Bundesweiter Aktionstag Glücksspielsucht informiert über Hilfsangebote

*Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung*

Berlin/Köln, 26. September 2016. Am 28. September 2016 ist der Aktionstag Glücksspielsucht. Von Glücksspielsucht Betroffene finden Unterstützung auf der Internetseite zum bundesweiten Aktionstag „www.aktionstag-gluecksspielsucht.de“:http://www.aktionstag-gluecksspielsucht.de, dem Internetportal der gemeinsamen Initiative der *Drogenbeauftragten der Bundesregierung, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Landesfachstellen für Glücksspielsuchtprävention*. Das Portal bietet eine Suchfunktion für wohnortnahe Anlaufstellen und Hilfsangebote bei problematischem Glücksspielverhalten.

Hierzu erklärt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung *Marlene Mortler*: „Der Aktionstag rückt das Thema Glücksspielsucht in den öffentlichen Fokus. Das ist wichtig, denn Glücksspielsucht ist eine auf den ersten Blick unsichtbare Krankheit, die jedoch für die Betroffenen und deren Angehörige dramatische Folgen haben kann. Gemeinsam mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung setze ich mich für Prävention und den Ausbau von mehrsprachigen Beratungsangeboten ein, um zügig diejenigen zu erreichen, die Hilfe brauchen und alleine von ihrer Glücksspielsucht nicht mehr los kommen.“

Die aktuelle Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Glücksspielverhalten in Deutschland zeigt, dass in der Bevölkerung (16 bis 70 Jahre) die Zahl der Personen mit problematischem und pathologischem Glücksspielverhalten zwischen 308.000 und 676.000 liegt.

„Glücksspielsucht kann gravierende Folgen haben, wenn sie nicht frühzeitig behandelt wird. So können zum Beispiel suchtbedingte finanzielle Probleme die familiären Beziehungen schwer belasten. Nach BZgA-Studiendaten sind bundesweit mit rund 2,7 Prozent junge Männer zwischen 21 bis 25 Jahren am häufigsten von problematischem oder pathologischem Glücksspielverhalten betroffen“, erklärt *Dr. Heidrun Thaiss*, Leiterin der BZgA. „Informationen über die Risiken von Glücksspielen und umfassende Angebote zur Prävention sind daher unerlässlich.“

Der Aktionstag Glücksspielsucht findet jedes Jahr am letzten Mittwoch im September statt,
um die Bevölkerung für die Gefahren zu sensibilisieren, die von der Teilnahme an Glücksspielen ausgehen. Anlässlich des Aktionstages engagieren sich im gesamten Bundesgebiet Fachkräfte der Suchtprävention, um in persönlichen Gesprächen über Risiken des Glücksspiels zu informieren. Die Suchthilfeorganisationen verteilen außerdem Informationsmaterial zum Thema sowie 20.000 Datensticks, die sowohl auf „www.aktionstag-gluecksspielsucht.de“:http://www.aktionstag-gluecksspielsucht.de als auch auf das BZgA-Internetportal www.check-dein-spiel.de hinweisen.

Auf „www.check-dein-spiel.de“:http://www.check-dein-spiel.de können Betroffene in einem Selbsttest ihr Spielverhalten einschätzen lassen, in einer Chat-Sprechstunde Hilfe finden und an einem Online-Ausstiegsprogramm teilnehmen.

*Weitere Angebote der BZgA zum Thema Glücksspielsucht:*

* Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet bundesweit telefonische Beratung zur Glücksspielsucht unter der kostenlosen Rufnummer 0800-1 37 27 00 an.
* Die Repräsentativbefragung der BZgA „Glücksspielverhalten und Glücksspielsucht in Deutschland 2015“ kann unter „www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/gluecksspiel/“:http://www.bzga.de/forschung/studien-untersuchungen/studien/gluecksspiel/ heruntergeladen werden.
* Broschüren zum Thema Glücksspiel und Glücksspielsucht, z.B. die Infobroschüre „Wetten, du gibst alles?“ in sechs Sprachen (Arabisch, Englisch, Polnisch, Russisch, Türkisch) können unter Angabe der Bestellnummer: 33211500 kostenfrei unter folgender Adresse bestellt werden:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: „www.bzga.de/infomaterialien“:http://www.bzga.de/infomaterialien
Fax: 0221/8992257
E-Mail: „order@bzga.de“:mailto:order@bzga.de