Las Vegas Reisebericht Teil 5: Fremont Street und Reizüberflutung

Stefan Kruse
Freier Spieleentwickler
E-Mail: mail@stefan-kruse.eu


Fremont Str.

Mit der obligatorischen Strechlimo ging es einige Kilometer den Strip abwärts zur Fremont Str.

Die Straße gibt es bereits seit 1905, demselben Jahr, in dem die Stadt selbst gegründet wurde. Sie wurde benannt nach dem Entdecker und Politiker John Charles Fremont, der das Las Vegas Valley im Jahre 1844 auf einer Expedition durchquerte.

Lange Zeit war die Fremont Street das Zentrum der Vergnügungsindustrie in Las Vegas. Erst mit dem Bau der sogenannten „Megaresorts“ seit Beginn der Neunzigerjahre verlagerte sich das touristische Interesse hin zum Las Vegas Strip. Eine der vielen Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung angesichts der Abwanderung von Touristen zum Strip ist die 1995 fertiggestellte Attraktion Fremont Street Experience, ein gigantischer LED Bildschirm, der über mehr als 100 Meter die gesamte Straße kuppelförmig überspannt. Alle 30 Minuten läuft eine andere etwa 5 Min. lange Licht- und Lightshow, meist wie ein Musikvideo. Dafür wird die gesamte Werbe-Beleuchtung der angrenzenden Casinos abgeschaltet.

An der Fremont Str. liegen die ältesten Hotel-Casinos der Stadt wie das Golden Nugget, das Four Queens und das Binion’s.

Auch wenn alles hier “gemütlicher“ ist, die Räume flacher, die Ausstattung gediegen älter, unterscheidet sich die Auswahl der Automaten nicht von den großen Casinos.

Eine Million Dollar in bar. Leider nur zum Fotografieren.

Danach stärkten wir uns in einem der besten (und teuersten) Steakrestaurants der Stadt. Dummerweise war es in dem Lokal, in dem signierte Fotos allerlei Las-Vegas-Größen wie Sammy Davis Jr. und Dean Martin an der Wand hingen, übel heruntergekühlt, so dass wir allesamt in unseren luftigen Sachen beim Essen froren.

Anschließend begann die große Lightshow, und auch einige Elvisse waren wieder unterwegs.

Das traditionsreiche Casino „Four Queens“

Zurück zum Hotel wieder im „Dienstwagen“

Weit nach Mitternacht ab ins Bett, oder doch noch mal ins Casino?

Reizüberflutung

Ab dem dritten Tag spielte mein Körper mit mir Achterbahn. Nach Mitternacht todmüde ins Bett, das Herz schlug bis zum Kinn, an Schlafen war nicht zu denken. Um 2h dann eine Schlaftablette genommen, und tatsächlich eingeschlafen. Um 5h hellwach. Was macht man um 5h in Las Vegas? Alles! Die Stadt schläft nie. Erstmal aufgestanden, geduscht und das Reisetagebuch vom Vortag ins Netbook getippt. Um Viertel vor 6h angezogen und raus auf die Straße. Einige Kilometer zu Fuß nördlich den Strip entlang. Dabei trifft man Betrunkene, Spieler vom Vortag auf ihrem Weg zurück ins Hotel, und die Jogger. Zu keiner anderen Tageszeit kann man ernsthaft in Las Vegas joggen. Später ist es viel zu heiß und wegen der Touristen viel zu voll auf den Gehwegen.

Einige Schnappschüsse.

Das Bally‘s liegt recht weit abseits des Strip und muss seine Besucher mit einer Rolltreppe wie auf dem Flughafen anlocken. Gleichzeitig ist es der Zugang zur Monorail, neben Bussen dem einzigen öffentlichen Verkehrsmittel in Las Vegas. Mit einer Länge von nur 2,5km und einem Preis von $5 je Fahrt aber zu teuer.

Eins der alten, kleineren Casino-Hotels am Strip: Das Flamingo.

Natürlich musste ich mir auch dies Casino ansehen:

Ein klassisches Walzengerät ohne TFT und Features. Aber ehrlichen $10.000 für drei richtige Symbole:

Weiter zum Harrah’s, mit 2500 Zimmern ein mittelgroßes Hotel. Jedes Haus bietet Shows vom frühen Nachmittag bis spät in den Abend, so dass man eine Las Vegas Woche auch komplett im weichen Sessel verbringen kann.

Gegen das gewaltige Venetian, einem der größten Hotels der Welt, wirkt das alte „Casino Royale“ regelrecht mickrig. Obwohl es grösser ist als jede deutsche Spielstätte.

Zurück auf der anderen Straßenseite. Es geht vorbei an den ersten Gebäuden des gewaltigen Caesar’s Palace. Hier die angeschlossene Shopping-Mall. Habe ich schon erzählt, dass unser Hotel Planet Hollywood 170 Geschäfte beherbergt? Im Caesar’s Palace dürften es noch viel mehr sein.

„Kleinere“ Wasserspiele locken den Besucher an.

Echter Marmor und Blattgold. Sagt der Hotelprospekt.

Die Hotellobby

Erstaunlich weit braucht man zu den ersten Automaten.

Zwischendurch möchte ich wieder ein Spiel vorstellen, das mir gefallen hat: Brazilian Beauty. Zwei Videos von Featureserien beginnen mit dem Einlauf von drei Featuresymbolen. Netterweise starten die Walzen ohne Featuresymbol einmal effektvoll nach, um doch noch das vierter oder gar fünfte Symbol zu gewinnen. Dafür gibt es 10, 15 oder 20 Freegames. In den Freegames wird der 3x Joker häufiger gegeben und die Frauensymbole füllen einen Zähler. Bei jeder geraden Zahl wird ein steigender Preis gezahlt. Man kann in einem Spiel bis zu 5 Zählerschritte gewinnen. Schafft man es, zehnmal den Zähler auszulösen, also 20mal eine Frau erscheinen zu lassen, gibt es den Höchstgewinn in Höhe des 300fachen Einsatzes. Die Gewinne bis dahin behält man natürlich und sind auch nicht zu verachten.

Weitere Impressionen aus dem Caesar‘s

Souvenirs für die Gattin, leider weit jenseits meines Budgets.

Wieder raus auf die Straße, ich muss mich sputen, der erste Tagestermin wartete. Unterwegs einen Blick abseits des Strip Richtung Wüste. Viel Platz zum noch mehr Casino bauen!

Das andere öffentliche Verkehrsmittel der Stadt, neben der Monorail: Zwei Buslinien, die in den Norden und Süden der Stadt zu den Einkaufszentren fahren. Recht formschön.

Danach ging es für den Rest des Tages zum Konami-Headquarter in den USA. Dort wurden uns die aktuellen Neuentwicklungen gezeigt und intensiv diskutiert. Da es sich um eine „dienstliche“ Veranstaltung der gastgebenden Firmen handelte, soll hier nicht weiter darüber berichtet werden.

Im nächsten Teil schauen wir uns das Aria Resort und den Stratosphere Tower an.

Hier finden Sie eine Übersicht aller bisher erschienen Teile unseres Las Vegas Reiseberichts.

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