Interview mit Anton Schmid, Geschäftsführer der psmtec GmbH zur aktuellen Corona-Krise

Die Corona-Krise stellt insbesondere die Glücksspielbranche vor große Herausforderungen. [key:IG] spricht mit Verantwortlichen Managern und Direktoren, aus verschiedenen Bereichen der Glücksspielbranche, über Herausforderungen und Konsequenzen aus der aktuellen Situation.

*Ulli Schmitt, [key:IG]: Welche Maßnahmen haben Sie in Ihrem Unternehmen ergriffen um einer weiteren Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken?*

*Anton Schmid:* Normale Hygienemaßnahmen wie Sterillium Händedesinfektionsmittel und Sagrotan Flüssighandseife sind bei uns schon immer Standard in Toiletten und Kantinen. Im Zuge der Ausbreitung des Corona-Virus wurden weitere Hygienemaßnahmen eingeführt und dazu ein Hygienebeauftragter eingerichtet, der die Umsetzung der selbst auferlegten Hygienemaßnahmen überwacht und teilweise auch selbst durchführt (so z.B. zweimal täglich alle Türklinken und Griffe desinfizieren).
Zusätzlich wurden die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter noch weiter auseinander gezogen. Homeoffice wurde all den Mitarbeitern erlaubt die uns nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen konnten. Die Mitarbeiter der Abteilungen Service und Waren, Produktion und Vertrieb wurden in Urlaub geschickt und es wurde Kurzarbeit beantragt.

*Ulli Schmitt, [key:IG]: Die derzeitige Krise hat erhebliche Auswirkungen auf die Glücksspielbranche. Kann man als Unternehmen auf so etwas überhaupt vorbereitet sein? Gab es Krisenpläne für den jetzt eingetretenen Fall?*

*Anton Schmid:* Diese Situation war so nicht vorhersehbar, spezielle Krisenpläne waren daher bisher nicht vorhanden, wurden jetzt allerdings erstellt.

*Ulli Schmitt, [key:IG]: Wie ist der Stand in Ihrem Unternehmen, wird normal weiter produziert oder auch über Kurzarbeit nachgedacht?*

*Anton Schmid:* Die Mitarbeiter der Abteilungen Service und Waren, Produktion und Vertrieb wurden in Urlaub geschickt und es wurde entsprechend Kurzarbeit beantragt. Bis voraussichtlich 19.04. ist erstmal nur eine Notbesetzung im Büro anwesend. Die Entwicklungsabteilung arbeitet dagegen in voller Besetzung weiter.

*Ulli Schmitt, [key:IG]: Nutzen Spielhallenbetreiber die Schließzeit vermehrt für Wartungsarbeiten und/oder Gerätetausch oder versucht man eher die Krise mit möglichst geringen Ausgaben zu überstehen?*

*Anton Schmid:* Das kann ich überhaupt nicht erkennen. Nach unserer Erfahrung von letzter und dieser Woche ruht bei den Spielhallen Betreibern alles.

*Ulli Schmitt, [key:IG]: Sehen Sie langfristige Folgen für Ihr Unternehmen?*

*Anton Schmid:* Natürlich hat jede Woche in der Spielhallen geschlossen sein müssen, erhebliche Auswirkungen auf die Kaufkraft unserer Kunden und somit auch auf uns. Auch wenn die Spielhallen ab 20.04. wieder öffnen können wird die Krise damit sicher nicht beendet sein.
Wenn die Deutsche Automatenbranche kurzfristig keine technischen und/oder fiskalischen Verbesserungen erfährt werden wir unseren Gürtel erheblich enger schnallen müssen.

*Ulli Schmitt, [key:IG]: Vielen Dank für das Gespräch.*