Interview mit Wolfgang Bliem, CEO der Grand Casino Luzern AG und der Kursaal–Casino AG Luzern

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
E-Mail: info@isa-guide.de


ISA-GUIDE spricht mit Direktoren, Managern, Aktionären und Persönlichkeiten aus der Spielbank- und Casinobranche. ISA-GUIDE hinterfragt Aktuelles und Interessantes für Sie.

Wolfgang Bliem

Wolfgang Bliem

Heute im Interview: 
Wolfgang Bliem, 52, ledig, CEO der Grand Casino Luzern AG, CEO der Kursaal-Casino AG Luzern, Verwaltungsrat und Delegierter der Casino Online AG. Wolfgang Bliem ist Absolvent der Wirtschaftsuniversität Wien.

Chefredakteur Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Seit wann sind Sie in der Spielbranche?

Wolfgang Bliem: Ich bin seit April 1985 in der Unterhaltungsbranche tätig und habe bereits mein Studium der Handelswissenschaften als Croupier bei Casinos Austria finanziert.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Welche Funktion üben Sie heute aus?

Wolfgang Bliem: CEO der Grand Casino Luzern AG, CEO der Kursaal-Casino AG Luzern sowie die Funktion als Verwaltungsrat und Delegierter der Casino Online AG.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Welche Gesellschaften sind der Grand Casino Luzern Gruppe angeschlossen?

Wolfgang Bliem: Die Kursaal-Casino AG Luzern betreibt über die 100%ige Tochter Grand Casino Luzern AG eine Spielbank mit A-Konzession (14 Spieltische, 273 Spielautomaten) sowie im gastronomischen Bereich das Restaurant «Olivo» mit 15-Gault-Millau-Punkten, das «Seecafé» direkt am Vierwaldstättersee, den Club «Casineum» und bietet Veranstaltungen/Events in den Räumlichkeiten des Casino-Gebäudes an. Die Casino Online AG wurde 2009 für die Aktivitäten im Online Gaming Bereich gegründet. Am direkt angeschlossenen Parkhaus hält die Gesellschaft eine Minderheitsbeteiligung und leitet den Parkhausbetrieb im Rahmen eines Managementvertrages.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Wo liegen für Sie die markantesten Veränderungen im Bereich der Spielbanken?

Wolfgang Bliem: Weltweit haben sich die Casinos in den letzten Jahrzehnten von reinen Spielbetrieben zu Unterhaltungszentren mit einem umfangreichen Angebot entwickelt. Diese sogenannten „Integrated Resorts“ bieten neben dem Glücksspiel eine attraktive Hotel- und MICE-Infrastruktur, preisgekrönte Restaurants, Shows und Nightclubs sowie zusätzliche Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Attraktivität und die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Resorts sind sehr hoch und die beiden „Integrated Resorts“ in Singapur haben gezeigt, dass solche Betriebe ganze Volkswirtschaften positiv stimulieren können. Im Unterschied zu Europa werden mit niedrigen Steuersätzen milliardenschwere Investitionen angezogen, um Arbeitsplätze und eine maximale indirekte Wertschöpfung zu generieren.

Obwohl das wichtigste Geschäftsfeld mit Spielautomaten, Roulette, Black-Jack und Poker identisch ist, liegen den schweizerischen und amerikanischen Glücksspielkonzepten völlig unterschiedliche finanzpolitische Überlegungen zu Grunde. Wie in den meisten europäischen Ländern ist auch in der Schweiz der Fokus auf dem Verbraucherschutz und einer hohen Abschöpfung der Erträge. Der Grenzsteuersatz in der Schweiz ist mit 80 Prozent im Vergleich zu Las Vegas mit weniger als zehn Prozent um ein Vielfaches höher. Was in Las Vegas oder Singapur möglich ist, nämlich hohe Investitionen in Casino-Erlebnisse, die Schaffung von Arbeitsplätzen und indirekt das Erzielen einer höheren Wertschöpfung, machen die finanzpolitischen Rahmenbedingungen und derer Schwerpunkt auf die Maximierung der Abgaben zunichte.

Mit der Konsequenz, dass die hohen Abgaben in Kombination mit einem der striktesten Glücksspielgesetze der Welt zu der Art von Casinos und den wirtschaftlichen Effekten führen, wie wir sie heute in der Schweiz kennen. Eine aussergewöhnliche Architektur, attraktive Annexbetriebe und eine abwechslungsreiche Gastronomie sind zum grossen Teil die Ausnahme. Die ursprüngliche Vorstellung des Gesetzgebers, die Casinos als Unterhaltungszentren mit einem vielfältigen Angebot zu positionieren, ist kaum umsetzbar. Europaweit haben die liberaleren Bedingungen für Spielautomatenhallen, Online Casinos und Lotterieautomaten (VLT’s) die Lage für die Spielbanken zusätzlich verschärft und zu einem Wandel der Branche geführt.

Die Veränderungen auf Produktebene betrafen in den letzten 30 Jahren vornehmlich die Spielautomaten und die zunehmende Digitalisierung des Geldspielangebotes. Die Spielautomaten haben stetig Marktanteile gewonnen und wurden durch grössere Bildschirme, gebrandete Spielthemen sowie Multi-level Jackpots zusätzlich attraktiver.

Der digitale Trend macht auch vor den Casinos nicht halt. Die Spielbanken stehen seit längerem in Konkurrenz mit dem Online Gaming, das jederzeit verfügbar ist und einer minimalen Besteuerung und Regulierung unterliegt. Höhere Bandbreiten und der Trend zu Tablets sowie Smartphones haben diese Entwicklung akzentuiert.

Eine markante Veränderung im Tischspielbereich ist der Hype um Poker und ein schönes Beispiel, wie ein klassisches Glücksspiel durch eine Neuinterpretation mit Hilfe der neuen Medien und TV-Shows ein modernes, trendiges Image erhalten kann.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Was zeichnet das Grand Casino Luzern besonders aus?

Wolfgang Bliem: Es gibt viele Gründe, die das Grand Casino Luzern besonders auszeichnen und es mehrfach zum Schweizer Casino des Jahres gemacht haben. Das Gebäude des Kursaals liegt direkt am Vierwaldstättersee und hat eine Unterhaltungstradition seit 1882. Das Grand Casino Luzern vereint ein vielfältiges Unterhaltungs- und Gastronomieangebot. Bei uns kann man nicht nur im Casino spielen, sondern im 15-Punkte-Gault-Millau-Restaurant geniessen, in unserem Club feiern und mit dem Panoramasaal und dem Casineum bietet das Grand Casino Luzern eine vielfältige und leistungsstarke Infrastruktur, die für Tagungen, Kongresse und Seminare intensiv genutzt wird. Ebenso beliebt sind die stilvollen Räumlichkeiten für Bankette und Feiern im privaten Rahmen. Und im Sommer geniessen unsere Gäste die Aussicht auf die Stadt, den See und die Berge im Seecafe direkt an der Uferpromenade. Wir haben für alle Altersschichten und für jeden etwas zu bieten.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Welche Spiele werden in ihrem Haus angeboten?

Wolfgang Bliem: In unserem Haus werden Roulette, Black Jack, Poker, Punto Banco und modernste Spielautomaten angeboten. Für unsere asiatischen Gäste bieten wir eine spezielle Form von Baccarat an, wie sie auch in Macau und Singapur gespielt wird. Das Spiel „Hit&Win Roulette“, eine spezielle Form des Roulette mit Auszahlungen bis zum 350-fachen des Einsatzes haben wir selbst entwickelt und seit Herbst 2015 im Einsatz. Insgesamt stehen im Grand Casino Luzern 14 Spieltische und 273 der modernsten Spielautomaten unseren Gästen zur Verfügung.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Ist Ihrer Ansicht nach eine Marktsättigung bei Casinos in Europa erreicht?

Wolfgang Bliem: Insgesamt ist beim Glücksspiel keine Marktsättigung spürbar, aber die Anteile der regulierten Spielbanken werden aufgrund der neuen Mitbewerber, die weniger strengen Regulierungen und niedrigeren Steuern unterliegen, kleiner. Es findet eine Verlagerung zu den Sportwetten, Lotterieautomaten und Online Angeboten statt. Illegale Angebote mit neuen Technologien verschärfen diesen Trend in überregulierten Märkten zusätzlich.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Automatenspiele erlangen allein durch ihre technische Innovation immer größere Beliebtheit. Ist das klassische Spiel nicht mehr attraktiv?

Wolfgang Bliem: Der technologische Wandel ist nicht aufzuhalten und begünstigt grundsätzlich die Spielautomaten. Klassische Spiele wie Roulette, Black-Jack und Poker sind aber weiterhin attraktiv, sofern sie entweder wie Texas Hold’em Poker neu interpretiert oder aber auch mit Zusatzwetten angeboten werden. Das Grand Casino Luzern hat mit «Hit&Win Roulette» 2015 eine neue Art von Roulette lanciert, bei der statt einer sogar zwei Kugeln im Einsatz sind. Dies ermöglicht Auszahlquoten bis zum 350-fachen des Einsatzes und die proaktive Involvierung der Gäste, die mit einem Buzzer eigenhändig den Abschuss der Kugeln steuern können.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Die Spielautomaten folgen Trends. Ist für Sie das stetige Anpassen an neueste Generationen sinnvoll oder steht mehr die Spielgewohnheit im Vordergrund?

Wolfgang Bliem: Diese Entscheidung überlassen wir unseren Gästen. Wir befragen unsere Gäste regelmässig und analysieren und beobachten ihre Spielvorlieben. Je nach Entwicklung passen wir unseren Spielautomaten-Mix an und versuchen auch neue Gästesegmente mit Innovationen zu erschliessen. Bei 270 Spielautomaten ist es möglich, unterschiedliche Spielertypen anzusprechen und auch Automaten mit innovativen Features wie berührungsempfindlichen Bildschirmen, 3-D Animationen sowie gebrandete Spiele anzubieten. Durch unseren sehr erfolgreichen Club „Casineum“, der an den Wochenenden über 1000 junge Gäste ins Haus bringt, haben wir einen höheren Anteil Unterhaltungsspieler, der neueste Spielautomaten mit niedriger Volatilität bevorzugt. Genauso wichtig sind aber auch die langjährigen Stammgäste und ihre Lieblingsautomaten, die besonderer Rücksichtnahme bedürfen. In diesem Sinne geht es beim optimalen Automaten-Mix um das richtige Mass an Erneuerung und der Beachtung von langjährigen Spielpräferenzen.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Sehen Sie Möglichkeiten, die Attraktivität von Spielstätten zu erhöhen, auch durch Änderungen seitens des Gesetzgebers?

Wolfgang Bliem: Mit den neuen Glücksspielangeboten erhalten die Casinos ernsthafte Konkurrenz. Dies ist kein Problem, wenn es den Casinos gelingt, den Erlebnischarakter, die Emotionalität und die Vielfältigkeit des Casino-Besuchs hervorzuheben. Dazu braucht es jedoch nicht nur die Anstrengungen der Casino-Branche, sondern auch den Willen des Gesetzgebers. Erforderlich sind weniger Regulierungen, mehr Gestaltungsfreiheit für neue Spielkonzepte und angemessene Abgaben, damit ein attraktives Angebot in Kombination mit Gastronomie, Events und interessanten Promotionen ermöglich wird. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Gesetzgebung in der Schweiz die Besonderheiten und Risiken der klassischen Spielbanken gebührend berücksichtigt und den Casinos die nötige Gestaltungsfreiheit für Wachstum und unternehmerische Kreativität zugesteht. Investitionen in ein attraktives Gesamtangebot und Innovationen müssen durch den Gesetzgeber ermöglicht und zukünftige technologische Entwicklungen dürfen nicht ausgeschlossen werden.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Turniere sind ein attraktives Special wie zum Beispiel das Poker oder Black Jack. Sehen Sie hier Handlungsbedarf?

Wolfgang Bliem: Poker und Spielturniere gehören für uns zu einem vollwertigen Casinoangebot. Das Grand Casino Luzern investiert in den Pokerbereich und veranstaltet mit der Poker Circle Swiss-Open Turnierserie die grössten Pokerturniere der Schweiz mit mehreren hundert Teilnehmern und Preisgelder in der Höhe von bis zu 400’000 Franken. Die direkte Integration des Panoramasaales in den Spielbereich erlaubt attraktive Turnierformate mit bis zu 25 zusätzlichen Spieltischen und einer abwechslungsreichen Gastronomie direkt aus dem eigenem Haus. Der Erfolg der Pokerturniere zeigt, dass das klassische Spiel und die aktive, soziale Interaktion beim Glücksspiel weiterhin beliebt ist und Entwicklungspotential hat.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Gut geschultes Personal ist das Nonplusultra im Spielbanken-Sektor. Wie sieht bei Ihnen die Aus- und Fortbildung der Beschäftigten aus?

Wolfgang Bliem: Wir legen grossen Wert auf die persönlichen und fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten unserer Mitarbeitenden. Unser Führungsmodell und seine fünf Kernwerte «Professionalität, Respekt, Innovation, Leidenschaft und Charme» haben wir in einem gemeinsamen Prozess erarbeitet. Dieses Wertemodell ist ein Bekenntnis, wie wir zusammenarbeiten und unser Unternehmen führen wollen. Bei der Aus- und Fortbildung legen wir Wert darauf, dass wir die Eigenverantwortung fördern und unsere Mitarbeitenden in allen Bereichen proaktiv mitgestalten können und dürfen. Neben den obligatorischen Schulungen in den Bereichen Sozialschutz und Geldwäschereigesetz, fördern wir gezielt im Rahmen der Selbst-, Sozial-, Fach- und unternehmerischen Kompetenz.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Die wirtschaftliche Talfahrt konnte bislang nicht zum Stillstand gebracht werden. Inwieweit sind auch Ihre Spielbanken betroffen?

Wolfgang Bliem: Die gesamte Schweizer Casinobranche leidet seit Jahren unter dem starken Franken, der Überregulierung und dem Verlust von Marktanteilen an ausländische Mitbewerber. Die Konkurrenz durch Online-Angebote und illegale Spielclubs machen den Schweizer Casinos zusätzlich zu schaffen. Dieser grundsätzlichen Entwicklung konnte sich auch die Grand Casino Luzern Gruppe nicht entziehen. Die frühzeitig ergriffenen Massnahmen zur Effizienzsteigerung und Ergebnisverbesserung haben sich jedoch positiv ausgewirkt und wir konnten auch 2015 eine unveränderte Dividende von 12 Franken pro Aktie an über 2000 Aktionäre ausschütten.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Das Internet nimmt zwischenzeitlich einen bedeutsamen Raum im Informationsfluss für Konsumenten ein. Wie sehen hier Ihre Aktivitäten aus?

Wolfgang Bliem: Wir haben 2009 die Casino Online AG gegründet, um bei einer Liberalisierung den Schweizer Markt mit Online-Casinospielen zu bedienen. Im heutigen Spielbankengesetz ist dies leider nicht möglich und die damalige Chance, das Online Verbot aufzuheben, wurde vom Gesetzgeber nicht wahrgenommen. Die Liberalisierung wird für frühestens per 1. Januar 2019 erwartet und wir evaluieren momentan unterschiedliche Betriebsmodelle. Voraussetzung für eine Investition in ein Online Angebot sind für die Grand Casino Luzern Gruppe allerdings erfolgsversprechende gesetzliche Rahmenbedingungen und Zugangsbeschränkungen für Online Angebote aus dem Ausland. Ansonsten kommt es aufgrund der unterschiedlichen Steuersätze und Regulierungen zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung und einem völligen Scheitern der ordnungspolitischen Ziele des Schweizer Gesetzgebers.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Immer mehr Spielbanken stellen sich auch dem Problem der Spielsucht und werden damit ihrem gesellschaftlichen Auftrag gerecht. Welche Aktivitäten unterstützen Sie diesbezüglich in Ihrem Unternehmen?

Wolfgang Bliem: Die Schweiz hat eines der strengsten Glücksspielgesetze der Welt und stellt den Schutz der Bevölkerung in den Mittelpunkt. Das Grand Casino Luzern hat mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und den Casinos Baden und Bern im Frühjahr 2000 das Sozialkonzept careplay® entwickelt und seitdem ständig optimiert. Ziel ist ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Produkt Glücksspiel und die Umsetzung eines Früherkennungsnetzes für Gäste mit einem problematischen Spielverhalten. Auf strategischer Ebene ist das Sozialkonzept als eigene Dimension in unserer Balanced-Score-Card verankert und geniesst entsprechend hohe Priorität. Die operative Umsetzung erfolgt durch den Sozialkonzeptverantwortlichen, der durch den Sozialrat, einem Gremium, dem Mitglieder aus unterschiedlichen Abteilungen angehören, unterstützt wird. Dadurch wird eine sehr hohe Akzeptanz und eine breite Abstützung innerhalb des Unternehmens erreicht. Die Aufgaben reichen von der Information und Betreuung der Gäste über die Ausbildung und laufende Schulung der Mitarbeitenden bis zur professionellen Weiterentwicklung des Konzeptes mit der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit und unseren Partnercasinos. Um das hohe Niveau nachhaltig zu gewährleisten, unterliegt das Sozialkonzept einem internen Kontrollsystem und wird jährlich von externen Fachleuten der Hochschule auf die Qualität der Umsetzung auditiert.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Mit dem Begriff „Spielbanken“ und „Casinos“ verbinden die Konsumenten nicht nur das Ambiente, sondern auch das Glück des grossen Gewinns. An welche grossen Ausschüttungen, die Ihre Gäste erfahren haben, erinnern Sie sich?

Wolfgang Bliem: 2008 ist der Swiss Jackpot im Grand Casino Luzern innerhalb weniger Stunden zweimal gefallen. Ein statistisch ausserordentliches Ereignis, das zwei Gäste sehr glücklich gemacht hat und an das ich mich gerne erinnere.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Bis vor Jahren galt eine strenge Kleiderordnung beim Besuch von Spielbanken. Zwischenzeitlich gelockert, legen aber trotzdem die meisten Häuser auch heute noch sehr viel Wert auf grosse Abendgarderobe. Wie sehen Sie dies?

Wolfgang Bliem: Die grosse Abendgarderobe stammt aus einer Zeit und Ländern, wo die Spieltische, vornehmlich Roulette und Baccarat die Spielbanken dominiert haben. Diese Zeit ist vorbei, die Gäste wollen sich individuell kleiden und sich nicht in der Freizeit Bekleidungsvorschriften unterwerfen. In der Schweiz hat es diese klassische Tradition nicht gegeben und die Entwicklung der Spielbanken entstand erst 2002 aus dem Automatenspiel. Im Grand Casino Luzern verstehen wir uns zudem als Gesamtunterhaltungszentrum, das neben dem Casino mit dem Gault-Millau Restaurant und dem Casineum Jung und Alt und allen Gesellschaftsschichten etwas bieten möchte. Gepflegte Kleidung ist erwünscht, aber zu strikte Kleidungsvorschriften würden die Durchlässigkeit und gegenseitige Befruchtung der Bereiche verhindern.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was fällt Ihnen, mal abgesehen von Reichtum spontan ein?

Wolfgang Bliem: Reichtum hat nichts mit Glück zu tun, daher wähle ich Gesundheit, Zufriedenheit und mehr Toleranz in der Welt.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Wie sieht Ihr freizeitlicher Ausgleich aus?

Wolfgang Bliem: Ich bin ein begeisterter Ausdauersportler, was mich fit und ausgeglichen hält. Ansonsten bin ich gerne mit Freunden unterwegs oder in der Natur mit dem Mountain Bike oder Snowboard.

Reinhold Schmitt, ISA-GUIDE: Herzlichen Dank für das Gespräch.

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