
Die Petition argumentiert, dass insbesondere erfahrene Spieler durch das niedrige Tischlimit auf Angebote im unregulierten Markt ausweichen könnten. Dort greifen die Schutzmechanismen des legalen Marktes – etwa Limits, Kontrollen und regulatorische Vorgaben – nicht im selben Umfang. Damit, so die zentrale These, könne eine gut gemeinte Einschränkung die Kanalisierung in legale Angebote schwächen.
Zugleich verweist der Petitionstext auf die strategische Komponente von Online-Poker. Das sogenannte Multitabling, also das gleichzeitige Spielen an mehreren Tischen, sei für viele erfahrene Spieler ein fester Bestandteil der Spielpraxis. Eine zu strenge Begrenzung könne daher die Attraktivität lizenzierter deutscher Angebote mindern und den regulierten Markt im internationalen Vergleich benachteiligen.
Als weiterer Punkt wird angeführt, dass andere regulierte europäische Märkte bereits andere Rahmenbedingungen hätten. Die Petition plädiert deshalb dafür, die deutschen Vorgaben im Zuge der Evaluierung 2026 des Glücksspielstaatsvertrags erneut zu überprüfen und praxisnäher auszugestalten.
Inhaltlich fordert die Initiative eine Anhebung des Tischlimits. Im Petitionstext werden dabei unterschiedliche Zielgrößen genannt: An einer Stelle ist von mindestens acht Tischen die Rede, an anderer Stelle von mindestens zwölf Tischen beziehungsweise von flexibleren Regelungen für verifizierte oder erfahrene Spieler. Unabhängig von der genauen Zahl bleibt die Stoßrichtung klar: Der legale Markt soll konkurrenzfähig bleiben, ohne den Spielerschutz aufzugeben.
Damit greift die Petition eine Grundsatzfrage der Glücksspielregulierung auf: Wie lassen sich Schutzmaßnahmen so ausgestalten, dass sie wirksam sind, ohne Spieler aus dem regulierten Angebot herauszudrängen? Ob die Forderungen politischen Einfluss entfalten, dürfte sich im Rahmen der weiteren Evaluierung zeigen. Laut Plattform läuft die Petition noch mehrere Monate.
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