Ostsee-Spielbanken zeigen gegensätzliche Entwicklung

Reinhold Schmitt
ISA-GUIDE Chefredakteur (V.i.S.d.P.)
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(rs) Die Ostsee-Spielbanken Seebad Heringsdorf und Hansestadt Stralsund zeigen für das zurückliegende Jahr eine höchst unterschiedliche Entwicklung. Während die Spielbank Heringsdorf in allen Bereichen positive Zahlen und Zuwächse zeigt, Live-Game plus 5 , Automaten plus 5 , Tronc plus 20 , Besucher plus 20 , bei einem Gesamtvolumen von fast 2,0 Mio. EUR, verzeichnet die Spielbank in Stralsund einen fast schon katastrophalen Einbruch von 7 beim Live-Game und 30 bei den Automaten.

Es hatte schon einen Grund, warum die Besucher in den letzten beiden Jahren weniger häufig die sehr attraktiven Innenräume der Spielbank in Stralsund aufgesucht haben. Es lag eindeutig am offensichtlichen Verfall des sogenannten „Shopping & Entertainment-Centers“ und am Desinteresse des Investors, die Möglichkeiten dieses Komplexes zu nutzen.

Nahezu das ganze Jahr war das Gebäude eingerüstet und vermittelte den Eindruck einer Baustelle. Der heiße Sommer und eine unzureichend funktionierende Lüftung wegen der Umbaumaßnahmen taten ihr Übriges, um auch den leidenschaftlichsten Spieler schweißtreibend aus dem Haus zu treiben.

Die Zwangsverwalterin des „Hanse Center“ hat in 2003 keine Kosten und Farbe gescheut, eine attraktive Shopping-Mall hinzustellen, um Kunden und Besucher auf sich aufmerksam zu machen. Leider haben sich noch nicht alle Mieter gefunden, die dem „Hanse-Center“ den „neuen Atem und neues Leben“ geben können. Mit dem Entertainment hapert es auch noch ein wenig, denn außer der Spielbank und einem großen Bowling-Center mit 10 Bahnen hat sich kein weiterer Unterhalter oder Gastronom eingefunden, um das Center zu attraktivieren.

Die Spielbank ihrerseits bemüht sich mit einem neuen Spielkonzept auf zwei Geschoss-Ebenen, mit neuen attraktiven Automaten unterschiedlicher Denominationen, und einem neuen Chef für die Spielbank-Bar um Gäste aus der „erlebnisarmen Umgebung“ bis hin nach Rügen. Bald wird man in der „Havanna-Lounge“ der umgebauten Spielbank-Bar nicht nur unter über 100 Whiskey-Sorten und sonstigen edlen Getränken wählen, sondern auch die in Kuba gedrehten Zigarren rauchen können. Ein weltgereister Gastronom und Barkeeper wird die Jackpot-Bar der Spielbank nach seinen Ideen umgestalten und sie zum „In-Treffpunkt“ der Hansestadt Stralsund und seiner vielen Gäste machen.

Hartmut Nevries, Geschäftsführer der Ostsee-Spielbanken, sieht hoffungsfroh in die Zukunft und hält die Verluste des letzten Jahres für einen einmaligen Ausrutscher und „hakt das letzte Jahr schnell ab“.

„Wir hoffen auf positive Gespräche, auch mit dem Investor, um den Automatenbereich noch ausweiten und attraktiver für unterschiedliche Gästewunsche gestalten zu können“, sagt Nevries.

Das neue Spielbankengesetz, das im April das Parlament von Mecklenburg-Vorpommern passieren soll, wird den Ostsee-Spielbanken weitere Möglichkeiten eröffnen, auch auf der Insel Rügen eine Dependance aufzubauen, damit die Gäste der Insel nicht mehr den beschwerlichen Weg über den stets verstopften Rügendamm auf sich nehmen müssen. Ein geeigneter Platz, unmittelbar an der Strandpromenade von Binz, ist schon gefunden.

Die positiven Ergebnisse der Spielbank Heringsdorf im zurückliegenden Jahr zeigen deutlich den Zuwachs an Gästen auf der Insel Usedom und in den Kaiserbädern. Auch in 2004 ist der Event-Kalender der Insel schon prall gefüllt. Es gibt nahezu kein freies Wochenende mehr, an dem die Insel nicht mit besonderen kulturellen, modischen, musikalischen und Show-Veranstaltungen lockt.

Nachdem die Metereologen der Insel eine Wiederholung des letzten Sommers voraussagen, muss sich auch die Spielbank keine großen Sorgen um die Anzahl ihrer Gäste machen. „Aufgrund der Buchungssituation erhoffen wir uns auch für die Spielbank eine zweistellige Steigerung unserer Gästezahlen und natürlich auch unserer Einspielergebnisse“, so Hartmut Nevries, auch zuständig für die Spielbank Heringsdorf und Rainer Dittrich, Direktor der Spielbanken.