Republikaner entfernen Verbot des Internetglücksspiels aus dem Parteiprogramm

Von Shari Geller

Etwas überraschend, hat das für das Parteiprogramm der Republikaner verantwortliche Komitee bekannt gegeben, daß das Verbot des Internet Glücksspiels aus dem Parteiprogramm gestrichen wurde. Bedingt durch die Tatsache daß einer der härtesten Gegner des Internet-Gambling Verbots, der ehemalige republikanische Senator und Vorsitzender der Poker Player’s Alliance Alfonse D’Amato, zu den Unterstützern des republikanischen Präsidentschaftskandidaten John MaCain gehört, ist diese Entscheidung nicht wirklich überraschend. Es scheint so, als wäre diese Entscheidung ein Teil der Bemühungen der republikanischen Partei, um in der November-Wahl ein breiteres Wählerklientel anzusprechen.

Das Internet-Glücksspielverbot war in den letzten beiden Jahren (2000 u. 2004) Bestandteil des Parteiprogramms und es war eigentlich geplant, daß das Internet-Glücksspielverbot auch in diesem Jahr in das Parteiprogramm aufgenommen werden sollte. Es wurde kurz vor dem Treffen des republikanischen National Komitees (nächste Woche in Minneapolis) aus dem Parteiprogramm entfernt. Betreffend der Streichung des Internet-Glücksspielverbotes aus dem Parteiprogramm, sagte Senator Richard M. Burr (R-N.C.):“Damit können wir unsere Wählerbasis vergrößern“.

Die Streichung des Internet Gambling Verbotes aus dem Parteiprogramm ist ein großer Sieg für die PPA, welche sich dafür einsetzt, daß Internet-Glücksspiel legal bleibt. Die Gruppe, welche mehrere Millionen Mitglieder hat, war in diesem Wahljahr sehr aktiv und gab im ersten Halbjahr 2008 1,2 Millionen Dollar für Öffentlichkeitsarbeit aus, die PPA-Mitglieder spendeten über 350.000$ für die Kandidaten der diesjährigen Präsidentschaftswahl.

„Dies ist ein kleiner Sieg bei unseren fortwährenden Bemühungen beiden Parteien nahe zu bringen, daß es in Amerika viele Wähler gibt, welche ihre Freiheit im Internet sehr schätzen“ sagte John Pappas, der geschäftsführende PPA Direktor. Es war ein sehr unerwarteter Schachzug der Republikaner, da diese die ersten waren, welche dafür sorgten, daß die Legalität des Online Gamblings durch Teile des UIGEA in Frage gestellt wurde. Mittlerweile sind die Republikaner die treibende Kraft bei den Bemühungen Klarheit in den UIGEA zu bringen und zu definieren, auf was sich der UIGEA nun wirklich bezieht.

Gegner des vorgeschlagenen Internet Gambling Verbots im Parteiprogramm hatten die Internetseite der Republikanischen Partei mit Kommentaren überflutet, in welchen sie die Partei dazu aufforderten von der Aufnahme des Internet Glücksspielverbots in das Parteiprogramm abstand zu nehmen. Nach Berichten von CQPolitics.com, war das Verbot von Internet-Glücksspiel im neusten Entwurf des Parteiprogramms nicht mehr enthalten. CQPolitics.com beruft sich auf Aussagen von Senator Burr, welcher sagte, daß die Internet Glücksspielbestimmungen nur einer der kleineren Posten waren, welche im Rahmen der Anpassung des Parteiprogramms, gestrichen wurden.

„Wir glauben fest daran, daß wenn diese Angelegenheit wichtig genug ist, daraus eine Abänderung entstehen könnte“ sagte Burr. Und tatsächlich besteht die Möglichkeit, daß die Angelegenheit mit dem Internet–Glücksspiel nach der Vorstellung des Parteiprogramms wieder auf den Tisch kommt. Deshalb sollten die Gegner des Internet-Glücksspielverbots weiterhin ihre Stimme erheben und ihre Kommentare zu diesem Thema auf der Internetseite der republikanischen Partei abgeben.

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