In den vergangenen Monaten hat die ISA-GUIDE-Serie Schritt für Schritt gezeigt, wie aus ehemaligen staatlich geprägten Häusern moderne, unternehmerisch geführte Spielbanken wurden. Es ging um Investitionen, um neue Strukturen, um Geschwindigkeit in Entscheidungen – vor allem aber um Menschen. Um Teams, die diesen Wandel mitgetragen haben. Um Führungskräfte, die ihn vor Ort gestalten. Und um eine neue Idee davon, was eine Spielbank heute sein kann: Erlebnisort, Arbeitgeber und gesellschaftlich verantwortlicher Akteur zugleich.

Viele dieser Entwicklungen laufen an zentraler Stelle zusammen: bei David Schnabel. Als Vorstand und verantwortlicher Treiber des Spielbankenbereichs innerhalb der Merkur Gruppe steht er für den Kurs hinter der Transformation – und für die Frage, wie aus Veränderung nachhaltige Entwicklung wird.
Schnabel vereint dabei zwei Perspektiven, die in dieser Form selten sind: die Erfahrung aus öffentlich geprägten Strukturen und die konsequent unternehmerische Sichtweise eines privatwirtschaftlichen Konzerns. Diese Verbindung prägt den Weg, den Merkur seit der Übernahme der Spielbanken eingeschlagen hat – von der Sicherung von Arbeitsplätzen über gezielte Investitionen bis hin zur Entwicklung moderner Führungs- und Betriebskonzepte. Und sie bildet zugleich die Grundlage dafür, das Spielbankgeschäft nicht nur national weiterzuentwickeln, sondern perspektivisch auch international zu denken und zu positionieren.
Die bisherigen Beiträge haben gezeigt, wie dieser Wandel umgesetzt wurde. Das folgende Gespräch geht einen Schritt weiter – und stellt die Frage nach den Beweggründen, den Leitlinien und der Richtung.
Im abschließenden Interview dieser Serie spricht David Schnabel über den Einstieg in das Spielbankgeschäft, über Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden, Gästen und Gesellschaft sowie über die strategischen Leitlinien für die weitere Entwicklung der Spielbanken – in Deutschland, Europa und darüber hinaus.
Ein Gespräch über mehr als Transformation. Ein Gespräch über Richtung.
ISA-GUIDE: Herr Schnabel, wenn Sie auf Ihren bisherigen Weg in der Glücksspielbranche zurückblicken: Gab es einen Moment oder eine Phase, die Sie besonders geprägt hat?
David Schnabel: Einen einzelnen Moment, der alles geprägt hat, gibt es für mich nicht. Es ist vielmehr eine Entwicklung über viele Jahre hinweg. Was mich allerdings seit meinem ersten Arbeitstag begleitet, ist die besondere Faszination für das Spielbankgeschäft.
Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Arbeitstag am 2. November 1991 in der Spielbank Hohensyburg. Mich hat damals sofort diese besondere Atmosphäre fasziniert: das Zusammenspiel von Menschen, das stilvolle Ambiente, die Spannung an den Spieltischen, das leise Klingen der Automaten, Gespräche an den Bars und in den Restaurants. Und über allem lag dieser besondere Moment, der Spielbanken ausmacht: die Mischung aus Hoffnung, Nervenkitzel und der Ungewissheit, wie sich ein Abend entwickelt. Diese Faszination hat mich seitdem nie losgelassen.
Besonders prägend ist für mich der Umgang mit Menschen – mit Gästen ebenso wie mit den Teams in den Häusern und in der Verwaltung. Daraus entstehen viele Erfahrungen, positive wie herausfordernde, die einen über die Jahre formen.
Ich bin dankbar für die Möglichkeiten, die mir WestSpiel und später die MERKUR Gruppe gegeben haben. Es erfüllt mich mit Stolz, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam erreichen konnten. Wenn ich heute zurückblicke, dann sind es genau diese vielen Erfahrungen, die mich nicht nur beruflich, sondern auch persönlich geprägt haben.
ISA-GUIDE: Sie sind seit vielen Jahren in unterschiedlichen Rollen in der Branche tätig. Hat sich Ihr Blick auf das Spielbankgeschäft im Laufe der Zeit verändert?“
David Schnabel: Ja, selbstverständlich hat sich mein Blick auf das Spielbankgeschäft im Laufe der Zeit verändert – schon allein deshalb, weil sich auch die Branche selbst kontinuierlich weiterentwickelt hat.
Gleichzeitig hängt das stark mit meinem eigenen beruflichen Weg zusammen. Meine Aufgaben und Verantwortungsbereiche haben sich über die Jahre immer wieder verändert, und ich hatte das große Glück, Einblicke in nahezu alle spielbankrelevanten Bereiche zu erhalten. Dabei konnte ich nicht nur Prozesse und Strukturen kennenlernen, sondern sie an vielen Stellen auch aktiv mitgestalten.
Diese Perspektivwechsel haben meinen Blick deutlich erweitert – weg von einzelnen operativen Themen hin zu einem umfassenderen Verständnis für das Gesamtsystem Spielbank.
Was sich allerdings nie verändert hat, ist die Faszination für das Spiel selbst und vor allem für die Menschen, die dieses Geschäft ausmachen.
ISA-GUIDE: Wie wichtig ist es Ihnen persönlich, regelmäßig in den Spielbanken vor Ort präsent zu sein und den direkten Austausch mit den Teams zu suchen?
David Schnabel: Der direkte Kontakt zu Gästen sowie zu den Kolleginnen und Kollegen vor Ort ist für mich sehr wichtig. Nur wenn man nah dran ist, versteht man wirklich, was die Menschen beschäftigt und was im Alltag tatsächlich relevant ist.
Ich genieße es auch persönlich sehr, in den Spielbanken zu sein – ins Gespräch zu kommen, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven mitzunehmen. Mir ist wichtig, als Ansprechpartner präsent und erreichbar zu sein. Denn aus diesen Gesprächen entstehen oft wertvolle Impulse, die helfen, Dinge besser einzuordnen und unsere Angebote und Konzepte stetig weiterzuentwickeln.
Präsenz ist für mich auch eine Frage der Wertschätzung. Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten im Schichtbetrieb – auch abends, an Wochenenden und Feiertagen – Tag für Tag hervorragende Arbeit, häufig mit außergewöhnlichem Engagement und viel Herzblut. Deshalb ist es mir wichtig, auch zu diesen Zeiten manchmal vor Ort zu sein.
Allerdings gelingt mir das inzwischen im Alltag nicht immer in dem Umfang, wie ich es mir wünschen würde. Umso wichtiger ist es mir, die Gelegenheiten, die sich bieten, intensiv zu nutzen.
ISA-GUIDE: Spielbanken leben auch von besonderen, manchmal ungewöhnlichen Momenten. Ist Ihnen aus Ihrer Zeit in der Spielbankenwelt ein Erlebnis in Erinnerung geblieben, das Sie bis heute begleitet?
David Schnabel: Es sind gar nicht die großen, spektakulären Ereignisse, die mir am stärksten in Erinnerung geblieben sind. Es sind vielmehr die vielen kleinen, oft sehr persönlichen Momente, die diese Branche so besonders machen.
Das sind Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen, mit denen man über viele Jahre zusammenarbeitet, gemeinsame Erfolge erlebt und sich auch in schwierigen Situationen unterstützt. Ebenso sind es Gäste, die einen über lange Zeit begleiten und mit denen ein besonderer Austausch entsteht. Natürlich gibt es auch außergewöhnliche Erlebnisse, die man so vermutlich nur in der Spielbankenwelt hat. Ich erinnere mich zum Beispiel an einen Besuch von Eros Ramazzotti nach einem Konzert in der Westfalenhalle, den ich an diesem Abend ein Stück begleiten durfte, oder an Franz Beckenbauer als Gast bei einer Gala, bei der sich ebenfalls ein persönlicher Austausch ergeben hat. Und ein Moment, der sicher besonders heraussticht: ein echter Tiger am Roulette-Tisch, den ich aus nächster Nähe miterleben konnte.
Gleichzeitig gab es in den vergangenen Jahren bei MERKUR ganz andere, aber nicht weniger prägende Momente: mein erstes Gespräch mit Paul Gauselmann, das für meinen weiteren Weg entscheidend war, die Eröffnung neuer Standorte – von Leuna über Magdeburg und Halle bis hin zu Monheim – oder auch die Übernahme von WestSpiel.
Am Ende ist es genau diese Mischung aus den vielen persönlichen Begegnungen, prägenden Wegmarken und den besonderen, manchmal auch überraschenden Momenten, die die Faszination dieser Branche ausmacht – und die mich bis heute begleitet.
ISA-GUIDE: Wenn Sie auf den Einstieg der Merkur Gruppe in das Spielbankgeschäft zurückblicken: Was war für Sie persönlich der ausschlaggebende Moment, diesen Schritt zu gehen?
David Schnabel: Die grundsätzliche Entscheidung, in das Spielbankgeschäft einzusteigen, ist schon vor meinem Wechsel in die MERKUR Gruppe gefallen. Paul Gauselmann hatte damals den Mut und den unternehmerischen Weitblick, das bestehende Geschäft, um den Bereich der Spielbanken zu erweitern.
Für mich persönlich war es dann ein Glücksfall, genau zu diesem Zeitpunkt zur MERKUR Gruppe zu kommen – in einer Phase, in der mit dem Aufbau der Spielbanken in Sachsen-Anhalt begonnen wurde. Ich konnte meine Erfahrungen einbringen und diesen Weg von Anfang an aktiv mitgestalten. Rückblickend war der Einstieg in die Spielbankbranche nicht nur mutig – sondern auch absolut richtig. Die Spielbankbranche befand sich damals in einer schwierigen Situation, geprägt von rückläufigen Besucherzahlen und einer eher verhaltenen Perspektive.
Gerade zu Beginn wurden wir von vielen Kolleginnen und Kollegen der Branche nicht ernst genommen und wurden belächelt. Keiner hat uns wirklich zugetraut, Spielbanken erfolgreich betreiben zu können. Und kaum jemand hat erwartet, dass wir das Unterhaltungskonzept Spielbank neu denken, weiterentwickeln und wieder erfolgreich machen können.
Heute hat sich dieses Bild deutlich gewandelt. Viele der Ansätze, die wir damals entwickelt haben, finden sich inzwischen auch an anderen Standorten wieder. Dass wir mit unserer ersten Spielbank in Leuna-Günthersdorf den Grundstein für diese Entwicklung legen konnten, erfüllt mich persönlich mit großem Stolz.
Schon damals war für uns klar, dass wir dieses Geschäft nicht nur stabilisieren, sondern langfristig weiterentwickeln wollen – national wie perspektivisch auch international.
ISA-GUIDE: Mit der Übernahme der ehemaligen WestSpiel-Häuser waren hohe Erwartungen verbunden, aber auch Skepsis. Was hat sich aus Ihrer Sicht bestätigt – und was hat Sie vielleicht selbst überrascht?
David Schnabel: Ich glaube, diese Frage lässt sich am besten aus zwei Perspektiven betrachten.
Auf Seiten der Belegschaft gab es nicht nur Skepsis, sondern vielfach auch große Verunsicherung. Die Diskussion um eine mögliche Privatisierung lief bereits über Jahre, lange bevor der Prozess konkret wurde. Gleichzeitig hatte sich das Marktumfeld spürbar verändert: Die Ansprüche der Gäste waren gestiegen, das Glücksspielangebot war vielfältiger geworden – und das hat sich auch in den Besucher- und Umsatzzahlen der damaligen WestSpiel-Gruppe niedergeschlagen. Trotz verschiedener Maßnahmen zur Neuausrichtung blieb die wirtschaftliche Situation herausfordernd, sodass das Land schließlich den Schritt zur Privatisierung gegangen ist.
Für viele Kolleginnen und Kollegen war das mit ganz konkreten Sorgen verbunden – um den Arbeitsplatz, die finanzielle Situation und die persönliche Zukunft. Rückblickend kann man aber klar sagen: Diese Befürchtungen haben sich nicht bestätigt.
Aus unserer Sicht war hingegen früh klar, dass wir mit unseren Erfahrungen, die wir in der Zwischenzeit in unterschiedlichen Spielbankgesellschaften sammeln konnten, und den innovativen Konzepten auch in Nordrhein-Westfalen erfolgreich sein können. Bestätigt hat sich für mich vor allem, dass die Spielbankstandorte in NRW ein großes Potential haben und sich erfolgreich weiterentwickeln lassen.
Überrascht hat mich, wie schnell sich erste Erfolge eingestellt haben. Der Mut, Dinge anzupacken, neu zu denken und vor allem auf die Stärke und das Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu setzen, hat sich sehr schnell ausgezahlt.
Und diese Entwicklung beschränkt sich nicht nur auf Nordrhein-Westfalen: Auch in Niedersachsen sehen wir aktuell einen ähnlichen Verlauf – was uns in unserem Ansatz zusätzlich bestärkt.
ISA-GUIDE: Sie haben früh entschieden, alle Mitarbeiter zu übernehmen. Warum war Ihnen dieser Schritt so wichtig – auch vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Verantwortung?
David Schnabel: Übernahmeprozesse sind immer sensible Phasen – das gilt insbesondere für Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen, wo die Diskussionen im Vorfeld von Kritik und spürbarer Verunsicherung in den Belegschaften geprägt waren.
Umso wichtiger war es für uns, früh ein klares Signal zu setzen: Die Arbeitsplätze sind sicher. Dabei ging es nicht nur um eine formale Zusage, sondern vor allem darum, für Vertrauen und Stabilität in einer Phase des Umbruchs zu sorgen.
Es war für uns von Anfang an klar, dass wir die bestehenden Teams für einen erfolgreichen Spielbankbetrieb brauchen. Anders als teilweise öffentlich dargestellt, gehörte es nie zu unserem Konzept, Arbeitsplätze abzubauen. Im Gegenteil: Investitionen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören für uns zum unternehmerischen Selbstverständnis – sie zu fördern, weiterzuentwickeln und langfristig zu binden. Hinzu kommt ein ganz praktischer Aspekt: Unser Anspruch ist es, unseren Gästen ein hochwertiges Erlebnis und exzellenten Service zu bieten. Das gelingt nur mit engagierten, erfahrenen und herzlichen Kolleginnen und Kollegen vor Ort.
Und da wir davon überzeugt sind, mit neuen Konzepten und Angeboten zusätzliche Gäste gewinnen zu können, war für uns ebenfalls schnell klar: Wir brauchen nicht nur die bestehenden Teams, sondern weitere neue Kolleginnen und Kollegen in unseren Spielbanken.
ISA-GUIDE: Vertrauen entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern im Alltag. Woran haben Sie gemerkt, dass der Wandel in den Häusern tatsächlich angenommen wird?
David Schnabel: Vertrauen zeigt sich nicht in einzelnen Maßnahmen, sondern im täglichen Miteinander. Man merkt sehr schnell, ob ein Wandel nur angekündigt wird – oder ob er tatsächlich gelebt wird.
Für mich wird das vor allem im direkten Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen deutlich. Natürlich gibt es weiterhin Themen, die wir mit der Belegschaft sowie den Mitarbeitervertretungen intensiv und auch kontrovers diskutieren. Entscheidend ist aber, wie diese Gespräche geführt werden: auf Augenhöhe und mit einem gemeinsamen Verständnis dafür, dass wir unsere Spielbanken und unsere Konzepte kontinuierlich weiterentwickeln wollen.
Gleichzeitig lässt sich der Wandel auch an konkreten Entwicklungen ablesen – an der wirtschaftlichen Entwicklung, am Zuspruch unserer Gäste und am positiven Feedback der Mitarbeitenden vor Ort.
Wenn Sie beispielsweise auf Nordrhein-Westfalen schauen: Die traditionsreichen Standorte Duisburg und Hohensyburg haben sich wieder klar in der Spitzengruppe der deutschen Spielbanken etabliert. Besonders bemerkenswert ist auch die Entwicklung in Monheim, wo es uns gelungen ist, eine neue Spielbank innerhalb kürzester Zeit in den Top 5 der deutschen Spielbanken zu etablieren.
Genau diese Kombination aus gelebtem Miteinander und messbaren Erfolgen zeigt mir, dass der Wandel in den Häusern tatsächlich angenommen wird.
ISA-GUIDE: Sie kennen sowohl öffentlich geprägte Spielbankstrukturen als auch unternehmerische Verantwortung. Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten Unterschiede – und wo vielleicht auch Gemeinsamkeiten?
David Schnabel: Ich bin überzeugt, dass es in der grundsätzlichen Ausrichtung von Spielbanken keinen Unterschied zwischen staatlichen und privaten Betreibern geben sollte. Wir verfolgen alle das gleiche Ziel: unseren Gästen ein spannendes und unterhaltsames, aber auch sicheres Freizeiterlebnis zu bieten – im klaren Rahmen der gesetzlichen Vorgaben. Der staatliche Auftrag, Glücksspiel fair und verantwortungsvoll anzubieten, gilt für alle gleichermaßen.
Unterschiede sehe ich in der Art und Weise der Umsetzung. Private Betreiber sind in vielen Fällen agiler und auch mutiger, wenn es darum geht, Angebote weiterzuentwickeln oder neue Wege zu gehen.
Wir haben beispielsweise davon profitiert, dass wir unterschiedliche Kompetenzen innerhalb unserer Unternehmensgruppe bündeln konnten. Dadurch ist es uns gelungen, Spielbankkonzepte an vielen Stellen neu zu denken, aber auch bewährte Elemente, die früher bereits erfolgreich waren, wieder aufzugreifen und zeitgemäß weiterzuentwickeln.
Für mich ist dabei entscheidend: Spielbanken dürfen sich nicht nur über das Spiel definieren. Unsere Gäste erwarten heute ein ganzheitliches Erlebnis – attraktive und zeitgemäße Spielangebote mit Atmosphäre, hochwertiger Gastronomie, Veranstaltungen und vor allem einem herzlichen Service.
Um das zu erreichen, braucht es die richtigen Produkte, starke Konzepte und vor allem engagierte Kolleginnen und Kollegen. Und es braucht die Bereitschaft zu investieren – in die Standorte, in die Angebote und insbesondere in die Menschen.
Denn am Ende gilt: Wer den Fokus auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verliert und ausschließlich auf kurzfristige Umsatzmaximierung schaut, wird langfristig keinen Erfolg haben.
ISA-GUIDE: Die Modernisierung der Spielbanken ging weit über technische Notwendigkeiten hinaus. Welche Rolle spielt für Sie dabei die Frage, wofür eine Spielbank heute stehen soll?
David Schnabel: Ich halte das tatsächlich für die zentrale Frage – und zwar nicht nur mit Blick auf unsere Gäste, sondern ebenso auf unsere Kolleginnen und Kollegen in den Standorten aber auch in der Verwaltung.
Auf der einen Seite müssen wir sehr genau verstehen, was unsere Gäste heute erwarten. Das betrifft sowohl das Spielangebot als auch das gesamte Unterhaltungserlebnis. Trends verändern sich, Ansprüche steigen – und darauf müssen wir reagieren, indem wir neue Ideen entwickeln und Angebote kontinuierlich weiterdenken. Oder mit den Worten von Friedrich Schiller gesagt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
Genauso wichtig ist aber der Blick nach innen. Auch die Erwartungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Sie wollen Teil des Unternehmens sein, nicht nur eine Funktion erfüllen. Themen wie Wertschätzung, gute Arbeitsbedingungen und attraktive Rahmenbedingungen spielen eine immer größere Rolle.
Wir haben an beiden Themenfeldern in den vergangenen Jahren intensiv gearbeitet – und werden das auch in Zukunft konsequent weiter tun. Denn nur wenn wir sowohl unsere Gäste begeistern als auch unseren Kolleginnen und Kollegen ein gutes Umfeld bieten, kann eine Spielbank langfristig erfolgreich sein.
ISA-GUIDE: Spielbanken bewegen sich immer in einem Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Erfolg und gesellschaftlicher Verantwortung. Wie definieren Sie diesen Balanceakt?
David Schnabel: Ich würde das gar nicht als Balanceakt bezeichnen – es ist unser Tagesgeschäft.
Glücksspiel ist in Deutschland grundsätzlich verboten und nur unter strengen staatlichen Auflagen erlaubt. Spielbanken haben mit ihrer Konzession die klare Aufgabe, dieses Angebot sicher, fair und kontrolliert anzubieten. Dieser Verantwortung sind wir uns jederzeit bewusst.
Für uns bedeutet das: Die gesetzlichen Mindestanforderungen sind selbstverständlich – aber sie sind eben nur die Basis. Wir gehen bewusst darüber hinaus. So haben wir bereits 2014 als erste Spielbankgesellschaft in Europa eine externe Spielerschutzzertifizierung eingeführt. Heute ist das in vielen Häusern Standard.
Darüber hinaus haben wir eine eigene Spielerschutzkommission mit externen Expertinnen und Experten, Spielerschutzbeauftragte an allen Standorten sowie einen zentralen Bereich, der sich ausschließlich mit diesem Thema beschäftigt. Gleichzeitig setzen wir auf Transparenz – durch Schulungen und Sensibilisierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie durch offene Kommunikation gegenüber unseren Gästen und einen jährlichen Bericht über unsere Spielerschutzmaßnahmen.
Am Ende geht es um eine klare Haltung: Wir bieten Unterhaltung – seriös, sicher und verantwortungsvoll. Und genau das ist die Grundlage für nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg.
ISA-GUIDE: Sie geben den Spielbankdirektoren vor Ort viel Verantwortung. Was erwarten Sie im Gegenzug von Führungskräften in den Häusern?
David Schnabel: Unsere Spielbankdirektorinnen und -direktoren sind eine entscheidende Schnittstelle – zwischen der Geschäftsführung und den Kolleginnen und Kollegen in den Standorten.
Von ihnen erwarte ich, dass sie unsere strategische Ausrichtung klar vermitteln und auf die Besonderheiten ihres jeweiligen Standortes übertragen. Ebenso wichtig ist mir aber die andere Richtung: Sie sollen die Interessen, Themen und Bedürfnisse aus der Belegschaft aufnehmen und an uns zurückspiegeln.
Darüber hinaus tragen sie Verantwortung dafür, dass Prozesse und Abläufe zuverlässig umgesetzt werden und die operativen Standards eingehalten werden. Und sie sind das Gesicht der Spielbank in ihrer Stadt oder Region – sowohl nach innen als auch nach außen.
Entscheidend ist für mich, dass sie ihren Standort wirklich verstehen, seine Stärken erkennen und gemeinsam mit uns kontinuierlich weiterentwickeln.
Unsere Führungskräfte sollen vor allem eines sein – überzeugende Gastgeber – und mit dieser Einstellung dann auch ein Vorbild für jeden einzelnen Mitarbeitenden.
ISA-GUIDE: Mit der Übernahme der Spielbanken in Niedersachsen ist Merkur nun auch dort operativ verantwortlich. Fast parallel sind dort auch Tarifverhandlungen gestartet. Wie gehen Sie grundsätzlich an solche Prozesse heran, gerade in einer Phase des Übergangs?
David Schnabel: Die Übernahme der Spielbanken in Niedersachsen im Juli 2025 war für uns zunächst vor allem eines: ein gemeinsamer Startpunkt. Ähnlich wie zuvor in Nordrhein-Westfalen haben wir alle Beschäftigten zu einer mehrtägigen Kennenlernveranstaltung nach Espelkamp in unser Schulungszentrum auf Schloss Benkhausen eingeladen.
Uns war wichtig, dass die Kolleginnen und Kollegen die MERKUR Gruppe, die handelnden Personen und vor allem die Perspektiven kennenlernen. Wir haben von Beginn an offen und transparent kommuniziert, dass sich Dinge verändern werden – im Spielangebot, in Prozessen und Abläufen, aber auch in der Zusammenarbeit. Diese Klarheit, verbunden mit der Arbeitsplatzsicherung und dem klaren Bekenntnis zur Belegschaft, hat schnell für das nötige Vertrauen gesorgt.
Tarifverhandlungen sind dabei kein singuläres Thema für Niedersachsen, sondern begleiten uns grundsätzlich – aktuell beispielsweise auch in Nordrhein-Westfalen. Entscheidend ist, wie solche Prozesse gestaltet werden: Es geht um ein faires Miteinander und um tragfähige Lösungen. In Niedersachsen ist es uns gelungen, bereits in der ersten Tarifrunde nach der Übernahme eine schnelle und für beide Seiten faire Einigung zu erzielen. Das zeigt, dass auch in einer Übergangsphase konstruktive Lösungen möglich sind.
Gleichzeitig gehören Tarifverhandlungen zu den anspruchsvollsten Themen überhaupt. Ich habe großen Respekt vor der Arbeit der Tarifkommissionen und davor, dass sich Kolleginnen und Kollegen für die Interessen der Belegschaft einsetzen. Was ich mir dabei wünsche, ist ein gemeinsames Verständnis für die jeweiligen Rahmenbedingungen der einzelnen Spielbankgesellschaften. Lösungen müssen zur konkreten Situation passen und die wirtschaftliche Realität berücksichtigen.
In den vergangenen Jahren haben wir in unseren Spielbanken – auch in bestehenden Tarifverträgen – spürbare Verbesserungen für die Kolleginnen und Kollegen erreichen können. Diese Anpassungen waren richtig und notwendig, um bestehende Unterschiede auszugleichen und Entwicklungen nachzuholen.
Darüber hinaus gilt es, die wirtschaftliche Stabilität der Spielbankgesellschaften im Blick zu behalten. Wir stehen für faire Löhne – aber Lösungen müssen immer auch tragfähig sein. Überzogene Forderungen können die wirtschaftliche Basis und damit langfristig auch Arbeitsplätze gefährden.
Und auch wenn sich die Spielbanken in Deutschland in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt haben, müssen wir uns auf herausforderndere Zeiten einstellen. Die weltpolitische Lage ist angespannt, und auch regulatorische Veränderungen – wie die Einführung einer Bargeldobergrenze ab Mitte 2027 – werden spürbare Auswirkungen auf den Spielbetrieb haben.
Deshalb brauchen wir ausgewogene Abschlüsse mit einem realistischen Blick auf die Zukunft – zur Sicherung von Arbeitsplätzen, fairen Entgelten und einem dauerhaft wirtschaftlich stabilen Spielbankbetrieb.
Mir ist wichtig, den Spielbankbetrieb immer als Ganzes zu betrachten. Am Ende sind wir nur dann erfolgreich, wenn wir gemeinsam denken und handeln – über einzelne Bereiche hinaus.
ISA-GUIDE: Die Beschäftigten in Niedersachsen haben den Eigentümerwechsel mitgetragen und den laufenden Betrieb sichergestellt. Welche Bedeutung haben aus Ihrer Sicht faire Arbeitsbedingungen für die langfristige Entwicklung der Spielbanken?
David Schnabel: Faire Arbeitsbedingungen sind eine zentrale Voraussetzung für die langfristige Entwicklung unserer Spielbanken. Denn nur wenn die Rahmenbedingungen stimmen, können und werden unsere Kolleginnen und Kollegen das leisten, was unsere Häuser ausmacht: Gastgeber mit Herz zu sein.
Gerade in Niedersachsen befinden wir uns aktuell in einer umfassenden Neuausrichtung der Standorte. Dabei geht es nicht nur um Spielangebote oder Konzepte, sondern ganz wesentlich auch um die Arbeitsbedingungen. Das ist allerdings kein Prozess, der sich über Nacht umsetzen lässt – insbesondere dann nicht, wenn mehrere Standorte zur gleichen Zeit weiterentwickelt werden und Themen wie Vergütung, Arbeitszeiten oder Zusatzleistungen eng mit laufenden Tarifprozessen verknüpft sind.
Ich habe selbst viele Jahre im Schicht- und Wechseldienst gearbeitet und weiß aus eigener Erfahrung, wie entscheidend verlässliche und faire Rahmenbedingungen sind. Gleichzeitig geht es aber nicht nur um die aktuelle Situation, sondern auch um Perspektiven: Entwicklungsmöglichkeiten, Förderung und die Chance, sich langfristig einzubringen, spielen eine ebenso wichtige Rolle.
Am Ende gilt für mich ganz klar: Wir können nur dann erfolgreich sein, wenn wir starke und engagierte Kolleginnen und Kollegen an unserer Seite haben – und dafür müssen wir die richtigen Voraussetzungen schaffen.
Wir sind äußerst dankbar dafür, wie offen die Belegschaft in Niedersachsen die Veränderungen mitgestaltet. Klare und aufrichtige Kommunikation ist aus unserer Sicht ein entscheidender Schlüssel, um diesen gemeinsamen Weg erfolgreich weiterzugehen.
ISA-GUIDE: Was ist Ihnen persönlich wichtig, damit sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Niedersachsen unter dem Dach der Merkur Gruppe langfristig gut aufgehoben fühlen?
David Schnabel: Ich möchte die Antwort etwas weiter fassen: Mir ist wichtig, dass sich alle Kolleginnen und Kollegen bei uns gut aufgehoben fühlen – unabhängig davon, ob sie in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Berlin, Rheinland-Pfalz, im Vereinigten Königreich, auf unseren Schiffen oder in der Zentrale in Espelkamp tätig sind.
Wir haben in den vergangenen Jahren gezeigt, dass wir Spielbanken kontinuierlich weiterentwickeln können – technologisch, mit unseren Spiel- und Gastronomiekonzepten, aber vor allem auch mit Blick auf die Menschen in unseren Häusern.
Gerade dieses Wachstum hat für viele Kolleginnen und Kollegen neue Perspektiven eröffnet: neue Aufgaben in anderen Bundesländern, die Mitarbeit an internationalen Projekten oder die Entwicklung und Umsetzung neuer Systeme und Spielideen. Diese Möglichkeiten sind ein wesentlicher Bestandteil dessen, was uns als Gruppe ausmacht.
Gleichzeitig geht es immer auch um Sicherheit und Verlässlichkeit. Entwicklung kann nur dann gelingen, wenn die Basis stimmt und die Menschen wissen, dass sie langfristig Teil dieses Weges sind. Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam schon erreicht haben, und vor allem auf die Menschen in den MERKUR Spielbanken. Die Entwicklung ist sehr positiv, keine Frage – doch wir sind noch lange nicht am Ziel.
ISA-GUIDE: In anderen Bundesländern wird ebenfalls über die Zukunft staatlicher Spielbanken diskutiert. Beobachten Sie diese Entwicklungen eher aus unternehmerischer Perspektive oder primär als Branchenentwicklung?
David Schnabel: Ich bin überzeugt, dass es in Deutschland auch künftig eine Mischung aus staatlichen und privaten Spielbankbetreibern geben wird.
Jedes Bundesland steht vor der grundsätzlichen Frage, ob ein Geschäftsmodell wie das Spielbankwesen besser in staatlicher Hand geführt werden sollte – oder ob ein privatwirtschaftlicher Ansatz Vorteile bietet. Dabei geht es auch um die Rolle des Staates selbst: ob er parallel Betreiber und Aufsicht sein möchte oder sich stärker auf die regulatorische Funktion konzentriert.
Nordrhein-Westfalen hat sich 2021 für den Weg der Privatisierung entschieden. Aus meiner Sicht war das die richtige Entscheidung – sowohl für die Standorte als auch für die Beschäftigten und die Weiterentwicklung des Angebots.
Aktuell sehen wir ähnliche Diskussionen in anderen Bundesländern, beispielsweise in Schleswig-Holstein. Dabei fällt auf, dass sich Argumentationsmuster teilweise wiederholen: Häufig wird die Sorge geäußert, dass Arbeitsplätze verloren gehen, sich Tarifverträge verschlechtern, bestehende Besitzstände infrage gestellt werden oder das Klassische Spiel zugunsten des Automatenspiels zurückgedrängt wird.
Fakt ist: Diese Befürchtungen haben sich in der Praxis nicht bewahrheitet. In den von uns übernommenen Spielbanken haben wir Arbeitsplätze gesichert und zusätzliche geschaffen, neue Standorte entwickelt, Mitarbeiterbenefits eingeführt und Tarifverträge gemeinsam mit den Tarifpartnern weiterentwickelt. Auch das Klassische Spiel bleibt ein wesentlicher Bestandteil unseres Angebots.
Umso wichtiger ist es, die Entwicklungen differenziert und auf Basis der tatsächlichen Erfahrungen zu bewerten.
Ich selbst betrachte solche Prozesse daher in erster Linie aus einer unternehmerischen Perspektive. Wenn sich konkrete Möglichkeiten ergeben, schauen wir uns diese selbstverständlich genau an und prüfen, ob und in welcher Form eine Beteiligung für uns sinnvoll ist. Dass wir dabei die Belegschaften und die einzelnen Menschen fest im Blick haben, zeigen die Erfahrungen bei vergangenen Übernahmen.
ISA-GUIDE: Wenn Sie auf Ihre bisherige Laufbahn zurückblicken: Gab es ein Erlebnis oder eine Situation, die Ihnen besonders deutlich gemacht hat, welche Bedeutung Spielbanken für Mitarbeiter oder Gäste haben können?
David Schnabel: Es ist weniger ein einzelnes Erlebnis, das mir das verdeutlicht hat – vielmehr ist es eine grundsätzliche Haltung, die sich über die Jahre entwickelt hat.
Im Umgang mit unseren Kolleginnen und Kollegen ist mir wichtig, auf Augenhöhe zu agieren. Ich möchte aufgrund von Kompetenz und Vertrauen wahrgenommen werden – nicht allein aufgrund einer Funktion. Genau das erwarte ich auch von unseren Führungskräften. Denn nur so entsteht ein Arbeitsumfeld, in dem Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen.
Ähnlich sehe ich es im Umgang mit unseren Gästen. Sie kommen zu uns, um eine gute Zeit zu erleben – Unterhaltung, Spannung und besondere Momente. Diese Erwartung ernst zu nehmen, hat für uns einen besonderen Stellenwert.
Das zeigt sich auch beim Thema Spielerschutz. Unser Ansatz ist es nicht, zu bevormunden, sondern aufmerksam zu begleiten. Wir sprechen Dinge offen an, wenn es notwendig ist, und bieten Unterstützung an – immer mit dem Ziel, verantwortungsvolles Spielen zu ermöglichen.
Am Ende wird dabei immer wieder deutlich: Spielbanken leben von den Menschen. Ohne engagierte Kolleginnen und Kollegen und ohne Gäste, die uns ihr Vertrauen schenken, funktioniert dieses Geschäft nicht.
Ich habe das große Glück, mit vielen großartigen Menschen zusammenzuarbeiten, die diese Haltung teilen. Dafür bin ich dankbar – ebenso wie für den Rückhalt innerhalb der Gruppe und durch die Unternehmerfamilie, der diese Entwicklung überhaupt erst möglich macht.
ISA-GUIDE: Wenn Sie nach vorne schauen: Was ist Ihre Vision für die Spielbanken unter dem Dach der Merkur Gruppe in den kommenden Jahren?
David Schnabel: Wir haben noch viele Ideen – und vor allem den klaren Anspruch, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dazu gehört, unsere bestehenden Standorte weiter zu stärken, gezielt zu modernisieren und so auszurichten, dass sie auch künftig ein überzeugendes und zeitgemäßes Gesamterlebnis für unsere Gäste bieten.
Gleichzeitig richten wir den Blick bewusst über den deutschen Markt hinaus. Wir sehen international großes Potenzial und sind überzeugt, dass unsere Konzepte und Erfahrungen auch in anderen Märkten erfolgreich funktionieren können. Diesen Weg werden wir konsequent weiterverfolgen.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor bleibt dabei unser Team. Wir werden weiterhin gezielt in Qualifizierung, Entwicklung und klare Perspektiven investieren. Denn nachhaltiges Wachstum – gerade auch international – gelingt nur mit starken Führungskräften und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die diesen Weg mitgehen und mitgestalten.
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen die MERKUR Spielbanken national wie international als starken und verlässlichen Anbieter weiter etablieren und unsere Angebote ausbauen – und gleichzeitig die Weiterentwicklung der Branche aktiv mitgestalten. Dafür entwickeln wir unsere Spielbanken konsequent weiter. Zu Orten, die für mehr stehen als das Spiel allein – für Erlebnis, für Begegnung und für verantwortungsvolle Unterhaltung auf höchstem Niveau.
ISA-GUIDE: Wenn Sie heute direkt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Spielbanken sprechen könnten: Was möchten Sie ihnen sagen?
David Schnabel: Ich würde Danke sagen – für ihren Einsatz, ihr Engagement und ihre Unterstützung. Ohne sie wäre das, was wir gemeinsam erreicht haben, nicht möglich gewesen.
Ich wünsche mir, dass wir diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam weitergehen: auf Augenhöhe, mit Respekt füreinander und mit dem Verständnis, dass unterschiedliche Perspektiven dazugehören. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein – aber wir sollten das gemeinsame Ziel nie aus dem Blick verlieren.
Dazu gehört auch, dass wir wirtschaftlich verantwortungsvoll handeln. Wir müssen die Spielbanken so aufstellen, dass sie langfristig stabil und erfolgreich sind und bleiben – auch über gute Zeiten hinaus. Ich habe großes Verständnis für die Erwartungen der Kolleginnen und Kollegen, etwa bei der Vergütung, aber es braucht auch Lösungen, die für das gesamte Unternehmen tragfähig sind.
Was mir besonders wichtig ist: Zusammenhalt. Eine Spielbank ist nur als Team erfolgreich. Es darf nicht darum gehen, einzelne Bereiche gegeneinander auszuspielen – weder Klassisches Spiel gegen Automatenspiel noch Servicebereiche gegen Verwaltung oder unterschiedliche Generationen gegeneinander. Jeder einzelne Bereich leistet einen unverzichtbaren Beitrag. Am Ende arbeiten wir alle für das gleiche Ziel: unsere Gäste zu begeistern.
Und dazu gehört für mich auch ein gewisses Selbstbewusstsein. Wir haben in den vergangenen Jahren gemeinsam viel erreicht und für die Beschäftigten viel bewegt. Darauf können wir stolz sein – und das dürfen wir auch so benennen.
Deshalb mein Appell: Bitte bringen Sie sich ein, übernehmen Sie Verantwortung und lassen Sie uns gemeinsam weiter an einer starken Zukunft für unsere Spielbanken arbeiten.
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