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Nichts Neues von der Sportministerkonferenz

Der Verband Europäischer Wettunternehmer (VEWU) bedauert die fehlende Bereitschaft der Politik und des Sports zum Dialog mit den privaten Sportwettanbietern

Wenig überrascht zeigte sich Markus Maul, Präsident des Verbandes Europäischer Wettunternehmer, von der heutigen Pressemeldung im Anschluss an die Sportministerkonferenz in Bremerhaven. „Es ist nur verständlich, dass die Sportminister an dem bestehenden staatlichen Wettmonopol festhalten wollen. Immerhin geht es um riesige Pfründe, die keiner freiwillig abgeben will. Der Beschluss der Minister dokumentiert eindrucksvoll, dass der Staat bei seiner Forderung, das staatliche Monopol zu erhalten, rein fiskalische Interessen verfolgt. Diese Zielsetzung ist jedoch nach den Grundsätzen, die der Europäische Gerichtshof in seinem „Gambelli-Urteil“ aufgestellt hat, gerade nicht mit EU-Recht vereinbar“, so Markus Maul. Auch angesichts der aktuellen Rechtssprechung in Deutschland und einer sich abzeichnenden Liberalisierung des Wettmarktes sei es bedauerlich, dass die Politik und der Sport bis heute keine Bereitschaft signalisierten, mit den privaten Wettanbietern in einen Dialog zu treten.

Mit seinem vor wenigen Tagen veröffentlichten Vorschlag zur künftigen Besteuerung privater Wettunternehmer habe der Verband ein Signal für eine konstruktive Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gesendet. Zum Thema Sportförderung habe man vorgeschlagen, die Sportverbände an den möglichen Steuereinnahmen aus einer wirtschaftlich angemessenen Wettsteuer teilhaben zu lassen, um die Förderung des Breitensports auch weiterhin zu erhalten. Darüber hinaus müsse man sich vor Augen führen, dass die Förderbeiträge, die die stattlichen Lotteriegesellschaften leisteten, nur zu einem Bruchteil aus dem Produkt der Sportwette stammten. Der Löwenanteil werde vielmehr mit den klassischen Angeboten, wie z. B. „6 aus 49“ erwirtschaftet.

„Unsere Gesprächsbereitschaft mit der Politik und dem Sport besteht nach wie vor und wir sind offen für jede Diskussion“, wiederholte Markus Maul abschließend.