WestSpiel informiert: Kölner Casino – Preisträger des Architektenwettbewerbs stehen fest

Die beiden Siegerentwürfe für das Kölner Casino. Das Konzept auf diesem Foto stammt von Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, der andere Entwurf ist von der AIP Planungs GmbH.
Die beiden Siegerentwürfe für das Kölner Casino. Das Konzept auf diesem Foto stammt von Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH, der andere Entwurf ist von der AIP Planungs GmbH.
Duisburg/Köln, 8. Dezember 2016. Die Planungen für das Kölner Spielcasino haben einen weiteren Meilenstein erreicht. Gestern Abend wählte eine Jury im Rahmen des Architektenwettbewerbs Entwürfe aus, nach denen das Gebäude am Ottoplatz in Köln-Deutz gebaut werden soll. Die eingereichten Arbeiten wurden anhand verschiedener Kriterien wie architektonische Qualität, Bau- und Unterhaltskosten sowie Funktionalität und Nachhaltigkeit beurteilt.

Das Preisgericht mit Teilnehmern aus Verwaltung, Politik, Vertretern aus Architektur- und Planungsbüros sowie dem Betreiber WestSpiel kürte die Konzepte von Allmann Sattler Wappner Architekten GmbH aus München und AIP Planungs GmbH aus Düsseldorf zu den Siegern. Den dritten Platz belegte die in Köln ansässige Gernot Schulz Architektur GmbH. Welcher Siegerentwurf letztendlich umgesetzt wird, entscheidet sich im nun anstehenden Verhandlungsverfahren.

„Wir bedanken uns für die eingereichten Arbeiten, die uns alle auf verschiedene Art und Weise begeistern konnten“, sagt WestSpiel-Geschäftsführer Steffen Stumpf. „Es wird sich in den kommenden Monaten zeigen, welcher Siegerentwurf tatsächlich gebaut wird. Gleichwohl steht bereits jetzt fest: Köln bekommt ein fulminantes Casino mit internationaler Strahlkraft.“ Franz-Josef Höing, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln, meint: „Profilierte Architektur für einen prominenten Standort: Beiden siegreichen Entwürfen gelingt auf ganz unterschiedliche Weise der Spagat, ein eigenständiges und selbstbewusstes Gebäude darzustellen, das sich zugleich durch Respekt gegenüber dem denkmalgeschützten Gebäude des Deutzer Bahnhofs auszeichnet. Das neue Haus wird dem Ottoplatz guttun und sein Gesicht prägen, ihm mit stimmigen Proportionen eine Fassung und neue Kontur geben.“

Das Modell von Allmann Sattler Wappner sieht ein formal gehaltenes Gebäude mit gleichzeitig paillettenartiger, fast sinnlich erscheinender Fassade vor. Das Gesicht des Casinos zum Ottoplatz hin wird durch einen großformatigen und zeichenhaften Ausschnitt in der Fassade geprägt, der prominent den Einblick auf das Innere des Gebäudes freigibt. AIP dagegen setzt in ihrem Konzept auf Sandstein-Optik und ein transparentes Foyer. Das Casino scheint durch die zurückspringende Zufahrtsebene über dem Sockelgeschoss, welches auch öffentliche Nutzungen zulässt, zu schweben.

Mit dem durch die Assmann-Gruppe gesteuerten Wettbewerbsverfahren ist das Casinoprojekt in eine wichtige Phase getreten. Mitte 2018 sollen bereits die Bauarbeiten beginnen. Mit der Eröffnung ist 2021 zu rechnen. Das Grundstück umfasst eine Fläche von rund 2.300 Quadratmetern. Neben Spielbank und Gastronomie entstehen bis zu 200 Parkplätze. Insgesamt beteiligten sich 18 Architekturbüros an dem Wettbewerb. Sämtliche Entwürfe werden vom 15. bis zum 29. Dezember 2016 im Kölner Stadthaus öffentlich ausgestellt.