Las Vegas Reisebericht Teil 7: Die letzten Tage und mein Fazit

Stefan Kruse
Freier Spieleentwickler
E-Mail: mail@stefan-kruse.eu


Der letzte ganze Tag

Über den 25. August kann ich nicht so strukturiert berichten, da ich von den vielen Eindrücken und dem Schlafentzug der Vortage in einen rauschähnlichen Zustand geriet, was meine Fähigkeit der Wiedergabe einzelner Ereignisse stark schmälert.

Zunächst frühstückten wir mal wieder ausgiebig. Was dabei um 9h in Vegas so auf den Teller kommt.

Wir zogen noch ein wenig durch die Casinos, und fuhren dann in ein Einkaufszentrum und Outlet-Meile zum Einkaufen.

Am Abend besuchten wir dann wohl die beste Show in Las Vegas: Ka. In einem einzig dafür gebauten riesigen Saal mitten im MGM Hotel sahen wir für $143 auf besten Plätzen eine unbeschreibliche Mischung aus Akrobatik und Musik. Die ganze Bühne war auf einer Hydraulik 360 Grad schwenkbar und wurde während der Show mal in die Schräge, mal in die Vertikale oder in Kreisen bewegt, während Dutzende von Künstlern Weltklasse Akrobatik zeigten. Wohlgemerkt: Ohne Netz und doppelten Boden auf beweglichem Untergrund teilweise in 30m Höhe. Dazu fantastische Licht- und Feuereffekte und bombastischer Sound. In jedem Sessel war ein eigenes Soundsystem eingebaut.

Danach stärkten wir uns typisch amerikanisch in einer Sportbar.

Rückreisetag

Vom Gewinn und dem restlichen Spielgeld leistete ich mir für $260 ein Upgrade auf „Economy Plus“ mit 15cm mehr Abstand zum nächsten Sitz, was bitter nötig war. Zudem gab es Metall- statt Plastikgeschirr, eine Zusatzscheibe Käse und einen Playboy zu lesen. Im neutralen Schutzumschlag. Prüderie und USA sind schon ein komisches Gemisch.

Die Stimmung war gedrückt, keiner wollte nach Hause. Letzte Versuche am 11 Millionen-Dollar-Slot sollten das Unvermeidliche vermeiden. Wie vereinbarten, wer gewinnt, zahlt den anderen die Penthouse-Suite im Bellagio und Business-Class-Rückflug. Eine Woche später. Leider gelang es nicht. Nicht mal eins der drei nötigen Symbole für die Million war auf den Rollen sichtbar.

Also hieß es die gute Laune zu konservieren. Wir saßen bis zum Aufbruch zum Flughafen auf gepackten Koffern.

Mein Fazit

Mein erstes Wort in Vegas war „geil“, und auch mein letztes. Ein Lebenstraum ging in Erfüllung, doch jetzt ging mir nur noch durch den Kopf „Wann geht’s wieder hin?“. Eine phantastisch kitschige, phänomenal verlogene, farbenprächtige laute, unglaublich heißblütige, sündig himmlische, sonderbar teure Stadt, nur dem Vergnügen gewidmet und hemmungslos unvernünftig. Wir waren eine klasse Truppe mit dem besten Reiseführer, den man sich wünschen kann. So dass man sich völlig fallen und der Stadt ergeben konnte. Es war unglaublich schwer, wieder in geregelte Leben zurückzufinden.

Euer Stefan Kruse

Hier finden Sie eine Übersicht aller bisher erschienen Teile unseres Las Vegas Reiseberichts.

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