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Wiesbadener Turnierwoche Nr. 32

Sonntag, 5.8.2007: Brütende Hitze und cooler Pokerhype.

Trotz mediterraner Temperaturen vor dem Kurhaus bot sich im Pokerbereich des Wiesbadener Casinos das gewohnte Bild – ausverkauftes Turnier und parallel dazu 3 Cash-Game-Tische bis in den frühen Morgen, die durchgehend voll besetzt waren. Viele der Teilnehmer waren nach Betreten des Casinos sichtlich erleichtert, der Hitze entronnen zu sein. Der Pokerbereich bot ihnen eine kühle Oase. Angenehm klimatisiert und mit eiskalten Getränken versorgt ließ es sich dort wunderbar aushalten!

Herr Barkmann (links)<br> und Herr Fischbach. Ungewohnt verhaltene Action in der Anfangsphase des Turniers, es dauerte sage und schreibe 45 Minuten, bis der erste „seat-open“ Ruf zu vernehmen war. Für ein Wiesbadener Rookie-Turnier eine nahezu rekordverdächtige Zeitspanne. Danach brachen allerdings alle Dämme, in rascher Folge musste einer nach dem anderen das Feld räumen – ausgeträumt der Traum vom Turniersieg. Wirklich nachhaltig enttäuscht war allerdings keiner, zuviel Spaß macht so ein Turnier, die meisten werden es immer wieder probieren. Da zeigt sich wahrer Sportsgeist!

Am Final-Table ging es dann aber wieder deutlich verbissener zur Sache, wer so weit gekommen war, wollte unbedingt auch „ins Geld“. Und so wurde taktiert, es wurden Fallen gestellt, starke Hände wurden „slow“ gespielt, schwache Hände „stark“ vorgetragen, es wurde geblufft nach allen Regeln der (Poker)-Kunst. Alles, was Poker zum absoluten Trend-Spiel macht, wurde hier gezeigt. In einem spannenden Heads Up setzte sich am Ende Dennis Barkmann knapp gegen Sascha Fischbach durch und kassierte dafür 1.570,- €.

Montag, 6.8.2007: Auch die „Pros“ trotzen dem 48-Stunden Sommer.

Was den Rookies am Sonntag recht, war den „Pros“ am Montag billig. Weit über 60 Pokerbegeisterte reisten nach Wiesbaden, um das No-Limit Hold’em Rebuy-Turnier zu spielen. Im Gegensatz zu den so genannten „Freeze-out-Turnieren“ kann man bei einem Rebuy-Turnier in der ersten Turnier-Stunde zusätzliche Chips nachkaufen, eine Option, die von den meisten Teilnehmern gerne wahrgenommen wird, zumal dadurch eine andere Spieltaktik ermöglicht wird. Gewagte „moves“ und noch gewagtere „calls“ waren daher in der Anfangsphase zu sehen – man kann sich nach einem verlorenen All-In ja wieder in’s Turnier zurückkaufen. Auf diese Weise wurden sage und schreibe 40 Rebuys und 55 Add-ons geordert, was den Preisgeldpool auf stattlichen 31.000,- € (abzgl. der 3% für die Over-all-Wertung) hochtrieb.

Herr Sisca und <br>Frau Fehlkamm So war es nicht weiter verwunderlich, dass ein harter Kampf um die begehrten Preisgeldplätze entbrannte, jeder wollte etwas von dem reich gedeckten Tisch ergattern. Es dauerte daher weit über 5 Stunden (!), bis endlich der Finaltisch gebildet werden konnte. Da sich aber in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hatte, dass bei der großen Chipmenge der Montagsturniere die Spieler und die Turnierleitung regelmäßig am Ende in Zeitnot geraten (der Pokerbereich muss gegen 3.20 Uhr schließen), präsentierte die Turnierleitung ein Novum in der Turnierabwicklung: Sollte das Turnier um 03.15 Uhr nicht beendet sein, würden die verbleibenden Plätze nach Chip-Count abgerechnet, d,h., die verbliebene Preisgeldsumme würde nach dem prozentualen Anteil der Chips eines jeden noch im Turnier befindlichen Spielers ausgeschüttet. „So wollen wir einen fairen Ausgang des Turniers gewährleisten und die Spieler nicht mit aberwitzig erhöhten Blinds und abenteuerlich verkürzten Zeitlimits zum Turnierende treiben“, so Pokerchef Ralf Albert. Diese Neuerung wurde von allen Spielern zustimmend akzeptiert.

Die dominierende Spielerin der gesamten Turniernacht war Anne-Won Fehlkamm aus dem Stuttgarter Raum, welche seit einigen Wochen zu den Wiesbadener Stammgästen zählt. Sie lieferte ein absolut starkes Turnier ab und nahm am Finaltisch einen Gegner nach dem anderen aus dem Spiel. Um 3.15 Uhr war es dann soweit: Im der Heads Up mit Angelo Sisca griff zum ersten Mal die neue Chip-Count-Regel. Danach beendete Fr. Fehlkamm als Siegerin und mit 7.940,- € das Turnier, Hr. Sisca erhielt für seinen 2. Platz immerhin noch stolze 7.390,- €. Glückwunsch an Beide!

Dienstag, 7.8.2007: Wetter wechselhaft, Rookies beständig

Während die Außentemperaturen drastisch sanken, war das „Hoch“ bei den Rookie-Turnieren stabil. Man könnte auch sagen Business as usual: Wie immer ausverkauftes Turnier und daneben großer Andrang an den vier Cash-Tables, die bis in die frühen Morgenstunden liefen.

Herr Koparan (li)<br> und Herr Kohlstetter. Der Abend war gespickt mit spektakulären Händen. Gleich zu Beginn dieser Showdown: B-B geht All-In, 10-10 und A-D callen. Flop A-9-8, der Turn bringt den B und der River die D. Drilling gegen 2 Paar Asse gegen Strasse. So grausam kann sich ein Board entwickeln.
Damit nicht genug: Einen Platz vor dem Final-Table geht der Big Blind mit 4-6 gegen 5-5 All-In. Auf dem Flop 2-9-8, Turn 5. Der Drilling 5 wähnt sich schon als Sieger, aber der River bringt die 3, wieder „Runner-Runner“-Strasse.

Nicht zu toppen: Am Final-Table nimmt der Chip-Leader Yunus Koparan in einem einzigen Spiel gleich drei Kontrahenten vom Tisch: Er hält A-K, seine Gegner A-D, K-D und eine weitere marginalen Hand. Im Flop kommen A-K-D (= drei mal zwei gefloppte Paare). Turn und River bringen keine Veränderung mehr. So kämpft sich Herr Koparan zum verdienten Turniersieg und wird dafür mit 1.570,- € belohnt.

Mittwoch, 8.8.2007: Pokercoolness in kühler Sommernacht

Herr Brenk (li.) und der Sieger<br> Herr Schumacher Was wärmt das Gemüt in einer kühlen Sommernacht mehr als ein „cooles“ Pokerspiel. „Nichts“, dachten sich über 100 Pokerbegeisterte und trafen sich zum Poker „Stelldichein“ im Casino Wiesbaden. Das Turnier war schon am Vorabend ausgebucht, aber viele Spieler, die nur des Cashgames wegen angereist waren, gaben dem Turnier eine würdige Kulisse, während sie auf einen freien Platz an den nach und nach geöffneten Cash-Tables warteten.
Fast alle Spieler, die schließlich den Final-Table erreichten, mussten zunächst ein Wechselbad der Gefühle durchschreiten. „All-In“, schon beinahe ausgeschieden, dann doch noch die Rettung in letzter Sekunde auf dem River. Eine dieser Hände zeigt eine überraschende Wendung, wie sie nur beim Poker möglich ist: Pocket 10er geht All-In gegen Pocket B, die 10er sind also 1:4 Underdog. Im Flop K-D-D. Noch liegen die Buben vorn. Turn D, noch immer liegen die 10er hinten. Auf dem River die letzte Dame! Entsetzen bei den Buben, Aufatmen bei den 10ern: Beide spielen das Board, Split-Pot!

Am Final-Table dann fielen die Entscheidungen kurz und knackig, bis nur noch 3 Spieler im Turnier waren. Zwischen diesen Dreien entwickelte sich noch ein spannender Kampf, der allerdings stets von Daniel Schumacher dominiert wurde und ihm am Ende dann auch den verdienten Turniersieg einbrachte.

Donnerstag, 9.8.2007: Pokerhoch vertreibt Wetterdepression

„Toujours tristesse“ war das Credo der vergangenen Woche – zumindest was das sog. Sommerwetter betraf. Im Gegensatz dazu lachte die Sonne am Wiesbadener Pokerhimmel während der ganzen Woche: Von Sonntag bis Donnerstag fünf ausverkaufte Turniere, über 300 Teilnehmer, 50.000,- € Gesamt-Preisgeld und 34 Spieler, die sich ihren Anteil an eben jenen 50.000,- € erkämpften – eine wahrlich sonnige Woche!

So trafen sich auch am letzten Turniertag dieses Zyklus’, dem Donnerstag, wieder mehr als 100 Pokerfreunde, um die 32. Wiesbadener Turnierwoche ausklingen zu lassen. Nichts trübte die Stimmung, eine heitere Sommerlaune lag in der Luft.

Herr Weigelt (li.)und <br>Herr Lauer (re.)Lange passierte kaum etwas, nur spärliche „Seat-Open“ Rufe, nichts Spektakuläres. Es wurde sich eben nur langsam warm gespielt, um es dann im weiteren Verlauf des Turniers umso heftiger angehen zu können. Nach gut zwei Stunden war es endlich so weit. Jetzt ging es wirklich zur Sache, einer nach dem anderen wurde hinter die Reling geschickt, teils mit starken Händen, teils mit dem Glück des Tüchtigen. Trotz allem dauerte es eine weitere Stunde, bis sich der Finaltisch gebildet hatte.

Hier waren die Plätze 10 bis 7 sehr schnell ausgeschieden. Der sechste Platz ging an Angelika Pullig (€ 360,-), die es gemeinsam mit ihrem Mann an den Final-Table geschafft hatte. Kurioserweise war es dann ausgerechnet Herr Pullig höchstselbst, der seine eigene Frau aus dem Turnier warf. Er gewann mit Drilling 9 gegen ein paar Buben. Winfried Pullig wurde am Ende Dritter, sodass sich Oliver Weigelt und Sven Lauer dann im Heads Up gegenübersaßen. Hier setzte sich Herr Lauer nach kurzem und heftigem Fight gegen Herrn Weigelt durch.

Hinweis: Für das große Weihnachtsturnier am 17.12.2007 werden ab sofort (vorwiegend freitags und samstags) Satellites mit 100 € Buy-In am Single-Table angeboten. Sobald jeweils zehn Interessenten versammelt sind, geht’s los.

Das 1771 erstmalig konzessionierte Casino Wiesbaden wird seit 1991 von der Spielbank Wiesbaden GmbH & Co. KG betrieben. Diese gehört mehrheitlich zur Jahr-Gruppe, Hamburg. Das Spielangebot reicht vom klassischen Französischen Roulette, über American Roulette, Roulight, BlackJack, Poker bis zu einer Vielzahl neuester Automaten. Das Casino besuchen jährlich ca. 360.000 Gäste. Seit 2004 wird Online-Roulette angeboten. Der Bruttospielertrag belief sich im Jahr 2006 auf ca. 46,5 Millionen Euro. Auf dieser Basis liegt das Casino Wiesbaden auf Rang 5 der größten Spielbanken Deutschlands, hinter den Großstadt-Casinos Dortmund-Hohensyburg, Berlin, Stuttgart und Hamburg.
Das Casino Wiesbaden zählt zu den ältesten Spielbanken in Deutschland und ist wohl eine der schönsten Spielbanken Europas. Obwohl es auf mehr als 235 Jahre Tradition zurückblicken kann, verfügt es doch über modernste Strukturen. Als erstes Casino Deutschlands wurde hier bereits im Jahr 2000 ein Qualitätsmanagement nach DIN ISO 9001 eingeführt und seitdem konsequent umgesetzt. Mit den patentierten und geschützten Spielen „Wiesbadener Super-Roulette©“ und „Wiesbadener JokerJack©“ bietet das Casino seinen Gästen einmalige Zusatzgewinnmöglichkeiten ohne zusätzlichen Einsatz bei Roulette und BlackJack im Klassischen Spiel. Seit langen Jahren trägt das Casino in Fachkreisen den Titel „Pokerhochburg Deutschlands“, dem es mit in Kürze 5 Turnieren pro Woche gerne gerecht wird. Mit der Installation des ersten so genannten PokerPro-Tisches – einem vollelektronischen Pokertisch, an dem maximal 10 Gäste gleichzeitig gegeneinander spielen können – in einem Automatenspiel in Deutschland übernahm auch hier das Casino der hessischen Landeshauptstadt erneut Vorreiterstellung. Aufgrund der großen Nachfrage wird hier in Kürze ein weiterer Tisch folgen und das Spielangebot abrunden. Im näheren Umfeld stehen den Gästen des Casinos rund 1.000 Parkplätze und zahlreiche erstklassige Hotels zur Verfügung.

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Casino Wiesbaden, Marketing & Öffentlichkeitsarbeit,
Tel.: 0611/536-107, e-Mail kp@sbwb.de.