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Schmidt Gruppe und Evangelische Gesellschaft schließen Vereinbarung

Spielerschutz-Programm wird ausgebaut

Stuttgart/ Coesfeld. Der Spielstättenbetreiber Schmidt Gruppe und die Fachstelle Glückspiel und Medien der Evangelischen Gesellschaft (eva) werden künftig in Sachen Spielerschutz kooperieren. Mit der neuen Zusammenarbeit will das Coesfelder Unternehmen sein niedrigschwelliges Präventionskonzept weiter ausbauen. Experten der eva werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Schmidt Gruppe umfassend schulen und sie dabei unterstützen, den Spielerschutz umzusetzen.

Schon jetzt verfügt die Schmidt Gruppe über eine aktive Präventionsarbeit. Eigens geschulte Präventionsbeauftragte gehen auf Spielgäste zu, die ein problematisches Spielverhalten zeigen. Sie bieten den Gästen konkrete Unterstützung an und vermitteln sie an Hilfsangebote von Kooperationspartnern weiter. Durch die Zusammenarbeit mit der eva will der Spielstättenbetreiber sein internes Spielerschutzprogramm ausbauen. „Die Evangelische Gesellschaft wird uns künftig dabei unterstützen, unsere Hilfsangebote weiter zu verbessern“, sagt Robert Hess, Leiter Kommunikation der Schmidt Gruppe. Das Unternehmen versteht sich aus seiner sozialen Verantwortung als Vorreiter in der aktiven Präventionsarbeit.

Die Kooperation umfasst aber nicht nur den Spielerschutz. Die eva wird der Schmidt Gruppe künftig auch dabei helfen, ein Sozialkonzept zu planen, umzusetzen und auszuwerten. „Außerdem werden wir ein Schulungskonzept zur Spielsuchtprävention entwickeln und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassend schulen“, sagt Günther Zeltner, Abteilungsleiter der Dienste für Prävention, Beratung und Behandlung bei der eva. Nach Absprache können an den Schulungen auch Beschäftigte anderer Automatenunternehmen teilnehmen. Voraussetzung ist, dass sie vergleichbare Präventionskonzepte haben wie das Coesfelder Unternehmen.

Die Evangelische Gesellschaft Stuttgart ist mit etwa 90 Diensten ein soziales Netzwerk mitten in Baden-Württemberg. Zum Beratungs- und Behandlungszentrum für Suchterkrankungen gehört die Fachstelle Glücksspiel und Medien. Sie stellt Menschen mit Suchtproblemen und deren Angehörigen ein vielfältiges Hilfsangebot bereit: Vorsorgeangebote gehören genauso dazu wie Beratung, Betreuung und ambulante Behandlung. Die betriebliche Suchtprävention unterstützt außerdem Mitarbeitende und Vorgesetzte in Firmen.

Die Schmidt Gruppe, Coesfeld, ist mit rund 170 modernen Entertainment Centern (Spielstuben und Spielstationen) ein führendes Unternehmen der deutschen Automatenwirtschaft. Den hohen Qualitätsanspruch, den das Unternehmen an sich und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt, unterstreichen vielfache Qualitätsauszeichnungen. Dazu gehören 7 „Golden Jack“ (besonders vorbildliche Spielstätte) und insgesamt 143 Zertifikate „Vorbildliche Spielstätte“. Von den über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind rund 120 am Sitz der Unternehmenszentrale in Coesfeld beschäftigt.

Das Unternehmen ist seit vielen Jahren ein von der IHK Münster anerkannter Ausbildungsbetrieb. Aktuell werden 46 junge Menschen bei dem Coesfelder Unternehmen ausgebildet, davon 7 im Berufsbild Bürokauffrau/-mann, 39 im neuen Ausbildungsberuf Fachkraft für Automatenservice und eine Auszubildende im neuen Ausbildungsberuf Automatenfachmann/frau.