Boris Rhein: „Wettbewerbsfähigkeit der lizenzierten Anbieter stärken und sie von Regulierungsvorschriften befreien!“

DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker hob in seiner Rede den Hessischen Weg einer Regulierung mit Augenmaß, nach qualitativen Kriterien und im Sinne des Verbraucher- und Jugendschutzes hervor. „Mit Blick auf die Novellierung der Spielverordnung brauchen wir in Deutschland jetzt dringend bessere Rahmenbedingungen für die legalen Anbieter. Die derzeitigen Geräte sind für viele Gäste nicht interessant genug, was eine zunehmende Abwanderung in den illegalen und komplett ungeschützten Schwarzmarkt zur Folge hat. In Deutschland ist beinahe jedes zweite aufgestellte Geldspielgerät illegal. Wir begrüßen daher das entschiedene Vorgehen der Hessischen Behörden im Kampf gegen illegales Glücksspiel, können als legale Anbieter aber nur dann unseren Kanalisierungsauftrag erfüllen, wenn wir ein ausreichend verfügbares und den Bedürfnissen der Verbraucherinnen und Verbraucher gerecht werdendes legales Angebot anbieten können,“ betonte Georg Stecker.
In seiner Rede sagte Ministerpräsident Boris Rhein: „Glücksspiele üben seit jeher eine besondere Faszination aus. Es ist die Aufgabe des Staates, diesen Spieltrieb mit einem wirksamen Spielerschutz zu verbinden. Den Schwarzmarkt für illegale Glücksspiele können wir nur mit attraktiven Angeboten auf dem legalen Markt zurückdrängen. Deshalb setzen wir uns weiterhin dafür ein, die Wettbewerbsfähigkeit der lizenzierten Anbieter zu stärken und sie von Regulierungsvorschriften zu befreien.“
In seinem Grußwort erläuterte HMV-Vorsitzender Michael Wollenhaupt: „Wir als legale Anbieter leisten sowohl in Spielhallen, als auch in der Gastronomie enorme Anstrengungen für ein sicheres Spiel im Sinne des Jugend- und Verbaucherschutzes. Durch immer strengere Regulierungsmaßnahmen hat sich die Zahl der legalen Spielhallenkonzessionen in Hessen seit 2012 allerdings nahezu um 50 % reduziert. Gleichzeitig stehen wir legalen Anbieter aber im harten Wettbewerb mit einem wachsenden illegalen Markt. Um ein nachfragegerechtes Angebot gewährleisten zu können, dürfen die legalen Anbieter in Hessen nicht noch weiter zurückgedrängt werden. Diese haben, auch durch die vielerorts massiven Erhöhungen der Spielapparatesteuer, eine Grenze erreicht, die für viele schlicht nicht mehr zu leisten ist. Letztlich hat dies in vielen Fällen die Schließung vieler mittelständischer Familienbetriebe zur Folge,“ so Wollenhaupt.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde dem Verein Main Kind e.V. eine Spende übergeben, die von der Vorsitzenden Sandra Bender und ihrer Stellvertreterin Dr. Julia Schweitzer entgegengenommen wurde.