Grand Casino Baden sichert sich die Marktführerschaft im Grossraum Zürich und behält eine hohe Ertragskraft

  • Grand Casino Baden übertrifft Bruttospielertrag des neuen Casinos in Zürich um 10 %
  • Gewinn der Konzession für zwei Casinos in Sachsen-Anhalt
  • Aussichtsreiches Konzessionsgesuch für das Grand Casino Wien im Palais Schwarzenberg
  • Umsatzwachstum von 4% im Casino Davos

Baden, 22. April 2014 – Die Stadtcasino Baden Gruppe hat unter erschwerten Wettbewerbsbedingungen deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Zwar hatte die erstmals ein volles Jahr in Betrieb stehende neue Konkurrenz in Zürich einen negativen Einfluss auf die Besucherzahlen im Grand Casino Baden. Die Anzahl der Casinogäste nahm um 20% auf 345’000 Besucher ab. Der Bruttospielertrag (Differenz zwischen den Spieleinsätzen und den ausbezahlten Spielgewinnen) reduzierte sich dadurch um 28 % von CHF 92.2 Mio. auf CHF 66.7 Mio. Trotzdem gelang es dem Grand Casino Baden, der wichtigsten Beteiligung der Stadtcasino Baden Gruppe, ihre Marktführerschaft im Raum Zürich zu verteidigen und dank den frühzeitig angepassten Strukturen ihre traditionell hohe Ertragskraft zu sichern.

Das Casino in Baden ist damit nach dem Casino Montreux (Bruttospielertrag CHF 79 Mio.) und dem Grand Casino Basel (Bruttospielertrag CHF 70 Mio.) immer noch das drittgrösste Casino der Schweiz, was nach der drastischen Veränderung der Wettbewerbsverhältnisse in Zürich als grosser Erfolg gewertet werden darf. Das ebenfalls im Besitz der Stadtcasino Baden Gruppe stehende Casino Davos war zudem im vergangenen Jahr das einzige Schweizer Casino, welches einen Zuwachs (+ 4%) beim Bruttospielertrag verzeichnen konnte.

Der konsolidierte Bruttoumsatz der Gruppe sank aufgrund der erwähnten Entwicklungen um 25% auf CHF 81.9 Mio. Durch die bereits im Vorjahr eingeleiteten Strukturanpassungen und aufgrund der progressiven Spielbankenabgabe konnte trotzdem ein Konzerngewinn von CHF 4.0 Mio. erwirtschaftet werden (Vorjahr CHF 8.7 Mio.). Der konsolidierte Reingewinn je Aktie der Stadtcasino Baden AG (Earning per Share) beträgt für das Geschäftsjahr CHF 45.54.

Der Verwaltungsrat beantragt der kommenden Generalversammlung entsprechend, eine Dividende von CHF 15.00 je Aktie (Vorjahr CHF 25.00) von der Reserve aus der Kapitaleinlage auszuschütten. Dies entspricht 33% des Reingewinns pro Aktie (Vorjahr 26 %). Die Ausschüttung aus der Reserve der Kapitaleinlage ist für sämtliche Aktionäre von der eidgenössischen Verrechnungssteuer und für Privatanleger mit Wohnsitz in der Schweiz von der Einkommenssteuer befreit und entschädigt damit die Aktionäre teilweise für die Reduktion der Dividende.

Sinkende Umsätze im Schweizer Casinomarkt

Trotz der Markterweiterung mit den beiden neuen Casinos in Zürich und Neuenburg hat im letzten Jahr der in den Schweizer Casinos erzielte Bruttospielertrag weiter um 1.5 abgenommen. Dies bedeutet für die Empfänger der Spielbankabgabe, die AHV und die Kantone, einen erneuten Rückgang der Steuererträge. Dieser Rückgang wird verstärkt durch den progressiven Spielbankabgabesatz, welcher aufgrund der erhöhten Anzahl von Spielbanken tiefer ausfällt. Seit 2007 ist der Bruttospielertrag der Schweizer Casinobranche um 25 zurückgegangen. Im Geschäftsjahr 2013 betrug deren Spielbankenabgabe CHF 356 Mio. gegenüber CHF 374 Mio. im Vorjahr und CHF 539 Mio. im Jahr 2007.

Gemäss Detlef Brose, dem CEO der Stadtcasino Baden Gruppe und des Grand Casino Baden, sind die Gründe für diese Entwicklung vielfältig und zumeist aufgrund exogener Einflüsse entstanden. Zu nennen sind hierbei vor allem das 2010 in Kraft getretene Rauchverbot, der immer stärker werdende Markteinfluss der Online Casinos, die Euroschwäche, die sich permanent erhöhende Anzahl illegaler Spielcasinos und der Konkurrenzdruck der an den Schweizer Grenzen entstandenen Spielangebote in Form von Casinos und Spielhallen.

Erfolgreiche Vorwärtsstrategie

Die seit 2012 umgesetzte Vorwärtsstrategie mit dem Ziel der Erweiterung der Casino- Geschäftsfelder im deutschsprachigen Raum konnte im letzten Jahr mit dem Gewinn der Konzession in Sachsen-Anhalt erfolgreich umgesetzt werden. Die Casinos Magdeburg und Leuna werden voraussichtlich im Herbst 2014 eröffnet.

Das ehrgeizigste Projekt ist gemäss Peter Blöchlinger, Verwaltungsratspräsident der Stadtcasino Baden AG, zurzeit jenes für den Bau und Betrieb eines Grand Casinos im Herzen von Wien. Dazu wurde im Juni 2013 zusammen mit dem strategischen Partner Gauselmann ein Konzessionsgesuch für das Gebiet Wien-Südwest eingereicht. Mit dem heute schon vertraglich abgesicherten «Palais Schwarzenberg», einem Barockjuwel von historischer Bedeutung, verfügt die Bewerbergesellschaft über einen herausragenden Standort.

Peter Blöchlinger ist überzeugt, mit dem Grand Casino Wien ein Gesuch eingereicht zu haben, das Wien einen wesentlichen volkswirtschaftlichen, touristischen, gesellschaftlichen und kulturellen Mehrwert verschaffen würde. Die Konzessionsvergabe soll bis Mitte dieses Jahres erfolgen. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung sind aufgrund der hohen Qualität des geplanten Projektes zuversichtlich, den Zuschlag zu erhalten.

Herausfordernde Zukunftsperspektiven in der Schweiz

Nicht nur die neue Konkurrenz im Grossraum Zürich wird das Grand Casino Baden weiterhin herausfordern, sondern immer mehr auch die legislatorische Entwicklung. Das neue Schweizer Geldspielgesetz wird im Laufe dieses Jahres vom Bundesrat in die Vernehmlassung gegeben. Der vorliegende Entwurf droht der Branche mit weiteren regulatorischen Verschärfungen. Dies betrifft vor allem die Abgrenzung des möglichen Spielangebots zwischen der Casinobranche und den Lottogesellschaften sowie eine Verschärfung der Sanktionsbestimmungen. Dies obwohl die Casinobranche bereits mit der geltenden Gesetzgebung für kleinere Versäumnisse um ein Vielfaches härter sanktioniert werden kann als die kriminellen Betreiber illegaler Spiel- und Casinoangebote in der Schweiz.

Das Grand Casino Baden wird die Schwerpunkte seiner Tätigkeit auch im laufenden Jahr auf die Umsetzung der Vision „House of Entertainment“, den Ausbau des Gästeservices sowie auf die weitere Optimierung des mit der Hochschule in Luzern entwickelten und von ihr betreuten Sozialkonzeptes setzen. Im Übrigen will das Grand Casino Baden auch im laufenden Jahr weiterhin höhere Erträge und ein besseres Geschäftsergebnis als die Konkurrenz in Zürich erreichen.

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