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Neue Währung im Wiesbadener Automatenspiel – Casino bereitet sich schon jetzt auf den EURO vor

Ab Montag, den 26. November 2001 hat die Deutsche Mark im Kleinen Spiel der Spielbank Wiesbaden
ausgedient -zumindest was die Münzen anbelangt: Die neue Währung, eine Eigenprägung des Casinos,
heißt TOKEN. Rund 470.000 der golden funkelnden Glückstaler hat die Spielbank angeschafft. Sie
sind etwa so groß wie ein Markstück. Akzeptiert werden neben den Token von Slotmachines und Co.
aber auch weiterhin DM-Scheine.

Anlass für diese Umstellung ist die nahende Euroeinführung. „Von mehreren Seiten haben wir
erfahren, dass die Euro- Münzen variieren. Da sie in verschiedenen Prägeanstalten hergestellt
werden, weichen z.B. Gewicht oder Durchmesser minimal voneinander ab. Das würde uns große
Probleme bereiten, da wir mit vermehrten Automatenstörungen zu rechnen hätten,“ – so erklärt
Spielbank-Geschäftsführer Klaus Gülker den Sachverhalt „Daher haben wir uns entschlossen, dem
vorzubeugen und unsere eigene Währung einzuführen. Einigermaßen überrascht waren wir allerdings
von dem Gewicht der Münzen: rund 5 Tonnen Metall mussten von uns transportiert werden.“
Die Token werden bis zum 31. Dezember 2001 den Wert einer Mark haben, danach 50 Euro-Cent.
Mit den mit Geldscheinen zu bespielenden Automaten wird ähnlich verfahren: noch bis zum
Jahresende akzeptieren sie Deutsche Mark. Eine Modifikation der Software in der Neujahrsnacht
ermöglicht die Umstellung auf das neue Bargeld.