1

Parlamentarischer Abend in Mainz: Die Branche im Dialog mit Politik und Verwaltung

Zahlreiche Mitglieder des Landtages von Rheinland-Pfalz, von Lotto Rheinland-Pfalz, DEHOGA Rheinland-Pfalz sowie weiterer Verbände sind gestern der Einladung zum Parlamentarischen Abend des Dachverbands Die Deutsche Automatenwirtschaft e.V. (DAW) und des Automaten-Verband Rheinland-Pfalz e.V. (AVRP) gefolgt. Im Landesmuseum Mainz tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die aktuelle politische Lage und die Rahmenbedingungen der Branche in Rheinland-Pfalz aus.

V.l.n.r.: Christoph Eberlein, Michael Hüttner, Dirk Herber, Georg Stecker (Foto: AWI/DAW)
V.l.n.r.: Christoph Eberlein, Michael Hüttner, Dirk Herber, Georg Stecker (Foto: AWI/DAW)
DAW-Vorstandssprecher Georg Stecker eröffnete die Veranstaltung und machte deutlich: „Das legale Spiel muss dringend gestärkt und attraktiver werden! Durch den Anschluss an das Sperrsystem OASIS haben wir die Grundlage für diese Maßnahmen geschaffen. Gleichzeitig können wir Spielerschutz auf höchstem Niveau gewährleisten. Auch die Gerätezahl muss erhöht werden, um das legale Angebot nicht zu gefährden und der Illegalität nicht Vorschub zu leisten. Außerdem ist die Kombination mit anderen legalen Glücksspielformen eine gute Möglichkeit, den wichtigen Kanalisierungsauftrag optimal erfüllen zu können.“

In seinem Grußwort lobte der SPD-Landtagsabgeordnete Michael Hüttner den stets offenen und guten Dialog mit der Branche. Der Kampf gegen die Illegalität sei eine gemeinsame Aufgabe von Branche und Politik. Der Vorsitzende des Innenausschusses, Dirk Herber MdL (CDU), wies auf den Austausch und die Zusammenarbeit der legalen Anbieterinnen und Anbieter hin. Es gehe auch in Zukunft darum, den legalen Markt zu stärken und damit in die Lage zu versetzen, seinen gesetzlichen Kanalisierungsauftrag zu erfüllen.

Christoph Eberlein, Vorstandsmitglied des Automaten-Verband Rheinland-Pfalz e.V. (AVRP), unterstrich in seiner Rede, dass es wichtig und richtig sei, das gewerbliche Automatenspiel nach qualitativen Kriterien zu regulieren: „Nur so können die in Rheinland-Pfalz üblichen ordentlichen Familienbetriebe erhalten und der Jugend- und Spielerschutz tatsächlich gestärkt werden.“ Eberlein machte zudem auf die herausfordernde wirtschaftliche Situation aufmerksam, in der sich die Unternehmen im Land derzeit wiederfänden: „Die Preissteigerungen, drastisch gestiegenen Energiekosten und der Arbeitskräftemangel machen auch vor unserer Branche keinen Halt. Dass wir in dieser Situation für jede erlaubte Spielhalle im baulichen Verbund eine Servicekraft vorhalten müssen, macht uns spürbar zu schaffen. In anderen Ländern gibt es Beispiele, wie man an dieser Stelle zu einer guten Lösung kommen könnte.“