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APA/GEORG HOCHMUTH
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Soziales

Glücksspiel: Land verschärft Spielerschutz

Das Land Salzburg verschärft jetzt den Spielerschutz im Wettunternehmer-Gesetz. So soll zukünftig das Personal von Wettbetrieben besser geschult werden, um auf suchtgefährdete Spieler reagieren zu können. Wegen steigender Zahlen bei Beratungsstellen sei dies ein wichtiger Schritt.

Rund jeder 100. Erwachsene dürfte laut Expertenschätzungen an Spielsucht leiden, in Salzburg sind es schätzungsweise rund 4.000 Menschen. Die Zahl dürfte durch die CoV-Krise allerdings steigen, hat man beim Institut für Glücksspiel und Abhängigkeit festgestellt. Dort werden derzeit rund um ein Drittel mehr Hilfesuchende registriert als in früheren Jahren, sagt der Leiter des Institutes für Glücksspiel und Abhängigkeit, Roman Neßhold.

„Spielsüchtig kann Jeder werden. Man möchte dann aber natürlich nicht erkannt werden und versucht, zu tarnen, zu täuschen und zu vertuschen. Man veruscht das Ganze dann so lange wie möglich im Verborgenen zu halten. Und dann muss man ja auch wieder an Geld kommen, um weiter spielen zu können. DEN typischen Spieler gibt es heute allerdings nicht mehr. Das hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Heutzutage spielen Frauen genauso wie Männer und suchen dann Hilfe, wenn es zuviel wird.“

Zutrittskarten sollen fälschungssicher werden

Um Kunden künftig besser zu schützen, werde das Land jetzt das Wettunternehmer-Gesetz verschärfen, sagt der zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne). So sollen die Zutrittskarten zukünftig fälschungssicher werden und sämtliche Mitarbeiter von Wettunternehmen besser im Spielerschutz geschult werden.

Das Salzburger Institut für Glückspiel und Abhängigkeit feiert am Freitag seinen 20. Geburtstag.