Ausbildung: 42 Mitarbeiter der Casino Merkur-Spielothek bestehen vor IHK berufsbegleitenden Abschluss

Berlin/Benkhausen. „Sie haben Ihre Abschlussprüfung zur Fachkraft für Automatenservice erfolgreich bestanden“, erklang es 42 Mal aus den Mündern der Prüfer der IHK als die Mitarbeiter der Casino Merkur-Spielothek GmbH im Rahmen der Externenprüfung ihren Abschluss vor der Kammer abgelegt hatten.

Ein neues Programm macht es seit 2012 möglich: Bisher ungelernten Mitarbeitern, die mindestens drei Jahre im Unternehmen tätig sind, erhalten die Chance, einen Ausbildungsabschluss in dem branchenspezifischen Beruf zur „Fachkraft für Automatenservice“ zu machen. Hierfür haben beispielhaft die Casino Merkur-Spielothek gemeinsam mit dem TÜV Rheinland und den IHK’s eine einjährige „Lernwerkstatt“ ins Leben gerufen, in der die Mitarbeiter komprimiert in einem Jahr berufsbegleitend lernen, wofür andere Auszubildende zwei Jahre Zeit haben. Am Ende absolvieren sie die gleiche Prüfung wie alle anderen Auszubildenden.

Am 28. Februar 2014 fand die offizielle Abschlussfeier für den ersten Ausbildungsjahrgang dieser neuen Ausbildungsform im Schloss Benkhausen statt. In seiner Rede betonte Dieter Kuhlmann, Vorstand der Gauselmann AG und Geschäftsführer der Casino Merkur-Spielothek: „Es war die Idee unseres Personalleiters Günter Holthausen, eine Ausbildungsform anzubieten, die ungelernte Mitarbeiter zu ausgelernten Mitarbeitern mit IHK Abschluss macht“. Aus- und Weiterbildung ist ein sehr wichtiges Thema, führte Kuhlmann aus und betonte: „Wir wollen die besten sein, auch bei der Qualifikation unserer Mitarbeiter! 2013 sind wir bei der Verleihung des „Service Champions“ für Dienstleister unter die ersten 450 Unternehmen gekommen. Je höher unser Qualitätsanspruch an unsere Mitarbeiter ist, je motivierter diese ihren Aufgaben nachgehen, umso professioneller und besser werden wir – und das ist der Weg, den wir gehen wollen und werden!“ In seiner Rede dankte er den Teilnehmern für ihren engagierten Einsatz für das Unternehmen und hob die Doppelleistung der Mitarbeiter, zu arbeiten und sich gleichzeitig auf die Abschlussprüfung vorzubereiten, hervor.

Der Gründer der Gauselmann AG, Paul Gauselmann, hatte es sich nicht nehmen lassen, den Absolventen persönlich zu gratulieren und er unterstrich: „Wir sind stolz, dass wir so viele ehrgeizige Mitarbeiter haben, die ihren Berufsabschluss nachholen wollen!“ Die Mitarbeiter erweitern so ihre beruflichen Möglichkeiten und das Unternehmen bekommt qualifiziertes und motiviertes Personal meinte Gauselmann und betonte: „Wir sind stolz auf unsere Arbeit und wir müssen dies auch zeigen. Ich freue mich besonders, wenn junge Menschen ihre Ziele hartnäckig verfolgen, und wenn sie dann noch erfolgreich sind, ist es umso besser“. Er wies die Absolventen darauf hin, dass sie diese Möglichkeit den „staatlichen Regeln“ und dem eigens für Menschen ohne Abschluss aufgelegten Wegebau-Förderprogramm verdanken. Dabei dankte er auch der Bundesagentur für Arbeit für die positive Zusammenarbeit. Abschließend gratulierte der Projektmanager der TÜV Rheinland Akademie, Martin Friedel, den Teilnehmern und unterstrich: „So einen Arbeitgeber zu haben, der Ihnen diese Möglichkeit bietet ist sehr wertvoll, denn es gibt nicht viele, die das machen“.

Eigens um die Externenprüfung erfolgreich ablegen zu können, wurde der einjährige Lehrgang konzipiert. Dabei lernen die Teilnehmer monatlich eine Woche lang gemeinsam die Ausbildungsinhalte und erhalten so prüfungsrelevantes Wissen. Die übrigen drei Wochen des Monats arbeiten sie in ihrer jeweiligen Filiale. Katrin Fehse, 40 Jahre, aus der Casino Merkur-Spielothek in Stade sagte: „Ich fand es schön, wieder einmal geistig gefordert zu werden“. Die Alleinerziehende fand es mit zwei Kindern (9 und 10 Jahre) zwar schwierig Zeit zum Lernen zu finden, aber sie würde sich immer wieder dafür entscheiden. Markus Forbach, 31 Jahre, aus Limburg hat bereits einen Ausbildungsabschluss als Fachkraft für Systemgastronomie, aber das reichte ihm nicht. „Ich wollte mich weiterbilden, möchte Karriere machen und nicht stehen bleiben“, sagte er. Insbesondere der Zusammenhalt unter den Prüflingen habe ihm während der Vorbereitungszeit sehr gefallen. Das bestätigt auch Sharon Davies, 28 Jahre, die in der Stadt Lehre arbeitet. „Es ist einmal etwas anderes und auch wenn ich bereits eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau habe, war es eine schöne Herausforderung“. Interessant war für sie auch, Mitarbeiter anderer Filialen kennen zu lernen, direkt im Schloss Benkhausen zu lernen und ihre Arbeit in der Filiale durch fundiertes Wissen noch zu verbessern.

„Diese Gruppe, die jetzt fertig geworden ist, konnte in Benkhausen, Offenbach und Köln an dem Lehrgang teilnehmen, je nachdem woher die Teilnehmer kamen“, informierte Kuhlmann. Die nächste Gruppe ist bereits gestartet und dieses Mal finden die Schulungen in Nürnberg, Benkhausen und Gelsenkirchen statt.

Die Externenprüfung kann auch für Ihr Unternehmen interessant sein.

Wenn Sie nähere Informationen und Unterstützung brauchen, um Mitarbeitern Ihres Unternehmens ohne Berufsabschluss in einem der branchenspezifischen Berufe die Möglichkeit zu eröffnen, hoch qualifizierte Mitarbeiter mit vollwertigem IHK-Abschluss zu werden, steht Ihnen Erwin Koschembar von der AWI, Tel.: 030 24087766, mit Rat und Hilfe gern zur Seite.

Die Externenprüfung wird über das Wegebau-Programm durch die Agentur für Arbeit gefördert. Rufen Sie uns an!
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