Ausbildung 2010 – mehr als 100 Unternehmer informieren sich bei IMA im AWI-Workshop

Berlin/ Düsseldorf. Die Verbände der Unterhaltungsautomatenwirtschaft nutzten die Internationale Fachmesse Unterhaltungs- und Warenautomaten (IMA) in Düsseldorf, um neben zahlreichen Gesprächen mit Vertretern der Branche, Unternehmern und Dienstleistern auch für ihr zentrales Anliegen, der Ausbildung von jungen Menschen in den beiden neuen Berufsbildern des Automatenfachmanns/ -frau und der Servicekraft für Automatenservice, zu werben.

AWI-Workshop auf der IMA 2010
AWI-Workshop auf der IMA 2010
Von Dienstag bis Freitag fanden zweimal täglich Workshops statt, in denen Unternehmer und Ausbilder über ihre Erfahrungen, ihre Motivation, die Hindernisse und Vorteile der Ausbildung im eigenen Betrieb sprachen. Auch Auszubildende waren geladen und berichteten aus ihrer Sicht über das Thema. Ziel war es, Unternehmer für das Thema Ausbildung zu begeistern und ihnen bei der Errichtung von Ausbildungsplätzen im eigenen Unternehmen behilflich zu sein. „Neben praktischen Informationen stand für uns der Bericht von Unternehmern, die bereits ausbilden, im Vordergrund“, sagt Bernd Bretterbauer, Ausbildungsbeauftragter der Automatenwirtschaft.

Thomas Breitkopf, Unternehmer (TB Automaten, Berlin) und Vorsitzender der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V. appellierte an die Zuhörer, die Chance, die in der Ausbildung liegt, zu nutzen: „Ich habe nur positive Erfahrungen mit den Azubis gemacht. Für einen Unternehmer scheint die Ausbildung zunächst teuer zu sein. Aber es ist eine Investition in die Zukunft des Unternehmens, die vor allem dem Image und der Qualität der Arbeit zugute kommt“, führte er aus.

Carmen Lohmeier, Ausbildungsleiterin der Gauselmann AG, beschrieb die Erfahrungen, die in ihrem Unternehmen gemacht wurden: „Die Schwierigkeiten, die in einem neuen Berufsbild liegen, sind hauptsächlich, dass niemand auf Erfahrungen zurückgreifen kann, sondern alles wirklich zum ersten Mal passiert“. Inzwischen habe die zweite Ausbildungsgeneration begonnen und die Abläufe seien runder, so Lohmeier.

Auch Stefan Bauer und Willi Krupka, zuständig für den operativen Innendienst der Firma Extra Games GmbH mit Schwerpunkt Ausbildung, erzählten sehr anschaulich von den Anfängen der Ausbildung in ihrem Unternehmen: „Die Rekrutierung von Azubis war das Schwierigste“, berichtete Bauer. „Wir haben, da niemand von den Berufsbildern gehört hatte, erst einmal intern gesucht und eine Anzeige an alle Mitarbeiter verteilt.“ Daraus sind inzwischen 19 Ausbildungsplätze entstanden.

Auch Ewin Koschembar, Ausbildungsleiter der SchmidtGruppe, und Klaus Röttger von Gelsen Automaten beschrieben ihre Erfahrungen. Einig waren sich alle Referenten, dass ihre Auszubildenden überdurchschnittlich motiviert seien und stolz darauf, in einem neuen Beruf eine Zukunft für sich selbst gefunden zu haben. „Ich habe vorher eine Hauswirtschaftslehre gemacht“, berichtete eine Auszubildende. „Aber jetzt, seit ich die Ausbildung zur Automatenfachfrau mache, weiß ich genau, was ich mit meinem Leben anfangen werde und wo es langgeht“, sagte sie. Besonders positiv hoben alle anwesenden Auszubildenden hervor, dass die Arbeit sehr abwechslungsreich und spannend sei.

In dieses positive Bild fügt sich die Vereinbarung, welche die Dallmayr Service GmbH in Viersen, ein bedeutender Vertreter der Warenautomaten, mit einem Unternehmen der Unterhaltungsautomatenbranche, der SchmidtGruppe in Coesfeld, getroffen hat: Noch in diesem Jahr werden Auszubildende zwei bis vierwöchige Praktika in dem jeweils anderen Branchenbereich machen, um die gesamte Bandbreite ihrer Einsatzmöglichkeiten kennen zu lernen. „Diese Vereinbarung entspricht ganz unserer Vorstellung: Eine dynamische Branche, die Innovation und Wandel groß schreibt braucht Auszubildende, die Lust haben, an einem modernen Arbeitsplatz, an dem Flexibilität und innovativer Fortschritt zum Alltag gehören, zu arbeiten“, beschreibt der Ausbildungsbeauftragte Bretterbauer die Situation.