Wachsende Konkurrenz schwächt den Umsatz der Schweizer Spielbanken weiter

Bern – Auch 2014 ist der Umsatz der 21 Schweizer Spielbanken wieder fünf Prozent zurückgegangen. Er betrug 2014 noch 710 Mio. Franken. Damit ist der Umsatz seit 2007 um insgesamt 30 Prozent zurückgegangen. Die hoch regulierten Casinos verlieren zunehmend Kunden an das grenznahe Ausland, an das Internet und an illegale Spielclubs.

Wegen der extrem hohen Regulierung der Schweizer Casinos fliessen Marktanteile von über CHF 300 Mio. pro Jahr von den Schweizer Casinos an die Konkurrenz, die nicht oder ungleich schwächer reguliert ist. Kunden wandern ab zu Spielhallen und Casinos im grenznahen Ausland, zu unkontrolliert zugänglichen Angeboten im Internet und zu illegalen Spielclubs. Damit sinken die Casinoumsätze, der AHV und den Kantonen entgehen beträchtliche Einnahmen und die Schweizer Volkswirtschaft verliert qualifizierte Arbeitsplätze. Durch die Abwanderung werden die hiesigen Präventionskonzepte, Spielsperren und der Jugendschutz unterlaufen.

Mit dem neuen Geldspielgesetz muss die Wettbewerbsfähigkeit der Spielbanken deutlich gestärkt werden, sonst nimmt der Anteil der illegalen und schwach kontrollierten Angebote weiter zu. Der Gesetzgeber muss sich wieder auf die ursprünglichen Ziele konzentrieren: Die Schweizer sollen in den sicheren und überwachten Schweizer Casinos spielen, und nicht bei ausländischen, unkontrollierten Anbietern. Damit fliessen auch die entsprechenden Abgaben in die AHV. Seit 2004 haben die Casinos 5 Milliarden Franken Abgaben und Steuern bezahlt, die hauptsächlich in die AHV flossen.

Beilage: Umsätze der Spielbanken 2014

Weitere Auskünfte:
Christophe Darbellay, Präsident Schweizer Casino Verband,
Marc Friedrich, Geschäftsführer Schweizer Casino Verband,

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