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FLUXX veröffentlicht Dreimonatsbericht 2005

Nettoumsatzmarge auf Spieleinsätze steigt auf 26,1 Prozent/EBIT knapp versiebenfacht/Erhöhte Investitionen im Lotto-Tippgemeinschaftsgeschäft

Die Kieler FLUXX AG, Spezialist für die Vermittlung von Lotto und Wetten, veröffentlicht heute ihren Bericht über das erste Quartal 2005. Der konsolidierte Bruttokonzernumsatz ist im ersten Quartal 2005 um 23 Prozent von 20,5 Mio. Euro auf 25,3 Mio. Euro angestiegen. Die Nettoumsatzerlöse stiegen von 3,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum um 35 Prozent auf 5,2 Mio. Euro an. Die über die eigenen Angebote und die Partnerplattformen vermittelten Lotto- und Wetteinsätze stiegen im selben Zeitraum um rund 21 Prozent von 16,6 Mio. Euro auf 20,1 Mio. Euro an.

Die Marge der aus den vermittelten Spieleinsätzen erzielten Umsatzerlöse erhöhte sich von 23,2 Prozent im ersten Quartal 2004 auf 26,1 Prozent im ersten Quartal 2005. Ursache hierfür ist im Wesentlichen das weiterhin starke Wachstum im hochmargigen Tippgemeinschaftsgeschäft.

Rund 92 Prozent der Nettoumsätze resultieren aus Provisionen und Handlinggebühren auf die vermittelten Spieleinsätze. Weitere Erlöse wurden aus Honoraren und Wetteinsätzen erzielt.

Deutliche Skalierung

Dem Umsatzwachstum von 35 Prozent steht eine moderate Erhöhung der Aufwendungen gegenüber. Der Materialwand, der im Wesentlichen Gewinnausschüttungen des Online-Buchmachers Interjockey.com umfasst, ist gegenüber dem ersten Quartal 2004 sogar um 32 Prozent auf 143 Tsd. Euro gesunken. Die Personalkosten sind um knapp 14 Prozent auf 1.416 Tsd. Euro gestiegen und resultieren im Wesentlichen aus der Aufstockung des Personals von durchschnittlich 90 auf 94 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, die neben Marketingaufwendungen in Höhe von 776 Tsd. Euro vor allem an Plattform-Mandanten ausgeschüttetete Provisionen enthalten, sind um knapp vier Prozent auf 2.477 Tsd. Euro gestiegen.

Ergänzend sind im ersten Quartal erhöhte Aufwendungen für die Vorbereitung des im April gestarteten Testbetriebs für die Vermarktung von Lottoprodukten im Einzelhandel angefallen.

EBITDA mehr als verfünffacht, EBIT knapp versiebenfacht

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist im ersten Quartal um 418 Prozent angestiegen und markiert mit 1.347 Tsd. Euro den bislang höchsten operativen Quartalsgewinn in der Unternehmenshistorie des FLUXX Konzerns. Gleichzeitig konnte somit bereits nach drei Monaten mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahres-EBITDA von 2.409 Tsd. Euro erzielt werden.

Trotz der um 730 Tsd. Euro erhöhten Abschreibungen, die im Wesentlichen aus den nach IAS 38 aktivierten Spielgemeinschaftsverträgen stammen, konnte auch das EBIT im ersten Quartal von 60 Tsd. Euro auf 417 Tsd. Euro gesteigert werden.

Der Konzerngewinn erhöhte sich von 98 Tsd. Euro im ersten Quartal 2004 um 269 Prozent auf 362 Tsd. Euro. Das voll verwässerte Ergebnis je Aktie konnte aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung trotz der Verwässerung durch die Kapitalmaßnahmen in 2004 von 0,02 Euro auf 0,03 Euro erhöht werden. Unverwässert konnte das Ergebnis je Aktie auf 0,04 Euro verdoppelt werden.

Erhöhte Investitionen in den Aufbau von Spielgemeinschaften

Durch die gute Geschäftsentwicklung im ersten Quartal konnte FLUXX wiederum neben einem profitablen Ergebnis auch einen positiven Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit erzielen. Damit war FLUXX in der Lage, die Investitionen in großem Umfang aus operativer Tätigkeit zu finanzieren. Per Saldo wurden jedoch erstmals freie Mittel über den operativen Cash Flow hinaus in den Ausbau der Geschäftsaktivitäten investiert, um Marktpotenziale und Renditen vor allem im Spielgemeinschaftsgeschäft und dem Vertrieb im Einzelhandel zu generieren. Der Liquiditätsgrad 2, der das Verhältnis des Umlaufvermögens zu den kurzfristigen Schulden darstellt, ist gegenüber dem 31.12.2004 wieder von 131 Prozent auf 150 Prozent gestiegen.

Eigenkapitalquote steigt auf 68 Prozent

Die Eigenkapitalausstattung des FLUXX Konzerns hat sich durch den Periodenüberschuss in Höhe von 362 Tsd. Euro und die Wandlung von Anleihen aus der Wandelschuldverschreibung weiter verbessert. Das kumulierte Eigenkapital ist um knapp 2,7 Mio. Euro auf 19,9 Mio. Euro gestiegen, die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem 31.12.2004 von 55 auf 68 Prozent erhöht.

Ausblick

Das zukünftige Wachstum der FLUXX Gruppe wird im Wesentlichen durch drei Felder beeinflusst: Produkte, Markt und Vertrieb. Das heute sehr umfangreiche Portfolio von Lotto- und Pferdewett-Produkten soll um weitere Produktsegmente wie Sportwetten und Casinospiele ergänzt werden, die allmählich durch die fortschreitende Deregulierung des europäischen Glücksspielmarkts an Bedeutung gewinnen. Das hochmargige Tippgemeinschaftsgeschäfts soll auch weiterhin stark ausgebaut werden.

Anfang April hat FLUXX ein Pilotprojekt für den stationären Vertrieb von Lotto-Produkten im Einzelhandel gestartet. FLUXX hat bereits Einzelhandelspartner wie EDEKA oder Fotopoint und den Tankstellen-Betreiber OIL für den Vertriebsstart gewinnen können, mit denen nach einem erfolgreichen Testverlauf eine langfristige Zusammenarbeit geplant ist. Die Pilotphase ist zunächst auf etwa drei Monate ausgelegt.

Der vollständige Dreimonatsbericht wird heute im Laufe des Tages auf den Internetseiten www.deutsche-boerse.com und www.fluxx.com zum Download zur Verfügung gestellt.