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Die deutsche Fecht-Nationalmannschaft zu Gast im Casino Bad Oeynhausen

Bewaffnete Frauen am Pokertisch

Bad Oeynhausen, 18. September 2007. Finten gehören zu ihrem Alltag. Und mit scharfen Waffen sind sie auch recht flink. Aber wie Frau beim Pokern richtig blufft – das lernten die deutschen Nationalfechterinnen erst auf Einladung des Casino Bad Oeynhausen.

Die deutschen Degen-Fechterinnen bereiten sich im AS Sportzentrum auf die Weltmeisterschaften Ende des Monats in St. Petersburg vor. „In derselben Halle trainieren auch unsere Führungskräfte“, erklärt Conrad Schulze, Leiter Klassisches Spiel. Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen und Teamgeist sind eben nicht nur auf der Planche gefragt, sondern auch bei den Mitarbeitern der Spielbank. Und als angesagter Treffpunkt der Gesellschaft hat das Casino Bad Oeynhausen gute Kontakte zu Wolfram Richert, dem Geschäftsführer des AS Sportzentrums Minden. Eine Einladung der Fechtelite lag da auf der Hand.

Die zehn Athletinnen des A und B Kader haben noch zehn Tage, bevor es für sie ernst wird. Vom 28. September bis zum 08. Oktober messen sie sich in Russland mit den Besten der Welt im Degenfechten. „Und wer hart und konzentriert an sich arbeitet, hat auch ein bisschen Entspannung verdient“, sagt Conrad Schulze. „Deshalb haben wir die Damen und Bundestrainer Manfred Kaspar zu einem amüsanten Abend voller Hochspannung eingeladen.“

Nach einem erstklassigen Essen lernten die Fechtprofis, worauf es beim Pokern ankommt. „Nervenstärke brachten die Nationalsportlerinnen ja schon mit“, lobt Conrad Schulze. „Bei uns ging es um die Spielfeinheiten wie aggressives Erhöhen zum passenden Zeitpunkt.“ Das frisch errungene Wissen konnten die zehn Top-Fechterinnen sofort in der Praxis testen. Das Casino veranstaltete im Anschluss an das Seminar exklusiv für sie ein Turnier. Und Conrad Schulze ist sich sicher, dass die Fechterinnen auch aus dem Casino etwas haben mitnehmen können – Glück nämlich. „Wir haben schließlich einen guten Draht zu Fortuna und den wollen wir auch für die Fechterinnen heiß glühen lassen.“

v.l. Medaillenhoffnung Imke Duplitzer, Martin Heidenreich, Piotr Sozanski und<br>Bundestrainer Manfred Kaspar. Foto Alexander Rietbrock.