Lotto informiert: Erste Sitzung der Lotto–Stiftung 2015 – Regierender Bürgermeister Michael Müller zum Vorsitzenden gewählt

Berlin, 05.06.2015 – Zu Beginn der ersten Sitzung der Berliner Lotto-Stiftung wurde der Regierende Bürgermeister Michael Müller zum Vorsitzenden des Stiftungsrates gewählt, dem drei Mitglieder des Senats und drei Fraktionsvorsitzende des Abgeordnetenhauses angehören.

Vorab nähere Informationen zu den beiden geförderten Projekten:

  • Gedenk- und Lernort an der Quitzowstraße
  • Ausstellung: Frauen der Berliner Geschichte

Bezirksamt Mitte von Berlin

Gedenk- und Lernort an der Quitzowstraße

Eines der ersten Förderprojekte, die unter dem Vorsitz von Michael Müller vom Stiftungsrat der Lotto-Stiftung beschlossen wurden, ist die geplante Einrichtung eines Gedenk- und Lernorts am ehemaligen Deportations-Bahnhof (Güterbahnhof Moabit) an der Quitzowstraße.

Im Rahmen eines Kunstwettbewerbs werden Modelle der Erinnerungskultur unter Einbeziehung vorhandener Zeugnisse wie Schienenreste, Deportationswege und Teile der Verladerampe entwickelt. Die Spuren der Verschleppung und Vernichtung sollen zum “Sprechen gebracht” werden und die anderen Gedenkorte, die an die Deportation Berliner Juden erinnern (Mahnmale auf der Putlitzbrücke und in der Levetzowstrasse sowie die Gedenkorte am Anhalter Bahnhof und am S-Bahnhof Grunewald) ergänzen. Von den Gleisen 69, 81 und 82 im Bahnhofsteil östlich der Putlitzbrücke wurden von 1942 bis 1945 über 30.000 Juden in die Vernichtungslager deportiert.

Das Bezirksamt Mitte erhält für die Realisierung des Projektes einen Zuschuss der Lotto-Stiftung von 150.000 Euro.

Stiftung Stadtmuseum Berlin

Auch Frauen schrieben Berliner Geschichte

Dass nicht nur Männer wie Rathenau, Virchow, Siemens oder Zille die Geschichte Berlins geschrieben haben, daran soll eine Ausstellung der Stiftung Stadtmuseum Berlin zusammen mit dem Lette-Verein erinnern: „Berlin – Stadt der Frauen 20 Biografien erzählen Geschichte“. Dazu gehören unter anderem die Fliegerin Elly Beinhorn (1907-2007), die Künstlerin Käthe Kollwitz (1867-1945), die Zoodirektorin Katharina Heinroth (1897-1989) ebenso wie die Wissenschaftlerin Clara von Simson (1897-1983).

Anlass der von der Lotto-Stiftung geförderten Ausstellung vom 27.2.2016 bis 30.06.2016: Vor 150 Jahren gründete Wilhelm Adolf Lette den Verein zur Förderung der Erwerbstätigkeit des weiblichen Geschlechts, um Frauen am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen und mit seinem Ausbildungsangeboten auf die „modernen“ Zeiten zu reagieren. Gesellschaftliche Akzeptanz gelang seiner Tochter Anna Schepeler-Lette, die ab 1868 bis zu Ihrem Tod 1897 den Lette-Verein leitete und prägte.

Die Ausstellung wird von der Lotto-Stiftung mit insgesamt 219.000 Euro unterstützt.

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