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WSOP 2008: Rob Hollink schreibt Geschichte

Event #30: USD 10.000 World Championship Limit Hold’em, Finaltisch

Es war ein historischer Sieg für Rob Hollink, denn er sorgte dafür, dass erstmals ein Bracelet in die Niederlande geht. Für Hollink selbst war es, nach dem Gewinn des EPT Grand Finals 2005, der zweite große Triumph. Belohnt wurde er zudem mit USD 496.931 Preisgeld.

Der Final Table war wie erwartet mit hochkarätigen Spielern besetzt. Zu den großen Favoriten zählten sicherlich Andy Bloch (370.000 in Chips) und JC Tran (247.000), allerdings verfügten Aaron Katz (1.232.000), Rob Hollink (893.000) und Tommy Hang (578.000) über wesentlich mehr Chips.

Als erster Spieler musste Chris Vitch in Hand 21 seine sieben Sachen packen. Rang neun brachte ihm USD 51.230 Preisgeld ein. Danach dauerte es weitere 43 Hände, ehe Cyril Jassinowsky als Achter eliminiert war (USD 66.599). Danach musste Andy Bloch schwer kämpfen, ohne Erfolg allerdings. In Level 21 (13.000/25.000) war Endstation auf Platz sieben für USD 81.968 Preisgeld.

Es wurde ein echter Marathon in der ESPN-TV-Arena. Brock Parker hielt bis zur 110. Hand durch, ehe auf Rang sechs (USD 102.460) Endstation war. Zum Ende von Level 22 (15.000/30.000) lief dann die Uhr für JC Tran ab. Tran raiste und bekam den Call von Hollink. Der Flop brachte Q [key:card_spades] 7 [key:card_spades] 3 [key:card_spades], Hollink setzte 30.000 und Tran callte. Nach dem K [key:card_spades] am Turn setzte Hollink erneut und Tran brachte sein letzten Chips in die Mitte. Am River kam K [key:card_diamonds], Hollink zeigte J [key:card_spades] zum Flush und Tran muckte. Auch im zweiten Anlauf (nach Platz sieben in Event #7) gab es nicht das erwünschte Bracelet für den Topspieler aus Sacramento und das Preisgeld von USD 128.075 dürfte maximal die Portokasse auffüllen.

Als Aaron Katz auf dem vierten Platz die Segel streichen musste, waren bereits 161 Hände gespielt. Auch er gab seine Chips an Rob Hollink ab und kassierte für Platz vier USD 158.813 Preisgeld. Danach wurde das Turnier noch tighter und es verging ein kompletter Level, bevor Tommy Hang ausgeschieden war. Nach einem Raise callte er das Reraise von Hollink und war all-in. Der Flop zeigte 7 [key:card_diamonds] 8 [key:card_spades] 3 [key:card_diamonds] und Hang lag mit 9 [key:card_diamonds] 8 [key:card_clubs] gegen K [key:card_clubs] Q [key:card_spades] vorn. Doch die Q [key:card_hearts] am Turn wendete das Blatt zugunsten von Hollink. Hang musste sich mit USD 194.674 begnügen.

Das Heads-up dauerte noch einmal gut 30 Hände an. Bei Blinds von 30.000/60.000 lag Hollink deutlich vorn in Chips und setzte Jerrod Ankenman mit einem Reraise all-in. Im Showdown zeigte Ankenman 10 [key:card_spades] 7 [key:card_spades], Hollink A [key:card_clubs] 5 [key:card_diamonds] und der Dealer drehte 4 [key:card_clubs] A [key:card_spades] 5 [key:card_hearts] 3 [key:card_hearts] Q [key:card_diamonds] um. Die World Championship im Limit Hold’em war zugunsten von Rob Hollink entschieden. Für Jerrod Ankenman blieb ein stolzes Preisgeld von USD 307.380.

Das Ergebnis:

1. Rob Hollink USD 496.931
2. Jerrod Ankenman USD 307.380
3. Tommy Hang USD 194.674
4. Aaron Katz USD 158.813
5. J.C. Tran USD 128.075
6. Brock Parker USD 102.460
7. Andy Bloch USD 81.968
8. Cyril Jassinowsky USD 66.599
9. Christopher Vitch USD 51.230

Event #29: USD 3.000 No-Limit Hold’em, Finaltisch

Der 27-jährige Profi John Phan aus Kalifornien gehört sicherlich zu den erfolgreichsten Spielern im Pokerzirkus, aber der ganz große Triumph bei einer WPT-Championship oder bei der WSOP blieb ihm, trotz Preisgeldern in Höhe von rund 3,3 Millionen Dollar, bisher verwehrt. Diesen Makel hat The Razor am Dienstagabend im Rio All-Suite Hotel & Casino nun endlich beseitigt. Er gewann den USD 3.000-No-Limit-Hold’em-Event und damit sein erstes Bracelet sowie stolze USD 434.789 Prämie.

Der Finaltisch war durchaus stark besetzt, denn neben John Phan (396.500 in Chips) waren auch David Singer (334.000) und Alex Bolotin (534.000) mit von der Partie. Chipleader Matthew Vengrin (1.007.500) erreichte 2007 bereits einen Final Table bei der WSOP.

Der neunte Platz und USD 39.523 gingen an Shortstack Sebastian Segovia (124.000), der gleich zu Beginn mit Vengrin aneinandergeriet und mit A [key:card_spades] K [key:card_clubs] gegen Pocketqueens, die am River sogar zum Set mutierten, seinen kompletten Stack abgab. Auch Tony Dunst verlor nach einem Preflop-All-in mit Pocketkings gegen Vengrin, der mit 8 [key:card_clubs] 9 [key:card_clubs] auf dem Turn eine Straight komplettierte. Für den Australier gab es USD 54.344 Preisgeld. Auf dem siebten Rang (USD 69.165) verabschiedete sich die einzige Frau am Finaltisch. Thuyen Doan unterlag mit 6 [key:card_spades] 6 [key:card_hearts] gegen Phan, der aus A [key:card_hearts] J [key:card_clubs] zwei Paare machte.

Für Stewart Newman sah es zunächst gut aus, als er seine Chips mit K [key:card_hearts] Q [key:card_diamonds] in die Mitte bekam und von Phan mit K [key:card_clubs] J [key:card_hearts] gecallt wurde. Der Flop brachte aber gleich einen Buben und damit das Aus auf dem sechsten Platz für USD 88.927. Danach ging es Schlag auf Schlag. Phan eliminierte David Singer (Fünfter für USD 112.641) und Alex Bolotin (Vierter für USD 137.343) und Johnny Neckar übernahm die Eliminierung von Matt Vengrin, der für den dritten Platz USD 167.973 kassierte.

Damit konnte Neckar (1.950.000 in Chips) rechtzeitig zum Heads-up auch den Rückstand auf Phan (2.345.000) deutlich reduzieren und es wurde richtig spannend, denn die beiden Kontrahenten schenkten sich nichts. Zwar gab es kaum einen Showdown, aber beide machten immer wieder Raises und Reraises und die Führung wechselte ständig. Zum Dinnerbreak hielt Neckar 2,7 Millionen Chips, doch dann schnappte sich Phan einen Monsterpot. Vor dem Flop (8 [key:card_hearts] A [key:card_spades] 8 [key:card_clubs]) gingen bereits 300.000 Chips in die Mitte, Phan setzte weitere 150.000 und Neckar callte. Nach dem K [key:card_spades] am Turn check-callte Phan 225.000 und der River brachte 10 [key:card_diamonds]. Phan checkte erneut, Neckar setzte 600.000, wurde umgehend gecallt und muckte sofort seine Karten, sodass Phan mit 3,4 Million deutlich die Führung übernahm.

So ging es noch mehrfach hin und her. Phan stürzte ab auf 700.000, verdoppelte zweimal und lag wieder vorn. Es war nicht der letzte Führungswechsel und nach sechs Stunden Heads-up kam es zu einem Deal. Beide Spieler gingen drei Hände hintereinander blind all-in, doch auch diese Variante brachte keine Entscheidung.

Nach fast sieben Stunden Mann gegen Mann war es dann aber soweit. Die „All-in-in-the-dark“-Phase war längst beendet, als Phan 200.000 setzte, Neckar all-in ging und Phan callte. Im Showdown drehte Phan A [key:card_hearts] 9 [key:card_spades] um, Neckar Q [key:card_diamonds] J [key:card_diamonds] und das Board brachte K [key:card_clubs] 7 [key:card_spades] 8 [key:card_diamonds] 4 [key:card_spades] A [key:card_spades]. Event 29 war entschieden.

Das Ergebnis:

1. John Phan USD 434.789
2. Johnny Neckar USD 277.452
3. Matt Vengrin USD 167.973
4. Alex Bolotin USD 137.343
5. David Singer USD 112.641
6. Stewart Newman USD 88.927
7. Thuyen Doan USD 69.165
8. George Dunst USD 54.344
9. Sebastian Segovia USD 39.523