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Gedrückte Stimmung beim Montags-Turnier in der Spielbank Wiesbaden

Wiesbaden, 23. Januar 2007. Die normalerweise gute, gelöste Stimmung bei den Wiesbadener Pokerturnieren wurde durch den gestrigen überraschenden Tod eines allseits beliebten Stammspielers von einer großen Trauer überschattet. Viele seiner Pokerfreunde aus der Wiesbadener „Stammmannschaft“ waren zu Beginn des Turniers unschlüssig, ob sie es überhaupt spielen sollten. Aber bald machte die Parole „wir spielen das Turnier zu seinen Ehren und in seinem Sinne“ die Runde. So starteten 45 Pokerbegeisterte das Turnier. Auf „seinem“ Platz brannte während des ganzen Abends eine Kerze.

Die ersten 20 Spieler waren relativ schnell an die Cashgame-Tische geschickt worden. Während bereits an 4 Cashgame-Tischen hoch „gezockt“ wurde, war an den verbliebenen Turniertischen zunächst verhaltenes Abwarten die Strategie. Aber irgendwann ist es ja immer so weit – „Final-Table“. Hier zeigte sich, welche Kraft die oben zitierte Parole den Wiesbadener Stammgäste gegeben hatte – gleich 6 Spieler des Final-Table waren „Wiesbadener“. Irgendwie war er unspektakulär, der Kampf am Final-Tisch. Die Blinds wurden raus geraist, die guten Hände setzten sich durch, die schlechten verloren verdient.

Kein Bad Beat, kein gewagter „Move“, als hätte man sich unter der Hand auf ein friedliches Ende des Turniers geeinigt.

Im Kampf um den Sieg saßen sich Frau Soraya Homam und Herr Zae-Zin Yoo gegenüber … und das starke Geschlecht, in diesem Fall die Dame, setzte sich letztendlich durch.

Als die letzte Hand gespielt war, überkam Frau Homam sichtlich die Rührung. „Das habe ich für unseren Freund gewonnen!“

Dem ist von unserer Seite nichts mehr hinzufügen, außer unserem aufrichtigen Beileid an die Familie des Verstorbenen und unsere herzlichsten Glückwünsche an Frau Homam.