Am 28. April 2026 lud die Automatenwirtschaft zu einem Parlamentarischen Abend in das Schweriner Schloss. Zahlreiche Mitglieder des Landtages Mecklenburg-Vorpommern sowie weitere Gäste aus Verwaltung und Wirtschaft folgten der Einladung.

Stecker stellte dabei einen direkten Zusammenhang mit den besonders restriktiven Regelungen für Spielhallen in Mecklenburg-Vorpommern her. Insbesondere die Abstandsregelungen hätten zu einem drastischen Rückgang legaler Standorte geführt und damit legale Angebote erheblich geschwächt. „Wenn legale, streng kontrollierte Angebote zurückgedrängt werden, entsteht Raum für Illegalität. Genau das beobachten wir derzeit in vielen Regionen.“ Vor diesem Hintergrund sprach sich Stecker für eine Weiterentwicklung der regulatorischen Rahmenbedingungen aus. Eine ausgewogene Regulierung müsse den Verbraucherschutz wirksam gewährleisten und zugleich ein ausreichend vorhandenes legales Angebot sichern, das den Ansprüchen der Menschen gerecht wird. Dazu gehöre insbesondere eine Novellierung der Spielverordnung, die den gesetzlichen Kanalisierungsauftrag erfüllt und den legalen Markt stärkt, um der Verlagerung in den Schwarzmarkt nachhaltig entgegenzuwirken.
Die 1. Vizepräsidentin des Landtages Mecklenburg-Vorpommern, Beate Schlupp, betonte in ihrem Grußwort: „Es ist wichtig, dass die Automatenwirtschaft transparent und verantwortungsbewusst agiert. Es geht um faire Spielbedingungen, den Schutz der Spieler und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Der heutige Abend dient dem Dialog zwischen Politik und Wirtschaft, um Lösungen zu diskutieren, die allen Beteiligten gerecht werden.“
Steffen Rehr, 2. Vorsitzender Verband der Automatenkaufleute Berlin und Ostdeutschland e. V., schilderte die Auswirkungen der Regulierung aus Unternehmersicht. So seien die vergangenen Jahre für die mittelständischen Betriebe im Land von erheblichen Einschnitten geprägt gewesen. Neben Abstandsregelungen hat auch das Verbot von Mehrfachkonzessionen zu einem massiven Rückgang legaler Standorte geführt. Zugleich kritisierte Rehr das aktuelle Entbürokratisierungsgesetz. Dieses führe im Bereich des Glücksspielrechts nicht zu Entlastungen, sondern zu zusätzlichen Eingriffsbefugnissen und neuen Sanktionsrisiken für Unternehmen. „Wenn unter dem Label der Entbürokratisierung neue Belastungen entstehen, ist das das Gegenteil dessen, was unsere Betriebe brauchen“, so Rehr.
Quelle: Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V.