80 Jahre Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung: Ein Blick hinter die Kulissen des bayerischen Staatsbetriebs

Ulli Schmitt
ISA-GUIDE Inhaber
E-Mail: ulli@isa-guide.de


Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Dr. Carolin Kerschbaumer, Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung mit der Nachbildung eines Lose und Werbemittel der historischen Bayerischen Wiederaufbau-Lotterie. (Foto: ISA-GUIDE)
Finanz- und Heimatminister Albert Füracker und Dr. Carolin Kerschbaumer, Präsidentin der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung mit der Nachbildung eines Lose und Werbemittel der historischen Bayerischen Wiederaufbau-Lotterie. (Foto: ISA-GUIDE)
München – Anlässlich des 80-jährigen Bestehens der Staatlichen Lotterie- und Spielbankverwaltung fand am Hauptsitz auf der Theresienhöhe ein Pressetermin statt. Neben der Präsentation historischer Bilanzzahlen erhielten Medienvertreter, darunter auch ISA-GUIDE, exklusive Einblicke in die operativen Bereiche der hauseigenen Losproduktion und den Ziehungssaal der GlücksSpirale.

Historisches Fundament und wirtschaftliche Entwicklung

Die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung blickt auf eine lange Tradition zurück. Gegründet am 12. März 1946 als „Bayerische Staatslotterie“, diente sie zunächst dem sozialen Zweck des Wiederaufbaus im kriegszerstörten Bayern. In den vergangenen acht Jahrzehnten hat sich das Unternehmen zum zweitgrößten staatlichen Glücksspielanbieter in Deutschland entwickelt.

Seit der Gründung wurden rund 19 Milliarden Euro an den bayerischen Staatshaushalt abgeführt. Diese Mittel fließen jährlich in gemeinnützige Projekte.

Finanzminister Albert Füracker und Präsidentin Dr. Carolin Kerschbaumer betonten im Rahmen der Veranstaltung, dass das Jahr 2025 mit einem Rekord-Bruttospielertrag in den Spielbanken von rund 139 Millionen Euro einen neuen wirtschaftlichen Meilenstein markiert.

Die hauseigene Produktion: Ein technisches Alleinstellungsmerkmal

Ein Blick in die Druckerei. (Foto: ISA-GUIDE)
Ein Blick in die Druckerei. (Foto: ISA-GUIDE)
Ein zentraler Teil des Pressetermins war die Besichtigung der hauseigenen Druckerei. Lotto Bayern nimmt hier eine Sonderrolle ein, da es die einzige Lotteriegesellschaft in Deutschland ist, die ihre Aufreißlose im eigenen Haus produziert.

Die Besichtigung verdeutlichte den hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard der Produktion. Von der Anlieferung tonnenschwerer Papierrollen bis hin zum fertigen Sicherheitsdruck der Lose wird der gesamte Prozess unter strenger staatlicher Aufsicht durchgeführt.

Diese Fertigungstiefe ermöglicht es dem Staatsbetrieb, flexibel auf Marktanforderungen zu reagieren und gleichzeitig die Integrität der Produkte auf höchstem Niveau zu gewährleisten.

Der Ziehungssaal der GlücksSpirale

Zusätzlich wurde der Ziehungssaal der GlücksSpirale präsentiert. In diesen Räumlichkeiten findet wöchentlich die Ziehung der bundesweiten Rentenlotterie statt. Die dort installierten Ziehungsgeräte unterliegen regelmäßigen technischen Prüfungen und stellen das Herzstück der transparenten Gewinnermittlung dar.

Hier werden jede Woche die Zahlen der GlücksSpirale gezogen. (Foto: ISA-GUIDE)
Hier werden jede Woche die Zahlen der GlücksSpirale gezogen. (Foto: ISA-GUIDE)
Die Erträge der GlücksSpirale sind zweckgebunden und unterstützen unter anderem die Bundesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und den Deutschen Olympischen Sportbund.

Das 80-jährige Jubiläum verdeutlicht die Beständigkeit des staatlichen Glücksspielangebots in Bayern. Mit rund 1.100 Mitarbeitern und einem Netzwerk von über 3.000 Annahmestellen bleibt das Unternehmen ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor im Freistaat. Für den Sommer 2026 kündigte die Geschäftsführung die Einführung eines speziellen Jubiläums-Loses an, das die Geschichte des Hauses thematisch aufgreifen wird.