Fachstelle Spielerschutz und Migration in Mannheim eröffnet

Gemeinsam neue Wege gehen – so das Leitbild der am 1. April 2014 eröffneten Fachstelle des Institut Glücksspiel & Abhängigkeit mit Hauptsitz in Salzburg/Österreich. Von Mannheim aus werden Fortbildungen zu den gesetzlichen Präventionsschulungen gleichermaßen angeboten wie Beratungen für Hilfesuchende. Ein besonderes Highlight, die Türen für Menschen mit Migrationshintergrund sind weit geöffnet – die Angebote sind mehrsprachig vor allem auch in Türkisch.

Die Fachstelle befindet sich im Herzen der Mannheimer Innenstadt. Umgeben von 30 Spielhallen, 32 Sportwett-Cafés, 120 Lotto-Annahmestellen, nimmt sich die Fachstelle Spielerschutz und Migration zum Ziel neue Wege gemeinsam mit Betroffenen, dem Hilfssystem, der Politik und den Anbietern zu gehen – alle an einem Tisch.

Der Glücksspielstaatsvertrag und insbesondere das Landesglücksspielgesetz Baden- Württemberg verfolgt die Zielsetzung, die effiziente Vermittlung von Betroffenen und Angehörigen ins professionelle Hilfssystem zu sichern. Dies konnte jedoch noch nicht zufriedenstellend erreicht werden – hier setzt die neue Fachstelle an. Besonders der Zugang und die Anbindung von Hochrisikogruppen bei Spielsucht, wie Jugendliche und Migranten, sowie die Prävention von Selbigem ist eines der gelebten Hauptaufgabengebiete. Deshalb ist es Ziel der Fachstelle Spielerschutz und Migration, sowohl Betroffenen und Angehörigen in deren Muttersprache, als auch Anbietern kulturspezifische und bedarfsgerechte Lösungen für einen effektiven Spielerschutz anzubieten.

Spielerschutz / Fortbildung
Ab sofort können die gesetzlich geforderten Präventionsseminare über die Fachstelle gebucht werden. Die Seminare können auch in Türkisch durchgeführt werden. Das ist absolut neu und einzigartig in Deutschland. Besonderes Augenmerk wird auf kulturspezifische Besonderheiten der Zielgruppe gelegt.

Spielsuchtberatung
Ob deutsch- oder türkischsprachig oder sogar mannheimerisch – hier finden sie kompetente Hilfe vor. Es werden vollkommene Anonymität und kostenlose Beratungen garantiert. Wenn es einmal schnell gehen muss kann Beratung auch online oder telefonisch erfolgen. Ab Mai können sich Menschen mit Spielproblemen auch in den neu eingerichteten Selbsthilfegruppen in Türkisch und Deutsch austauschen.

Gemeinsam an einem Strang ziehen
„Spielerschutz muss die Menschen erreichen, die es betrifft. Gerade hier schließen wir mit unserer einzigartigen und sehr positiv besetzten Fachstelle den Spalt, der bisher bestand. Wir haben früh erkannt, dass unsere Besonderheiten eine stabile Brücke bauen und diese Aufgaben bestens abdecken.“ – so Mete Tuncay

Mete Tuncay – Leiter der Fachstelle Spielerschutz und Migration in Mannheim
Seit 2003 gilt der anerkannte Berater und Therapeut als Fachmann für die Themenbereiche Glücksspiel und Migration, insbesondere aus dem türkisch-orientalischen Kulturraum. Über viele Jahre hinweg berät der 35-jährige auch über eine fremdsprachige Hotline bundesweit.

Kontakt
Mete Tuncay
m.tuncay@europe-iga.eu

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