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IMA 2010 Abschlussmeldung: Ausstellende Unternehmen melden gute Ordertätigkeit

Besucherzahlen des Vorjahres um gut 7 Prozent übertroffen

Der Verband der Automatenindustrie (VDAI) ist mit der Entwicklung der Messe, besonders vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise, zufrieden.

Düsseldorf. Nach vier Tagen auf dem Düsseldorfer Messegelände schließt die 29. Automatenmesse IMA ihre Tore. Fachbesucher aus dem In- und Ausland hatten sich über Innovationen und klassisches Angebot informiert. Im Zentrum des Interesses standen bildschirmbasierte Geld-Gewinnspielgeräte, so genannte Multigamer. Nach wie vor sind aber auch klassische Walzen- und Scheibengeräte vorwiegend für die Gastronomie gefragt. Verstärkt anzutreffen sind Anbieter von Hard- und Software für das Geldmanagement in modernen Spielstätten. Im Zuge der wachsenden Professionalisierung der Branche bemühen sich verstärkt Marketinganbieter, Projektgestalter und Innenausstatter um die Gunst der Messebesucher.

Flipper, Tischkicker, Simulatoren und Touch-Geräte gehören nach wie vor zum Gesicht der IMA. Auch wenn ihre Marktpräsens in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist, überraschen sie immer wieder mit pfiffigen Ideen und Anwendungen.

Das traditionelle Angebot der IMA wurde zum zweiten Mal angereichert um die Bowling World, ein Ausstellungsteil, der im Wachsen begriffen ist. Auch am Freizeitmarkt sind verstärkt Bowling Center an integrierten Standorten mit Spielstätten-Entertainment anzutreffen. Ausgelöst durch diese Entwicklung haben sich auf der IMA mehr Angebote der Gastronomie wie Snacks, Drinks und Kaffee-Variationen präsentiert.

Insgesamt fühlen sich die Unternehmen der deutschen Automatenindustrie für die Zukunft hervorragend aufgestellt. Die Möglichkeiten der neuen Spielverordnung aus 2006 haben der Branche einen deutlichen Schub in Richtung Innovation und Spielfreude gegeben. Über diesen Weg ist es gelungen, neue Kundengruppen für das Spiel zu gewinnen. Der weibliche Anteil an Spielgästen ist deutlich gestiegen und liegt inzwischen über 20 Prozent. Eine Entwicklung, die vor wenigen Jahren noch utopisch erschien.

2010 ist aber auch das Jahr, in dem die Bundesregierung die neue Spielverordnung für das gewerbliche Spiel einem Praxistest unterzieht. Die Evaluierung wird von der Branche mit vielen Initiativen begleitet, die gewachsene Verantwortung im gesellschaftlichen Umfeld zeigen. Spielerschutz ist nach Aussagen der VDAI-Vorsitzenden Paul Gauselmann und Uwe Christiansen wichtiges Element der täglichen Arbeit in Spielstätten, bei Handel und Industrie. Von der Entwicklung der Spielfeatures über den Vertrieb bis hinein in die Spielstätten ist sich die Branche ihrer Verantwortung bewusst. Gauselmann unterstrich auf der IMA, dass der durchschnittliche Aufwand der Spielgäste pro Stunde im Durchschnitt auf ca. zehn Euro gesunken ist. Damit ist die Branche preislich auf Augenhöhe mit vielen anderen Freizeitangeboten. Positiver Effekt der neuen Spielverordnung ist auch, dass die Branche ihre Beschäftigtenzahl von 60.000 auf 70.000 erhöhen konnte. Außerdem bildet die Branche seit 2008 in eigenen Ausbildungsberufen aus, deren Schwerpunkte neben kaufmännischen Fähigkeiten, Service und Technik auch und besonders Prävention und Spielerschutz sind. Für diese Ausbildungsgänge wurde auf der IMA in Seminaren und Informationsveranstaltungen geworben.

Wenige Stunden vor Messe-Ende konnte der Messeorganisator Reed Exhibitions, Düsseldorf, vermelden, dass mit 8.838 Besuchern das Vorjahresergebnis um 7,2 Prozent übertroffen wurde.

Die nächste IMA wird vom 18. bis 21. Januar 2011 im Messegelände Düsseldorf stattfinden.