BGH verhandelt über Verluste aus unerlaubtem Online-Glücksspiel
Am 17. September 2026 verhandelte der Bundesgerichtshof im Verfahren I ZR 216/25 über die Rückforderung von Verlusten aus unerlaubtem Online-Glücksspiel. Der Terminsbericht und die anschließende Einordnung der wichtigsten Fragen zeigen, dass insbesondere Rückforderungsansprüche, Verjährung, § 852 BGB und Auslandseinsätze von großer Bedeutung bleiben.
Nach Angaben von Beck-aktuell unter Berufung auf dpa wird mit einer Entscheidung des BGH Anfang 2027 gerechnet. Bis dahin dürfte das Verfahren für Anbieter, Spieler und die zahlreichen noch anhängigen Verfahren richtungsweisend bleiben.
Glücksspielregulierung in Europa bleibt in Bewegung
Auch international verändert sich die Glücksspielregulierung weiter. Während Österreich eine Marktöffnung vorbereitet, werden in den Niederlanden Regeln verschärft und die Zusammenarbeit zwischen europäischen Aufsichtsbehörden intensiviert.
Die unterschiedlichen Entwicklungen zeigen, dass die europäischen Staaten weiterhin sehr verschiedene Wege bei Marktöffnung, Spielerschutz und Kontrolle einschlagen.
Wettbürosteuern und Steuerfragen beschäftigen die Branche
Vor dem Verwaltungsgericht Aachen geht der Streit um gezahlte Wettbürosteuern weiter. Im Mittelpunkt stehen mögliche Erstattungsansprüche und die Frage, ob eine Vergleichslösung mit der Stadt Aachen erreicht werden kann.
Daneben wirft ein Vergleich von Bet3000 und Lottoland Fragen zu Steuern und Glücksspielaufsicht auf. Interne Unterlagen und unterschiedliche steuerliche Behandlungen sorgen hier weiterhin für Diskussionsstoff.
Lotto-Gewinne in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen
Bei den Lotterien gab es erneut mehrere Hochgewinne. In Wolfsburg brachte der Eurojackpot einem Spielteilnehmer 108.013 Euro, während bei SUPER 6 100.000 Euro in den Landkreis Aurich gingen.
Noch größer fiel ein LOTTO 6aus49-Gewinn in Nordrhein-Westfalen aus: Ein Spieler aus dem Rhein-Erft-Kreis gewann rund 1,4 Millionen Euro. Weitere hohe Gewinne gingen ebenfalls nach NRW.
Jackpot in Bad Reichenhall geknackt
In der Spielbank Bad Reichenhall fiel der „Cash Connection“-Jackpot. Ein Gast konnte sich über 11.282 Euro freuen. Gleichzeitig kündigte die Spielbank weitere Veranstaltungen für den September an.
50 Jahre Spielbanken in Nordrhein-Westfalen
Die Merkur Spielbanken NRW feiern ihr 50-jähriges Bestehen auch mit einem eigenen Jubiläumsbuch. Bei der Premiere blickte das Unternehmen gemeinsam mit Stargast Günther Jauch auf fünf Jahrzehnte Casino-Geschichte in Nordrhein-Westfalen zurück.
Automatenwirtschaft diskutiert in Dresden und Kiel
Bei parlamentarischen Abenden in Dresden und Kiel suchten Vertreter der Automatenwirtschaft erneut den Austausch mit der Politik. In Sachsen warnten DAW und VA vor illegalem Glücksspiel und warben für bessere Rahmenbedingungen für den legalen Markt.
Auch in Schleswig-Holstein standen Spielerschutz, Regulierung und der wachsende Schwarzmarkt im Mittelpunkt der Gespräche von DAW und ash.
Spielbank Berlin unterstützt Olympia-Pläne
Die Spielbank Berlin setzt sich für die Olympiabewerbung der Hauptstadt ein. Beim Olympic Barbecue zeigte das Unternehmen gemeinsam mit weiteren Unterstützern Flagge für Berlin als möglichen Austragungsort zukünftiger Olympischer Spiele.
Lotterieerträge für gemeinnützige Zwecke in der Schweiz
Die Schweizer Glücksspielaufsicht Gespa veröffentlichte ihren Bericht über die Verwendung der Reingewinne aus Lotterien und Sportwetten im Jahr 2025. Die Mittel fließen auf Grundlage des Geldspielgesetzes in gemeinnützige Zwecke.
Merkur zwischen Bierbrunnenfest und Festivalfinale
Auch abseits des klassischen Glücksspielbetriebs war die Merkur Group präsent. Beim Bierbrunnenfest 2026 feierte der neue Neon-Pong-Cup Premiere.
Mit dem San Hejmo beendete Merkur zudem seine diesjährige Festivalsaison. Rund 75.000 Besucher erlebten dort unter anderem den Merkur Club Casino und weitere Entertainment-Angebote.
Glücksspielgeschichte: Würfel in der Gasse
Die historische Reihe von ISA-GUIDE führte diesmal zurück ins Mittelalter. Würfelspiele gehörten damals zum Alltag einfacher Leute und wurden auf Märkten, in Tavernen und auf Straßen gespielt – trotz wiederkehrender Verbote durch weltliche und kirchliche Autoritäten.
Haben Sie den letzten Wochenrückblick verpasst? Lesen Sie hier, was die Branche in der Vorwoche bewegt hat.
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