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EPT Prag: Frankreich holt sich den Sieg

Es war wohl das spannendste Match in der Geschichte der European Poker Tour. In einem fast 1,5 Stunden langem Heads-up wurde der Sieger der EPT Prag ermittelt. Doch die Chancen für Arnaud Mattern sich noch den Titel zu holen waren nicht besonders hoch, viele sahen schon seinen Gegner, den Italiener Gino Alacgua auf dem Siegertreppchen. Mit einem Chiplead von ca. 2,5:1 ging Alacgua als Favorit ins Heads-up und er konnte seine Führung zunächst auch noch kräftig ausbauen. Doch das konsequent gute Spiel des Franzosen machte Alacgua einen Strich durch die Rechnung des Italieners. Mit [Jack of spades] [Jack of diamonds] holt sich Mattern die Chipführung. Alacgua raist preflop vom Button auf 210.000 und Mattern geht All-in, welches Alacgua callt. Das Board bringt keine Hilfe und Alacgua darf einen großen Teil seines Stacks zu Mattern rüberschieben.

Lange Zeit gibt es kleine Raises und folds preflop, es gleicht einem Schlangentanz, doch dann bekommt Mattern [Ace of diamonds] [King of spades] und raist aus dem Small Blind auf 200.000 (Blinds 30.000/60.000 ante 6.000). Alacgua geht All-in und Mattern callt sofort. Alacgua dreht [Queen of diamonds] [Ten of diamonds] um und weiß das er nun Hilfe braucht. Der Flop [Two of diamonds] [Six of spades] [Jack of diamonds] ist bedrohlich für Mattern, der Turn bringt mit [King of hearts] Hoffnung und der River [Two of clubs] besiegelt das Ende von Alacgua – den Mattern nur mit 500.000 Chips covered.

Arnaud Mattern gewinnt die EPT Prag und erhält €708.400 Preisgeld. Gino Alacgua bekommt für seinen zweiten Platz €407.300 Preisgeld.

Für den Deutschen Johannes Strassmann lief es leider nicht so gut, als Shortstack ging er an den Finaltisch und musste ihn als Erster verlassen. Zunächst bekommt Strassmann [Ace] [Jack] die er UTG raist, Nedzib Suman pusht All-in, Strassmann überlegt und foldet. In der nächsten Hand bekommt er [Two of hearts] [Two of clubs] im Big Blind, der Button raist und Strassmann überlegt und geht dann All-in. „Er kann in diesem Spot any two haben, und es ist klar, das er mich als Shortstack unter Druck setzen will. Zwar habe ich nicht wirklich fold equity gegen ihn, aber ich denke das ich im großen und ganzen korrekt gespielt habe.“, Strassmann weiter „Rückwirkend würde ich wahrscheinlich anders spielen und folden“. Der Big Stack Mikael Norinder callt das All-in und zeigt [Nine of hearts] [Nine of diamonds] – Strassmann benötigt nun viel Glück um zu überleben. Das Board bringt [Three of diamonds] [King of spades] [Six of clubs] [Ten of spades] [Ten of diamonds] . Lady Luck steht ihm nicht bei, und so muss er als erster Spieler den Tisch verlassen. Er erhält für den 9. Platz immerhin €39.200 Preisgeld.

Überraschend früh schied Mikael Norinder, der Schwede ging als Chipleader an den Finaltisch. ein kleiner Fehler bedeutete das Aus für ihn. Doch gehen wir zurück zu der Hand die sein Schicksal besiegelte.

Kristian Kjondal raist UTG auf 35.000 und Norinder callt in mittlerer Position. Arnaud Mattern überlegt im Small Blind kurz und reraist auf 165.000. Kjondal passt, und Norinder packt Chips in die Mitte, die zunächst nach einem Call aussehen. Doch er packt 50% zuviel Chips in die Mitte, womit er laut Turnierregel einen Raise macht. Turnierdirektor Thomas Kremser entscheidet Raise, und der minimum Raise beträgt 130.000 mehr. Woraufhin Mattern All-in moved. Nachdem sich Norinder nach dem Pott erkundigt, macht er den Call.Mattern zeigt [King of hearts] [King of diamonds] und Norinder zeigt [Ace of hearts] [Queen of hearts] . Das Board bringt [Nine of diamonds] [Two of hearts] [Five of spades] [Seven of clubs] [Six of clubs] und Mattern gewinnt einen riesigen Pott. Während Norinder nun als Shortstack um sein Turnierleben fürchten muss mit 210.000 Chips.

Kurze Zeit später ist es dann soweit, Norinder moved All-in nach einem eröffnungs Bet von Kjondal. Kjondal callt und zeigt [Ace of hearts] [King of clubs] während Norinder mit [Jack of hearts] [Nine of spades] gepusht hat. Das Board bringt keine Hilfe und Norinder verlässt den Finaltisch auf Platz 8. Er erhält €63.200 für seine Leistung.

Besser lief es für den Österreicher Markus Golser, er ging ebenfalls mit wenig Chips an den Tisch, konnte sich aber bis auf Platz 5 retten und €151.800 mit nach Hause nehmen. Und so hat sich das Ende für Golser zugetragen: Juha Lauttamus raist auf 85.000 aus dem Cutoff, Golser callt vom Big Blind. Der Flop bringt [Jack of clubs] [Six of spades] [Five of clubs] , Golser geht sofort All-in für 450.000 – die Lattamus callt. Lattamus hat Top pair getroffen, er hält [Jack of hearts] [Nine of diamonds] , Golser hält [King of clubs] [Ten of clubs] und hat damit einen Flushdraw mit einer Overcard, sowie der Möglichkeit zu einer backdoor Straight. Der Turn mit öffnet die Tür zur Straight ein wenig, doch der River knallt sie wieder zu.

Bevor es ins Heads-up ging, musste Kristian Kjondal seinen Stuhl räumen. Gino Alacgua raist 145.000 vom button und Kjondal callt im Small Blind. Der Flop bringt [Three of clubs] [Four of spades] [Five of clubs] . Kjondal checkt und Alacgua setzt 200.000, Kjondal moved All-in und bekommt einen schnellen Call von Alacgua. Dieser zeigt [King of clubs] [Five of spades] für Top Pair, Kjondal zeigt :KdK6d für einen open-ended-straight-draw. Turn bringt [Eight of clubs] und der River bringtmit [Jack of diamonds] das Ende für Kjondal. Er verlässt das Turnier auf dem dritten Platz wofür er €235.300 Preisgeld erhält.

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