Lotto informiert: Gemeinsam stark: Staatliche Lotteriegesellschaften und Landessportbünde im Südwesten ziehen an einem Strang

Die Lotteriegesellschaften und Landessportbünde Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz und Saarland setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Beim dritten Jahrestreffen in Stuttgart stand neben den jüngsten Entwicklungen im Sportwetten-Konzessionsverfahren der Kampf gegen Spielmanipulation im Fokus. Dazu wurde ein Positionspapier beschlossen.

V.l.n.r.: Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident Landessportbund Baden-Württemberg; Peter Jacoby und Michael Burkert, Geschäftsführer Saartoto; Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin Lotto Baden-Württemberg; Harald Stempfer, Vizepräsident Bayerischer Landessportbund; Josef Müller, Vizepräsident Lotto Bayern; Jürgen Häfner, Geschäftsführer Lotto Rheinland-Pfalz; Karin Augustin, Präsidentin Landessportbund Rheinland-Pfalz. (Foto: Lotto Baden-Württemberg)

V.l.n.r.: Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident Landessportbund Baden-Württemberg; Peter Jacoby und Michael Burkert, Geschäftsführer Saartoto; Marion Caspers-Merk, Geschäftsführerin Lotto Baden-Württemberg; Harald Stempfer, Vizepräsident Bayerischer Landessportbund; Josef Müller, Vizepräsident Lotto Bayern; Jürgen Häfner, Geschäftsführer Lotto Rheinland-Pfalz; Karin Augustin, Präsidentin Landessportbund Rheinland-Pfalz. (Foto: Lotto Baden-Württemberg)

„Wir müssen uns darauf verlassen können, dass Athleten und Mannschaften im fairen Wettbewerb gegeneinander antreten. Manipulationen nehmen uns die Freude am Sport und gefährden ihn in seiner gesellschaftlichen Bedeutung“, betonte Marion Caspers-Merk, die Geschäftsführerin der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg, anlässlich der Zusammenkunft in der Stuttgarter Lotto-Zentrale. Die Lotto-Chefin hatte die Geschäftsführer der Lotteriegesellschaften von Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gemeinsam mit den Spitzen der jeweiligen Landessportverbände bzw. -bünde und den Präsidenten des Landessportverbandes Baden-Württemberg zum Informationsaustausch eingeladen.

Caspers-Merk hob hervor, dass ein breites und funktionierendes Netzwerk die beste Basis sei, um gemeinsam das Ziel der Betrugsbekämpfung zu erreichen. „Manipulationen in diesem Bereich gehen uns alle an – den organisierten Sport, die Anbieter von Sportwetten, die Behörden, die Politik und natürlich auch die Fans. Wir müssen hier alle Kräfte bündeln.“ Die Vertreter der staatlichen Lotteriegesellschaften und der Landessportbünde begrüßten in diesem Zusammenhang die jüngste Initiative des Bundesjustizministeriums, nach der Sportwettbetrug in Zukunft strafrechtlich verfolgt werden soll. Ein entsprechender Gesetzentwurf wird zum Jahresende erwartet.

Neben dem Kampf gegen Spielmanipulation wurden die jüngsten Entwicklungen im Sportwetten-Konzessionsverfahren und deren Auswirkungen auf die Sportwette ODDSET diskutiert. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hatte im Oktober entschieden, dass das Verfahren zur Konzessionsvergabe insgesamt wiederholt werden müsse. „Das Konzessionsverfahren hat sich immer weiter verzögert. Darunter leidet unsere Sportwette ODDSET. Wir haben stark an Boden verloren, weil sich die Einsätze in den unregulierten Grau- oder Schwarzmarkt verlagert haben“, so Lotto-Geschäftsführerin Marion Caspers-Merk. Sie hob hervor, dass Oddset im Gegensatz zu den privaten Anbietern nicht online tätig sein dürfe: „Das ist ein klarer Wettbewerbsnachteil.“

Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident des Landessportbunds Baden-Württemberg, erklärte: „Für uns ist die Entwicklung im Sportwetten-Konzessionsverfahren, die sich bereits jetzt über Jahre hinzieht, ohne dass ein Ergebnis abzusehen ist, äußerst unbefriedigend. Ich begrüße ausdrücklich die gemeinsame Südwest-Initiative, die mit diesem Treffen deutlich machen will, dass umgehend Klarheit im Konzessionsverfahren geschaffen werden muss. Gleichzeitig müssen diejenigen Regelungen umgesetzt werden, die illegalen Wettanbietern keine Chancen mehr bieten. Die Ministerpräsidenten der Länder sind deshalb nachdrücklich gefordert.“ Im gemeinsamen Positionspapier fordern die Lotteriegesellschaften und Landessportbünde für den Bereich der Sportwetten einen klaren ordnungspolitischen Rahmen, an den sich alle Anbieter halten.

Beide Seiten stellten die seit Jahrzehnten bewährte Förderung des Sports aus den Reinerträgen der staatlichen Lotterien heraus. Über die Haushalte der Länder erhält der organisierte Sport pro Jahr daraus bundesweit etwa 500 Millionen Euro. „Wir sind auf diese Mittel dringend angewiesen. Die Politik darf nicht sehenden Auges zulassen, wie dieses Erfolgsmodell ausgehöhlt wird,“ betonte Schmidt-Volkmar weiter.

Die Vertreter der staatlichen Lotteriegesellschaften und der Landessportbünde, darunter mit den Saartoto-Geschäftsführern Michael Burkert und Peter Jacoby die Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks, vereinbarten, die erfolgreiche Zusammenarbeit und den engen gemeinsamen Austausch zukünftig weiter fortzusetzen.

Anwesende Vertreter der staatlichen Lotteriegesellschaften und der Landessportbünde bzw. -verbände

  • Marion Caspers-Merk und Norbert Müller, Geschäftsführerin / Direktor Lotto Baden-Württemberg
  • Michael Burkert und Peter Jacoby, Geschäftsführer Saartoto, derzeit federführende Gesellschaft des Deutschen Lotto- und Totoblocks
  • Jürgen Häfner, Geschäftsführer Lotto Rheinland-Pfalz
  • Josef Müller, Vizepräsident Lotto Bayern
  • Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident Landessportbund Baden-Württemberg
  • Ulrich Derad, Hauptgeschäftsführer Landessportbund Baden-Württemberg
  • Harald Stempfer, Vizepräsident Bayerischer Landessportbund
  • Karin Augustin, Präsidentin Landessportbund Rheinland-Pfalz
  • Lothar Westram, Hauptgeschäftsführer Landessportbund Rheinland-Pfalz
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