirksam verhinderte. Zudem Gelegenheit, mal ein deutsches Wort mit den hübschen Hostessen zu wechseln.

Eine interessante Spielidee von Novomatic, ganz ohne Walzen und Gewinnsymbole.

Ein wenig Nostalgie

Nun eine endlose und wenig geordnete Folge von Bildern, die ich geknipst habe. Den speziellen Trend „Themengeräte“ werde ich mich später widmen:

Sogar Uraltspiele wie Cleopatra werden in neuen Gehäusen angeboten.

Strahlend grelle LED machen mir Kopfschmerzen, und meiner Kamera Probleme.

Das angeblich originale Batman-Mobil.

Geräte mit drei Monitoren waren im Trend.

Auch abseits der Automaten gab es viel Nettes anzusehen.

Australien war mit Aristocrat und Ainsworth stark vertreten.

In US Casinos sind Walzengeräte noch stark vertreten (ca. 50%). Neueste Maschinen kombinieren Video und Walzen.

Teils monströse Anlagen waren zu sehen. Im Innern des Glaskastens rotiert ein riesiges Glücksrad. Eine bowlingballgrosse Kugel lost das Ergebnis aus. Für deutsche Spielhallen eher nicht geeignet.

Animationen über zwei Monitore hinweg waren häufig zu sehen.

Wenn man nicht schon auf durchgängige hohe Monitore setzte, was immer mehr Hersteller machten.

Ich mit den Mädels vom WMS Bierhaus, leider etwas unscharf.

…passend zum zweiten Bierhaus Slot, nun mit bis zu 200 möglichen Freegames.

Es gab auch vieles andere als Slotmachines zu sehen.

Stark vertreten waren Stände von Indianern, die in den Staaten viele Casinos betreiben, und auf der Messe für einen Besuch werben.

Das wär doch was für die Spielpause.

Zurück zu den Slots. Das wohl kleinste Gerät auf der Messe…

…und eins der größten.

Bequeme Stühle und breite Monitore.

Hohe Monitore setzen sich durch.

Auf dem Messegelände war eine Spezialmesse für Spielerbeköstigung. Man konnte reinsehen, dort gab es an jedem Stand leckere Häppchen zu probieren. Und ich hatte so einen Hunger. Und kam ohne Spezialausweis nicht rein. So mussten weiter Mozartkugeln gegessen oder bei Merkur gespielt werden.

Inspire ist der Betreiber der meisten britischen Aufstellungen. Es ist serverbasiertes Gaming, das Spielergebnis kommt also von einem zentralen Server. Dies nennt man auch VLT (Video Lotterie Terminal).

IGT ist neben Williams (WMS) der größte Hersteller.

Viele Spiele hatten so eine Art Pinball Spielelemente.

Trends

Trends der Messe war für mich interessante neue Hardware, Software und Themenslots. Bis auf letzteres soll es in diesem Artikel vorgestellt werden.

Hardware

Absolutes Highlight war für mich der 3D Monitor am Stand von GTech (früher Spielo). Ich kannte 3D bisher nur aus dem Kino. Trage ich die nötigen Brillen vor meiner Brille, wird mir nach kurzer Zeit schwindelig. 3D ohne Brille hat der Nintendo meines Sohnes, doch auf 2,5 Zoll hält sich der Aha-Effekt in Grenzen. Ganz anders bei „Sphinx 3D“. Der untere Monitor zeigt das Spiel ohne Brille tatsächlich dreidimensional. Das Spiel ist perfekt dafür ausgelegt. Alle Features, Gewinnanimationen und Bedienelemente sind darauf ausgerichtet.

Beispiel: In einem Feature werden auf die Walzen turmartig Wilds gepackt, und multiplizieren dann Gewinne mehrfach. Es sieht wirklich aus wie eine Walze mit hohen Turmaufsätzen, die sich frei im Raum vor dem Spieler dreht. Oder Animationssequenzen a’la Book of Ra wenn in die Pyramide zum Buch gefahren wird. Bei 3D Sphinx fliegt man wirklich räumlich in die Pyramide ein. Bei Gewinnanimationen fliegen einem die Münzen um die Ohren.

Der 3D Effekt kann mit einem Regler stufenlos vom Spieler gewählt werden. Man muss einigermaßen gerade vor dem Monitor sitzen, als Zuschauer sieht man nur ein Grafikdurcheinander.

Die vier Geräte waren von morgens bis abends dicht umlagert. Es war kaum ein Rankommen, und wenn, dann wurde man vom Messepersonal schnell wieder vertrieben, wenn geladene Gäste erschienen.

Für mich und ich glaube für alle Messebesucher ein Blick in die Zukunft und die große Sensation der G2E.

Folgende 2D Bilder können den 3D Effekt natürlich nicht wiedergeben.

Die Sphinx und der Punktegewinn fliegen einige Zentimeter vor den Walzen!

Interessanter Techniktrend waren für mich gebogene Monitore. Man fühlte sich im Spielersitz sichtlich wohl, weil der Abstand zu allen Bildelementen ähnlich war. Außerdem sieht es cool aus.

Software

Bei den Spielelementen setzten Riesenwalzen und Riesenfelder dieses Jahr den Trend, sie wurden bei vielen Spielen verwendet. Ein paar Beispiele. Meist werden sie als Feature für ein oder für einige Spiele vergrößert und bilden dann zusätzliche Gewinnlinien und Gewinnchancen.

Auch interessant waren Riesenfelder, also zusammenhängende Felder eines Symbols über 2×2, 3×3 oder 4×4 Felder. Man sieht sie im Walzenlauf bereits durchlaufen, sie versprechen hohe Gewinne. Eigentlich ähnlich wie gestackte Symbole, oder Surrounding Wilds, nur wesentlich eindrucksvoller visualisiert.

Das größte Riesenfeld mit 5×3 Symbolen. Alle Felder besetzt!

Hier finden Sie eine Übersicht aller bisher erschienen Teile dieser Artikelserie.

Hinweis: ISA-GUIDE veröffentlicht auf Ihrem Internet-Portal verschiedene Artikel, Analysen, Kolumnen, Reportagen, Publikationen, Urteile, Interviews und Nachrichten, die aus unterschiedlichen Quellen stammen. Verantwortlich für den Inhalt ist allein der Autor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sie stimmen mit der Nutzung der Kommentarfunktion zu, dass Sie diese nicht zur Veröffentlichung von bewusst falschen und/oder unzutreffenden, missbräuchlichen, vulgären, obszönen, sexuell orientierten oder auf andere Weise rechtsverletzenden Beiträgen nutzen. Sie stimmen weiterhin zu, diese Plattform nicht zum Zwecke der Werbung zu nutzen und keine fremden, urheberrechtlich geschützen, Inhalte zu veröffentlichen. Links/Verweise auf Seiten die in Deutschland nicht konzessioniertes Glücksspiel anbieten sind ebenfalls unzulässig. Die maximale Länge eines Kommentares liegt derzeit bei 500 Wörtern.
Werbung