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Rino Mathis zum Poker Verbot in der Schweiz

Von Georg Steiner

Rino Mathis ist das Poker Aushängeschild der Schweiz. Der Poker Profi nimmt sich kein Blatt vor dem Mund und nimmt in seinem Blog und im Interview mit PokerNews Stellung zum Verbot von Poker in der Schweiz.

Wie beurteilst du das Verbot von Poker außerhalb der staatlichen Casinos durch das Schweizer Bundesgericht?

Das Urteil ist einfach schwach und entspricht nicht den Tatsachen. Poker, und da gibt es ja unterdessen genügend Studien, ist kein Glücksspiel. Ich beweise den Herren jederzeit das Gegenteil. Vor allem begreife ich nicht, daß es keine Karenzfrist gibt. Von heute auf morgen soll alles vorbei sein? Ist doch so lächerlich? Können die uns Spieler, immerhin etwa 50.000 überhaupt auffangen? Die Casinos selber sagen ja, Poker sei uninteressant. Es geht ja nur drum, die Spieler in das Haus zu locken und abzuzocken.

Welche konkrete Auswirkung hat das Urteil auf Dich als Pokerveranstalter?

Die Swiss Poker Masters 2010 in Zürich vom August werden voraussichtlich abgesagt. Die Tour wird neu überdacht, das Swiss Ranking auf Eis gelegt. PokerAction.ch geht weiter.

Wie viele Arbeitslose sind in der Schweizer Pokerszene zu befürchten?

Über 1000! Und sie freuen sich noch darüber. Vor allem Herr Friedrich, er hat einen persönlichen Erfolg auf Kosten vieler Arbeitsstellen erreicht.

Besteht nicht die Gefahr dass Poker wieder in die Hinterzimmer verdrängt wird?

Ja, die illegalen Clubs werden noch mehr blühen, Drogen, Waffen und Betrug werden wieder Tagesgeschäft! Danke Casinoverband.

Kann deiner Meinung nach Online Poker von dem Verbot profitieren?

Wir werden voraussichtlich was in die Richtung lancieren. Definitiv wird der Onlinebereich davon profitieren.

Vielen Dank für das Interview!