Lotto informiert: Geplante Sportlotterie stellt Breitensport auf Abstellgleis

„Die geplante Sportlotterie stellt den Breitensport auf das Abstellgleis. Das bewährte System der Förderung durch den Deutschen Lotto- und Totoblock, das gleichermaßen den Spitzen- und Breitensport unterstützt, wird mit dieser Form der Lotterie in Frage gestellt, da lediglich der Spitzensport in den Genuss der finanziellen Förderung kommen soll.“ Mit dieser Bewertung reagieren die Geschäftsführer der Saarland-Sporttoto GmbH und der derzeitigen federführenden Gesellschaft des Deutschen Lotto- und Totoblocks, Michael Burkert und Peter Jacoby, auf den heutigen Erlaubnisantrag für die Deutsche Sportlotterie an den rheinland-pfälzischen Finanzminister Carsten Kühl.

Aus diesem Grund haben u.a. sich die deutschen Landessportbünde auf ihrer Jahreskonferenz im Oktober gegen die Deutsche Sportlotterie ausgesprochen. „Millionen von Menschen und Kinder, die in ihrer Freizeit in einem Verein vor Ort Sport treiben, gehen nach diesem Modell leer aus“, so die beiden Geschäftsführer.

Zudem bestehe die Gefahr von weiteren Lotterien, womit die zurückhaltende Glücksspielpolitik in Deutschland in Frage gestellt wird.
„Insgesamt besteht die Gefahr einer Kannibalisierung des Lotteriemarktes, die letztlich zu einer Schmälerung nicht nur der Sportförderung führen wird. Von den Erlösen der 16 Lotteriegesellschaften profitiert jedoch nicht nur der Sport, sondern der Denkmalschutz, Umweltschutz wie auch die Wohlfahrtsverbände werden ebenso gefördert. Allein im Jahr 2012 hat der Deutsche Lotto- und Totoblock rd. 2,6 Mrd. Euro über die jeweiligen Länderhaushalte in Form von Zweckerträgen und Lotteriesteuern für das Gemeinwohl abgeführt“, so Burkert und Jacoby.

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