JAXX AG profitiert von steigender Nachfrage nach Sport- und Pferdewetten

  • Sport-, Pferdewetten und Auslandsgeschäft sorgen für dynamische Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr
  • Konzernumsatz steigt um 86 Prozent auf 58,1 Mio. Euro
  • Deutliche Verbesserung der Ergebnissituation
Der Glücksspielspezialist JAXX AG (ehem. FLUXX AG; ISIN DE000A0JRU67) hat heute den Bericht über das erste Halbjahr 2008 veröffentlicht. Wie bereits in den ersten drei Monaten, sorgte der seit Jahresbeginn in Deutschland geltende Glücksspielstaatsvertrag auch im zweiten Quartal 2008 für ein uneinheitliches Bild in der Geschäftsentwicklung des JAXX-Konzerns – allerdings mit einer deutlich positiven Tendenz.

Während die von der Neuregelung nicht betroffenen Bereiche Sport- und Pferdewetten sowie die im Ausland vermittelten Lotterien weiterhin ein dynamisches Wachstum aufweisen, wurde die Vermittlung von Lotto auf dem Heimatmarkt Deutschland von den Vertriebs- und Werbeeinschränkungen deutlich belastet.

Dennoch ist die JAXX-Gruppe im zweiten Quartal ihrem Ziel wieder näher gekommen, die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom deutschen Lottomarkt auszubauen. Der Großteil der Nettoumsätze wird mittlerweile im Ausland erwirtschaftet. Insgesamt stieg der Umsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 73 Prozent von 17,3 Mio. Euro auf 29,8 Mio. Euro, wovon 6,9 Mio. Euro auf die seit Beginn des Geschäftsjahres konsolidierte SPORTWETTEN.DE AG entfallen. Im Halbjahresvergleich stiegen die Erlöse um 86 Prozent von 31,3 Mio. Euro auf 58,1 Mio. Euro (SPORTWETTEN.DE AG: 14,0 Mio. Euro). Die Umsätze verteilten sich im ersten Halbjahr zu 56 Prozent auf das Segment Sportwetten, zu 24 Prozent auf Pferdewetten und zu 20 Prozent auf Lotterien.

Die Fußball-Europameisterschaft und das Hamburger Galopp-Derby haben im Juni zu Rekordumsätzen geführt und damit die traditionell schwachen Saisonfinalmonate April und Mai überkompensieren können. Um die Unabhängigkeit weiter zu festigen, wurden die Sportevents für einen verstärkten Aufbau von Neukunden genutzt, was wiederum zu erhöhten Vertriebs- und Marketingaufwendungen geführt hat. Dennoch konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden.

Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ist von -1,4 Mio. Euro im zweiten Quartal 2007 auf -0,2 Mio. Euro im zweiten Quartal 2008 gestiegen. Im Halbjahresvergleich verbesserte sich das EBIT von –2,2 Mio. Euro in 2007 auf -0,5 Mio. Euro in 2008. Das Konzernergebnis nach IFRS lag im zweiten Quartal 2008 bei –0,3 Mio. Euro gegenüber -1,1 Mio. Euro im zweiten Quartal 2007. Im Halbjahresvergleich konnte das Ergebnis von -1,7 Mio. Euro in 2007 auf –0,8 Mio. Euro in 2008 verbessert werden. Das Ergebnis entspricht weitestgehend dem durch erhöhte Anlaufkosten entstandenen Verlust der britischen Tochter JAXX UK Ltd. Die SPORTWETTEN.DE AG hat mit 80 Tsd. Euro zu der Ergebnisverbesserung beigetragen.

Der operative Cashflow war im ersten Halbjahr 2008 mit 0,7 Mio. Euro positiv. Die 62,4-prozentige Beteiligung an der SPORTWETTEN.DE AG hatte ein Investitionsvolumen in Höhe von 7,6 Mio. Euro.

Ausblick

Im Fokus der weiteren Geschäftsentwicklung stehen unverändert die Erhöhung der Unabhängigkeit vom deutschen Lottomarkt, die Internationalisierung sowie das Erreichen der Gewinnzone.

„Wir rechnen mit einer weiteren deutlichen Verbesserung der Umsatz- und Ertragslage im zweiten Halbjahr“, so Stefan Hänel, Finanzvorstand der JAXX AG. „Wir haben in der ersten Jahrehälfte etliche Maßnahmen zur Umsatzausweitung und zur Kostenreduzierung eingeleitet, die nun in vollem Umfang greifen können.“ So ist insbesondere mit ersten spürbaren Synergieeffekten aus der Integration der SPORTWETTEN.DE-Gruppe in den JAXX-Konzern zu rechnen. Weiterhin greifen dann auch verstärkt die Maßnahmen aus der engeren Verzahnung der QED-Gruppe (myBet.com) mit den Auslandsaktivitäten von JAXX.

Zusätzlich steht im August mit den Olympischen Spielen ein weiteres sportliches Topereignis vor der Tür und der Saisonstart der europäischen Fußballligen sorgt traditionell für eine Wiederbelebung des Wettgeschäfts. In Spanien werden ab August wieder Lose für die Weihnachtslotterie verkauft – mit über 2,5 Mrd. Euro an Ausschüttungen Europas größte Lotterie. Im nationalen Vermittlungsgeschäft ist aufgrund der restriktiven Gesetzeslage weiterhin mit einem Rückgang der Umsätze zu rechnen.

Auf Basis der momentanen Lage bekräftigt der Vorstand der JAXX AG seine Erwartungen, im Gesamtjahr 2008 ein zweistelliges Umsatzwachstum sowie ein deutlich positives Ergebnis zu erzielen.

Download: Der vollständige Halbjahresbericht 1. Januar bis 30. Juni 2008 im PDF-Format