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Casinos Austria: Fortuna wird weiblich

Wien – Acht Wochen Schulung samt Abschlussprüfung, dann war es soweit: Bei den Casinos Austria haben die ersten weiblichen Croupiers bei American Roulette und Black Jack das Sagen. Eine der letzten Männerdomänen in Österreich ist gefallen.

Die Casinos sind schon länger keine reinen Männerbastionen mehr – Frauen arbeiten etwa an den Kassen oder bei den Automaten. Der Beruf des Croupiers war aber bisher ausschließlich Männern vorbehalten. Vor Kurzem starteten die ersten 21 Spielleiterinnen. Im Casino in Wien hat die 24-Jährige Katharina Binder ihre Freude am Umgang mit Zahlen zur Bewerbung bewogen. Sie ist ausgebildete Tanzpädagogin. Neben ihrem Studium von Jus und Politik gewöhnt sich die 19-jährige Isabel Haider gerade an die Arbeit in der Nacht. Das frühere Nachtarbeitsgesetz wird von den Casinos als Grund dafür angeführt, warum der Croupier zum Männer-Job wurde.
Das Anfangsgehalt beträgt für Frauen und Männer gleich 1650 Euro brutto. Nach einer Umstellung des Gehaltssystems gibt es nun ausschließlich Fixgehälter, plus einer Erfolgsbeteiligung am Gesamtergebnis der Casino AG.

Bisher bestand ein Croupier-Einkommen aus folgenden Komponenten: 20 Prozent Grundgehalt, 30 Prozent Beteiligung an den Einspielergebnissen der Spieltische und Automaten und knapp 50 Prozent aus dem „Trinkgeldtopf“, der so genannten Cagnotte.