Diese Bank möchte ich einmal haben

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
E-Mail: info@isa-guide.de



(rs) Der Sieger des Baccara-Wettbewerbs in der Spielbank Stuttgart erspielte sich in 15 Händen eine Rekordsumme von 114.800 €.

Jeder kennt es oder hat es schon irgendwo einmal erlebt: Das Gefühl, wenn der Adrenalinspiegel ins unermessliche steigt, wenn die Nerven auf das äußerte gespannt sind und man förmlich die Sekunden abwartet, bis die innerliche Befreiung zu spüren ist – ob beim Boxkampf, Motorsport oder Fußball. Dieses Mal war es ein Baccara-Turnier, dass diese Gefühle bis ins unermessliche auslöste.

Beginnen wir aber von vorne

Die Stuttgarter Spielbank lud zum 7. Baccara-Pokal vom 30.09. bis 03.10.2005 ein.

Der Spielbeginn des Turniers war auf 21.00 Uhr festgelegt. Bevor der technische Leiter der Spielbank Stuttgart, Rolf Gellings, seine Gäste begrüßen konnte, waren bereits 5 Tische voll belegt und weitere Spieler trugen sich für den sechsten Baccara-Tisch ein. Hier wurde deutlich, dass das „Spiel der Könige“, das Baccaraspiel, nach wie vor einen hohen Beliebtheitsgrad besitzt. Nicht umsonst wird die Stuttgarter Spielbank als die Hochburg Deutschlands, des Baccaraspiels betrachtet.

Pünktlich um 21.00 Uhr begann das Turnier und die Spieler konnten von nun an um den Turniersieg und die Preisgelder, die insgesamt 32.500 € in Form von Gutscheinen und Jetons betrugen, kämpfen. Spieler aus ganz Europa waren angereist, um sich die Pokale und das Sieggeld zu erspielen. Es wurden 5 Baccara-Tische mit 50 € Minimum-Einsatz angeboten, sowie ein Tisch zu 100 €. Bereits nach dem Start gab es die ersten Wartelisten für die nächsten freien Plätze an den Tischen.

Rolf Gellings, Technischer Leiter der Spielbank Stuttgart, gegenüber ISA-CASINOS: „Wir haben dieses Jahr vorgesorgt und 6 Baccara-Tische unseren Gästen zur Verfügung gestellt, da bereits im Vorfeld eine große Anfrage herrschte. Wie Sie sehen, sind unsere Erwartungen übertroffen worden.“

Die Stimmung unter den Baccara Gästen war hervorragend und das „Banco„, „Faux Tirages„, „avec la table„, sowie „Doppeln“ und „Suite“ waren die Worte des Abends. Auch aus dem Roulette-Saal und dem Black Jack kamen die „Neugierigen“ in den abgesperrten Bereich des Baccarasaals, um an dem Geschehen teilzuhaben.

Der Service kämpfte sich durch die Menge der anwesenden Gäste, servierte warme und kalte Speisen, brachte zielsicher die Getränke an den richtigen Platz, hatte immer ein Lächeln und für jeden Gast ein nettes Wort übrig. Hier muss man einfach ein Kompliment an den gesamten Servicebereich aussprechen, der unter der Leitung von Barchef Uwe Bodenstein stand und das Beste gab.

Bereits am ersten Tag gab es die ersten 6 Gewinner, die um den Sonderpreis, einen Einkaufsgutschein für Breuninger Exquisit im Wert von 2.000 €, spielten. Schnell waren sich die Spieler einig, diesen Preis zu teilen, so dass jeder etwas davon hatte. Bis zum frühen Morgen spielten die Gäste und kämpften um die längste Hand des Tages oder des Turniers.

Wie alles weiterging

Am Samstag begann das Turnier bereits um 19.00 Uhr, aber um 18.00 Uhr waren schon alle sechs Tische voll belegt und neue Reservierungen eingetragen. Ahnten die Spieler, dass heute etwas besonderes passieren würde?

Wie am Tag zuvor gab es ein dichtes Gedränge an den Tischen und die Baccara Spieler waren voller Tatendrang. Galt es doch, die gestrige Hand von 8 Coups zu schlagen, um den Turniersieg zu sichern.

Olga W. läutete den Beginn eines spannenden und unvergesslichen Abends in der Stuttgarter Turniergeschichte ein. Sie erreichte an diesem Abend 9 Coups und führte somit das gesamte Spielfeld nicht nur an, sondern sicherte sich bis dahin zusätzlich den Tages- und den Sonderpreis der „Ladys“.
Dann begann, wie immer bei diesem Spiel, alles harmlos. Ein Spieler zog bis 4 Coups, gewann 8.000 € und gab die Hand ab. Diese wurde dann noch einmal 4 mal verkauft und alle verdoppelten jedes Mal ihren Einsatz und waren zufrieden. Insgesamt stand die Bank also bereits 8 mal. Keiner wollte nun den vollen Betrag mehr bezahlen (über 8.000 €) und somit wurde sie an den meistbietenden versteigert. Nach einigem „Hin und Her“ wurde sie an einen chinesischen Stammspieler der Stuttgarter Spielbank für 4.000 € verkauft, der sich aber einen Spielpartner für die Hälfte nahm. Das Spiel des Jahres sollte beginnen.

Mein Gott wie lange steht diese Bank denn noch?

Schon beim ersten Coup kam ein „Banco“, das der Bankhalter souverän mit neun zu sieben gewann. Bereits beim vierten Spiel wurden die Gäste aufmerksam, da bereits über 30.000 €, sowie einer kleinen „Schokolade“ (das Geld, welches der Spieler bereits gewonnen hat, wenn die komplette Summe nicht ausgesetzt wurde), in der Bank lagen. Nun kamen die Spieler, die zuvor die Banken gekauft und abgegeben hatten, und begannen dagegen zu spielen. Für sie war es klar, dass es ja nicht nur vier, sondern insgesamt bereits inoffizielle zwölf Coups waren. Der Bankhalt drehte wie ein Uhrwerk immer die acht oder neun auf, und gewann Spiel für Spiel. Die Spieler an den anderen Tischen verließen ihre Plätze, umringten den Tisch und starrten auf das Geschehen. Berge von Geldscheinen und Jetons türmten sich in der Mitte des Spielfeldes des Baccara-Tisches. Im Flüsterton wurde spekuliert und weitergegeben, wie viel das wohl schon sein müsste. Sicher bereits Hunderttausend, meinten einige Zuschauer. Wie ein Uhrwerk zog der Bankhalter die Karten heraus und seine Stimme „Karte gibt’s“ unterbrach das Spielgeschehen, wenn der Gegenspieler fast leise eine Karte verlangte. Längst waren über 100.000 als „Schokolade“ und der 15. Coup wurde von den Croupiers angesagt.

Zwischenzeitlich gab es für keinen der Zuschauer ein Halten mehr. Die Gäste standen auf den Stühlen, um sicher einen Blick auf den Tisch zu erhalten. In 5er Reihen standen alle dicht gedrängt um den Tisch, es herrschte nur noch ein Raunen und ein Gegenspieler stöhnte: „Mein Gott, wie lange steht diese Bank denn noch?“

Durch den Andrang wurde sofort die Mannschaft der Croupiers durch zwei weitere Saalchefs verstärkt, die sich an den Tisch stellten, um einen sicheren und fairen Ablauf des Baccara-Spiels zu garantieren. Selbst Rolf Gellings stand zusätzlich hinter dem Tisch-Croupier und beobachtete das Spiel sorgfältig. Längst war das Baccara-Spiel an allen Tischen unterbrochen und alles drehte sich nur noch um dieses eine Superspiel des Jahres.

„Das ist sicher die größte Bank, die es dieses Jahr in Deutschland im Baccara, vielleicht sogar in Europa gab,“ meinte einer der Spieler und fügte hinzu, „mich hat dieses Spiel nun über 10.000 € gekostet.“

„53.000 € sind im Banco, meine Damen und Herren, „annoncierte der Croupier den 15ten Coup. „Kein Banco oder ein avec?“ fragte er weiter. Fast zögerlich kamen die ersten Einsätze, wobei sich langsam immer mehr Spieler beteiligten, um endlich diese Bank zu schlagen. „Ist das Spiel gemacht? Werden keine weiteren Einsätze mehr getätigt?“ Dabei schaut er den Bankhalter an, ob dieser bereit ist, weiter zu spielen. Dieser nickte gelassen. Mit den Worten: „Dann geht nichts mehr, Karten bitte,“ beendete der Croupier die Setzmöglichkeiten der Spieler und alles schaute wie gebannt auf den Bankhalter.

Totenstille zum ersten Mal und alles starrte auf seine Hände, wie er bedächtig und langsam die Karten aus dem Schlitten zog, als wolle er sie beschwören. Der Gegenspieler mit dem höchsten Einsatz bekam die Karten von dem Croupier zugeschoben. Alle Blicke starrten nun auf die Karten und den Spieler. Wie in Zeitlupe drehte er die Karten um und hielt sie so, das kein Außenstehender auch nur einen Blick hineinwerfen konnte. Jeder beobachtete sein Gesicht, um irgendeine Regung zu sehen und zu erahnen, ob es gute oder schlechte Karten waren. Der Pontespieler schaute die erste Karte an und schob sie ganz langsam weg. Sein Griff ging nun zur zweiten und vielleicht entscheidenden Karte, um sie anzusehen. „Decke eine Neun auf,“ rief eine Frau dazwischen. Fast tadelnd schaute sie der Spieler an, sagte kein Wort und hob in Zeitlupe seine Karte an. Der chinesische Bankspieler beobachtete jede seiner Handbewegungen. Plötzlich riss der Ponte die Karte hoch und rief: „Eine Neun!“ und deckte beide Karten auf. Diese Hand war nicht zu schlagen, bestenfalls ein Egalite konnte nun der Bankhalter erreichen. „Dann wollen wir mal sehen, was ich habe“, sagte er lässig und drehte in sekundenschnelle seine beiden Karten um. Er hatte nur eine Vier und verlor damit im 15ten Coup die Bank. „Endlich gefallen, tönte es aus den Reihen und jeder griff zu, um seinen Gewinn vom Tisch zu nehmen.

Die Anspannung, die man förmlich riechen und sehen konnte, war verschwunden. Nun galt es abzuwarten, wie viel der Bankhalter im Endeffekt gewonnen hatte. Keiner ließ auch nur einen Blick vom Tisch und zählte in Gedanken mit dem Croupier mit, der laut die Menge an Geldscheinen und Jetons vorzählte. Insgesamt waren es 114.800 €, die als Gewinn dem Bankhalter und seinem Partner ausbezahlt wurden. Beide gaben den Croupiers ein reichhaltiges Trinkgeld und freuten sich nun wie die Könige über ihren Gewinn. Zusätzlich gewann der Stammgast das Turnier und erhielt als Bonus den Tagespreis, einen Einkaufsgutschein für Breuninger Exquisit im Wert von 2.000 €, sowie 15.000 € als Siegprämie.

Niemand konnte auch an den darauf folgenden Tagen, am Sonntag oder Montag, diese Bank schlagen. Damit war die Siegessumme auf insgesamt 131.800 € angewachsen.

Carina Breuhahn und Nadine Mayer, Abteilung Marketing der Baden-Württembergischen Spielbanken, mit denen sich der Chefredakteur Reinhold Schmitt, ISA-CASINOS, unterhielt, waren über den Verlauf des Turniers mehr als zufrieden.

„Es ist einfach schön, wenn man sieht, wie unsere Gäste dieses Baccara-Turnier lieben und schätzen. Für die Baden-Württembergischen Spielbanken ist das ein sicherer Beweis, dass das Baccara-Spiel lebt und es nach wie vor eine Zukunft hat. Wir werden alles dafür tun, dieses Spiel zu fördern und ihm den Stellenwert geben, den es verdient. Schon aus diesem Grunde heraus, werden wir auch das Osterturnier im Jahr 2006 wiederholen. Wir möchten auch diese Gelegenheit nutzen und all unseren Gästen, die uns besuchen und an unseren Events teilnehmen, zu danken und ihnen in unseren Häusern das wünschen, was sie suchen: Spaß, Spiel, Entspannung und wunderschöne Abende.“

Siegerehrung

Bereits am Sonntagabend waren wieder sechs Tische belegt und der Ansturm hielt weiter an. Wer gedacht hatte, das Turnier würde darunter leiden, dass ein Spieler am Samstag diesen hohen Gewinn eingefahren hatte, irrte sich gewaltig. An diesem Tag wurde gleich zu Beginn wieder eine Bank mit 11 Coups ausgespielt. Die glückliche Gewinnerin erreichte damit den Sieg des Ladypreises und löste dadurch Olga W. mit ihren 9 Coups ab.
Am Sonntag beteiligten sich noch viele Gäste an dem Turnier. Vier Tische waren reserviert und wurden auch bespielt. Jeder wartete nun auf die Preisverleihung, da es zusätzlich viele Überraschungspreise der Spielbank Stuttgart für die Gäste gab. Der „Gabentisch“ quoll über mit vielen Sonderpreisen, die es zusätzlich zu den regulären Gewinnen gab.

Der Sieger erhielt für den ersten Platz 15.000 €, für den zweitplatzierten gab es zusätzlich 5.000 € und der drittplatzierte erhielt 2.500 € in Form von Wertjetons. Der Damenpreis für die beste Hand des Turniers wurde mit 2.000 € dotiert. Zusätzlich gab es täglich Preise für die 4 Tagessieger, in Form von Einkaufsgutscheinen für Breuninger Exquisit im Wert von je 2.000 €.

Sonderpreise gab es für Stammgäste und für weit angereiste Gäste, die aus der Schweiz, aus Italien und Österreich kamen. Aber auch für Käthe H., eine Dame, die seit 40 Jahren Baccara spielt, gab es einen Sonderpreis. Wertvolle Uhren, Weine und viele andere schöne Sachpreise wurden den Gästen überreicht. Zusätzlich erhielten alle anwesenden Damen eine Rose.

Bernd Casselmann, stv. Technischer Leiter gegenüber ISA-CASINOS:

„Für unser Team und auch dem gesamten Personal hier, ist es wichtig, unseren Gästen zu zeigen, wir sind für Euch da und wenn Ihr euch bei uns wohl fühlt und unsere Events gerne besucht, wissen wir, dass wir es richtig gemacht haben. Dienstleistung an den Kunden und die Übermittlung des „Gefühls“ gegenüber dem Gast, dass er „Willkommen“ ist, gehört zu den wichtigsten Aufgabe unserer Branche. Ich glaube, dass wir in diesem Punkt viele Schritte nach vorne getan haben und werden trotzdem, immer weiter daran arbeiten, dass alle unsere Gäste sich Wohlfühlen und mit einem „AHA Erlebnis“ nach Hause gehen können.“

Die Spielbank Stuttgart bewies mit diesem Turnier, dass das „Spiel der Könige“ nach wir vor einen hohen Beliebtheitsgrad besitzt und es gerne angenommen wird. Ein besonderes Lob muss man an dieser Stelle den Dealern des Turniers, sowie der Baccaraleitung aussprechen. Perfektes Timing, Freundlichkeit gegenüber den Gästen und eine sichere Beherrschung der Regeln und des Spiels zeichnete sie aus. Nicht vergessen sollte man auch den Service, der trotz der Menschmassen, die sie keine Minute zur Ruhe kommen ließen, nahtlos klappte.

Viele werden sich jetzt schon auf das Osterturnier 2006 freuen, wenn es wieder heißt: „Die Spielbank Stuttgart lädt zum Baccara-Turnier ein. Auch Sie sind herzlich willkommen“

Baccarc-Team der Spielbank Stuttgart:

Rolf Gellings, Technischer Leiter, Bernd Casselmann, Stv. Technischer Leiter, Manfregd Jörger, Baccara Saalchef

Service der Spielbank Stuttgart:

Uwe Bodenstein, Barchef, Ahmed El Sayed, Barkeeper,

Saal As-sis-tentinen:

Angelika Schrempel, Beyza Dogan, Gabriela Schweitzer, Erik Abdullah

Baccara Turnier im Casino Stuttgart